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Tech-Indizes erreichen neue Höchststände

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Tech-Indizes erreichen neue Höchststände

Die Rekordjagd am US-Aktienmarkt setzt sich fort, wobei erneut die Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der Höhenflug der Technologiewerte im Fokus stehen. Am Dienstag erreichten sowohl der S&P 500 als auch die Technologie-Indizes Nasdaq 100 und Nasdaq Composite kurz nach Handelsbeginn neue Höchststände. Der S&P 500 stieg um 0,20 Prozent auf 5.584 Punkte, der Nasdaq 100 gewann 0,32 Prozent auf 20.505 Punkte und der Nasdaq Composite legte um 0,35 Prozent auf 18.468 Punkte zu. Im Gegensatz dazu schwächelte der Leitindex Dow Jones Industrial und fiel um 0,29 Prozent auf 39.230 Punkte.

Die Marktstrategen der Citigroup äußern inzwischen Vorsicht bezüglich der Aktien im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Obwohl die Rally in diesem Sektor kaum Anzeichen von Ermüdung zeigt, legen historische Rückblicke nahe, dass es bei den größten Namen an der Zeit sein könnte, Gewinne zu realisieren. Auch der breite Markt wird skeptischer betrachtet. Thomas Altmann von QC Partners erklärt, dass der S&P 500 inzwischen recht überkauft erscheine. Eine Pause von der Rekordjagd wäre daher eher normal als überraschend. Die weitere Entwicklung der Rally hängt auch von der Zinspolitik der US-Notenbank ab, weswegen die Anleger den Auftritt von US-Notenbankchef Jerome Powell aufmerksam verfolgen.

Heute und morgen findet die halbjährliche Anhörung von Jerome Powell im US-Kongress statt. Anleger werden versuchen, Hinweise auf eine mögliche Zinswende in den USA herauszuhören, was jedoch schwierig sein dürfte. Powell betonte wiederholt, dass die Geldpolitik datenabhängig sei und Entscheidungen erst nach Auswertung der bis September anstehenden Konjunkturdaten getroffen würden.

In Europa betonte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel, dass nach der Kurswende der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni keine automatischen weiteren Zinssenkungen folgen werden. Zinssenkungen würden je nach Datenlage entschieden, und das nächste Zinstreffen findet kommende Woche statt. Unterdessen haben sich die Kursverluste am deutschen Aktienmarkt ausgeweitet, da Investoren vor Powells Auftritt keine größeren Risiken eingehen. Der DAX fiel um 0,8 Prozent auf 18.334 Punkte und damit unter die Durchschnittslinie der letzten 50 Handelstage.

Positive Nachrichten kommen aus der deutschen Wirtschaft bezüglich der Insolvenzen. Obwohl die Zahl im ersten Halbjahr über dem Vorjahresniveau liegt, zeigt sich ein leichter Rückgang. Im Juni sank die Zahl der Insolvenzen zum zweiten Mal in Folge. Dies betrifft viele Branchen, die im April Höchstwerte erreicht hatten, doch die aktuellen Zahlen liegen wieder deutlich niedriger als vor der Corona-Pandemie.

Die Ölpreise sind nach dem Hurrikan Beryl gefallen, da dieser weniger Schaden anrichtete als befürchtet. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 85,34 Dollar je Barrel. Der Warnstreik im Hamburger Hafen hat begonnen, wobei die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Seehäfen erhöhen will. Auch Hafenarbeiter in Bremerhaven beteiligen sich an den Streiks.

Dyson plant die Streichung von bis zu 1.000 Stellen in Großbritannien, was mehr als ein Viertel der dortigen Belegschaft entspricht. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 14.000 Mitarbeiter. Ein Konsortium um Clayton Dubilier & Rice und Permira hat ein unverbindliches Übernahmeangebot für Exclusive Networks in Höhe von 2,2 Milliarden Euro vorgelegt. Der Ausgang des Deals bleibt jedoch ungewiss.

Porsche verzeichnete im ersten Halbjahr einen Rückgang der Verkaufszahlen um 6,8 Prozent, bedingt durch ein schwaches China-Geschäft und die Erneuerung mehrerer Modelle. Der österreichische OMV-Konzern warnte vor einem schwachen zweiten Quartal aufgrund von Gesetzesänderungen und geplanten Stillständen im rumänischen Kraftwerk Brazi. Die Aktien von OMV fielen daraufhin um knapp vier Prozent. In London steht die BP-Aktie unter Druck, nachdem der Ölkonzern eine Abschreibung von ein bis zwei Milliarden Dollar angekündigt hat, was auch mit einer Raffinerie in Gelsenkirchen zusammenhängt.

NasdaqDow JonesCitigroupPorscheAktienmarkt

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