ANZEIGE

SpaceX-Börsengang: Musks Milliarden-Strategie auf Anlegerkosten

Elon Musk plant größten US-IPO aller Zeiten – mit fragwürdiger Bewertung und versteckten Risiken

•• 3 Min
SpaceX-Börsengang: Musks Milliarden-Strategie auf Anlegerkosten

Elon Musk bereitet den spektakulärsten Börsengang der US-Geschichte vor. SpaceX soll bereits im Juni an die Börse gehen – mit einer angestrebten Bewertung von mindestens einer Billion Dollar. Doch während Musk und frühe Investoren dabei Kasse machen könnten, sollten Privatanleger die Details genau prüfen.

Die Zahlen hinter dem Mega-Deal wirken auf den ersten Blick beeindruckend. Musks Anteil am Raumfahrtunternehmen wird auf rund 40 Prozent geschätzt. Bei der angestrebten Bewertung wären seine SpaceX-Aktien etwa 400 Milliarden Dollar wert. Doch die Relation zum tatsächlichen Geschäft gibt Anlass zur Skepsis: Reuters schätzt den Gewinn von SpaceX für 2025 auf acht Milliarden Dollar. Anleger würden beim IPO also das 125-Fache des Jahresgewinns zahlen – eine extreme Bewertung selbst für Technologiewerte.

Die Vorgeschichte zeigt, wie geschickt die Bewertung nach oben getrieben wurde. Bei einer privaten Anteilsplatzierung im Dezember 2025 wurde SpaceX bereits mit 800 Milliarden Dollar bewertet. Typisch für solche Transaktionen: Nur ein kleiner Prozentsatz der Anteile wechselt den Besitzer, der erzielte Preis wird dann auf den Gesamtwert hochgerechnet. Das Ergebnis: eine künstlich aufgeblähte Bewertung, die als Grundlage für den Börsengang dient.

Mars-Mission als Marketing-Instrument

Um die extreme Bewertung zu rechtfertigen, braucht es große Versprechen. SpaceX liefert gleich mehrere: Noch 2026 sollen die ersten unbemannten Raumfahrzeuge zum Mars starten. Sie sollen wichtige Daten für spätere bemannte Missionen sammeln. Sollte die Mars-Story nicht verfangen, wartet bereits die nächste Vision: solarbetriebene Rechenzentren im Weltraum, die den Energiehunger Künstlicher Intelligenz stillen sollen.

Die praktischen Herausforderungen dieser Weltraum-Rechenzentren bleiben dabei nebulös. Wie die Infrastruktur ins All kommt, wie Daten zur Erde gelangen und wie die Abwärme im Vakuum abtransportiert werden soll – all das sind ungeklärte Fragen. Doch für die IPO-Story reicht die Vision offenbar aus.

Das versteckte Sorgenkind xAI

Besonders brisant: SpaceX hat kurz vor dem geplanten Börsengang Musks KI-Unternehmen xAI übernommen. Der kombinierte Wert beider Firmen wird auf 1,25 Billionen Dollar geschätzt. Während SpaceX mit dem Satelliten-Internet Starlink profitabel arbeitet, sieht es bei xAI völlig anders aus. Das Unternehmen verbrennt Berichten zufolge monatlich fast eine Milliarde Dollar – ohne erkennbares Geschäftsmodell.

Die Konkurrenz im KI-Markt ist groß, ein tragfähiges Monetarisierungskonzept fehlt. Hinzu kommen juristische Probleme: Der xAI-Chatbot Grok geriet in die Kritik, weil er Frauen digital entkleidet. Anleger bekämen beim IPO also ein Paket aus einem profitablen Raumfahrtunternehmen und einer hochdefizitären KI-Firma mit Reputationsrisiken.

Schnelle Index-Aufnahme als Kurstreiber

Laut Wall Street Journal haben SpaceX-Berater bereits Kontakt zu großen Indexanbietern aufgenommen. Ziel: Eine frühere Aufnahme in wichtige Indizes wie den S&P 500. Normalerweise beträgt die Wartezeit mehrere Monate. In dieser Zeit prüfen Indexanbieter die Liquidität der Aktien und beobachten das Handelsverhalten nach der sechsmonatigen Lock-up-Periode.

Eine schnelle Indexaufnahme hätte erhebliche Auswirkungen. ETFs und Indexfonds müssten SpaceX-Aktien kaufen – das würde den Kurs zusätzlich treiben. Mit einem Börsenwert von 1,25 Billionen Dollar würde SpaceX im S&P 500 auf Anhieb Rang neun belegen, zwischen Broadcom und Berkshire Hathaway. Frühe Investoren und Musk selbst könnten dann zu künstlich erhöhten Kursen aussteigen.

Für Privatanleger ergibt sich daraus eine klare Warnung: Der SpaceX-Börsengang folgt einem klassischen Muster, bei dem Gründer und Frühanleger profitieren, während Neuinvestoren überteuerte Aktien erwerben. Die Kombination aus extremer Bewertung, unklaren Zukunftsversprechen und dem versteckten xAI-Problem macht den IPO zu einem hochriskanten Investment – trotz aller SpaceX-Erfolge der Vergangenheit.

Spacex BörsengangElon Musk IpoSpacex BewertungXai ÜbernahmeStarlink Aktie

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.