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DAX schließt mit moderaten Gewinnen

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX schließt mit moderaten Gewinnen

Der DAX verzeichnete heute moderate Zugewinne bei einem insgesamt ruhigen Handelsverlauf. Während die US-Börsen aufgrund eines Feiertages geschlossen blieben, herrschte auf dem Frankfurter Börsenparkett verhaltener Optimismus. Die Hoffnung, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bald eine Zinswende einleiten wird, lockte einige Investoren an den Markt. Nach zuletzt schwächeren Wirtschaftsdaten spekulieren die Anleger auf den September als möglichen Startschuss für Zinssenkungen in den USA.

Der DAX schloss den Handelstag mit einem Plus von 0,41 Prozent bei 18.451 Punkten und lag damit nahe seinem Tageshoch von 18.468 Zählern. Das Tagestief wurde zur Eröffnung bei 18.375 Punkten erreicht. Damit behauptet sich der deutsche Leitindex weiterhin über der Unterstützungsmarke von 18.000 Punkten, was aus charttechnischer Sicht positiv zu bewerten ist. Bereits gestern war der DAX mit einem Anstieg von 1,2 Prozent auf 18.374 Punkten aus dem Handel gegangen.

Jochen Stanzl von CMC Markets stellte fest, dass der nächste Versuch läuft, aus der fast drei Wochen andauernden Handelsspanne nach oben auszubrechen. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte um knapp 0,6 Prozent zu. Allerdings fehlten feiertagsbedingt die US-Investoren, und auch die Nachrichtenlage aus dem Unternehmenssektor war überschaubar. In den USA wird heute der Nationalfeiertag, der Independence Day, gefeiert. Auch die Anleihemärkte blieben geschlossen.

Ab morgen wird es wieder spannend, wenn die US-Regierung die Arbeitsmarktdaten für den Juni bekannt gibt. Traditionell sind diese Daten wichtig für die Notenbank, da sie durch Lohnzuwächse ein erhebliches Inflationsrisiko sieht. Jüngste schwächere Wirtschaftsdaten hatten Spekulationen auf Zinssenkungen beflügelt. Ob die Zuversicht der Märkte gerechtfertigt ist, könnte sich nach den neuen Arbeitsmarktdaten am Freitag zeigen. Schwache Konjunkturdaten würden von der Börse positiv aufgenommen, da sie den Beginn des Zinssenkungszyklus der Fed näher rücken könnten. Allerdings warnen Experten, dass anhaltend schwächere Zahlen die Sorgen über das Ausmaß der konjunkturellen Abschwächung verstärken könnten.

Unter den Einzelwerten im DAX sorgten die Aktien von Continental für Aufsehen. Nach einer Analystenkonferenz des Autozulieferers und Reifenherstellers stiegen die Aktien in der Spitze um bis zu 12 Prozent und notierten zuletzt noch 9,5 Prozent im Plus. Conti rechnet in diesem Jahr in Europa mit einem schwierigen Geschäft in der Autozulieferung, erwartet jedoch Wachstum auf dem chinesischen Markt.

Der Euro konnte gegenüber dem Dollar moderat zulegen und hielt sich über der Marke von 1,08 Dollar. Zuletzt wurden im späten europäischen Handel 1,0814 Dollar gezahlt, etwas mehr als am Morgen. Die schwachen Auftragsdaten aus der deutschen Industrie belasteten den Euro nicht. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0800 Dollar fest.

In Großbritannien wird heute ein neues Parlament gewählt. Analysten der Bank ING erwarten jedoch keine großen Auswirkungen auf die Märkte. Es wird mit einem klaren Sieg der Labour-Partei von Keir Starmer gerechnet. Das Pfund legte gegen den Dollar leicht zu, die Schwankungen blieben gering. Die Marktreaktion ist begrenzt, da Labour schon seit einiger Zeit in den Umfragen vorne liegt und Starmer Investoren und Wähler von einem moderaten Kurs überzeugen konnte.

Die konjunkturelle Unsicherheit bleibt bestehen, da die Durststrecke der deutschen Industrie mit dem fünften Auftragsminus in Folge anhält. Die Bestellungen sanken im Mai um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, was Ökonomen überrascht, die mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten. Ein weiteres Abrutschen der Weltwirtschaft könnte jedoch die Situation etwas mildern.

Unterdessen spitzt sich der Handelsstreit mit China zu. Die EU-Kommission erhebt ab morgen vorläufige Strafzölle auf Importe von Elektroautos aus China. Diese Ausgleichszölle gelten für eine Dauer von höchstens vier Monaten. Die Kommission begründete die Zölle mit den hohen Subventionen der chinesischen Regierung für die E-Autoproduktion, die einen unfairen Vorteil gegenüber der europäischen Autoindustrie schaffen. Airbus erhielt einen Großauftrag der Bundeswehr für ein Satellitensystem im Wert von 2,1 Milliarden Euro. Der Auftrag umfasst Satelliten, Bodenstationen sowie den Start und Betrieb des Systems über 15 Jahre. Die neuen Telekommunikationssatelliten sollen die alten COMSATBw-Satelliten ablösen und verfügen über umfangreiche Fähigkeiten, um mit dem steigenden Datenübertragungsvolumen Schritt zu halten.

Vodafone investiert in diesem Jahr rund 140 Millionen Euro in KI-Systeme von Microsoft und OpenAI, um die Kundenbetreuung zu verbessern. Der Chatbot "TOBi" soll durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schneller und effektiver auf Kundenanfragen reagieren.

Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy verzeichnete im zweiten Quartal sowohl beim Umsatz als auch bei der Kundenzahl ein Wachstum. Angetrieben durch die Einführung des elektronischen Rezepts stiegen die Konzernerlöse um ein Drittel auf 560 Millionen Euro. Der aktive Kundenstamm wuchs um 1,4 Millionen auf 11,6 Millionen.

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