Pentagon soll SpaceX wegen chinesischer Investoren-Beteiligung überprüfen
US-Senatoren fordern Untersuchung möglicher Sicherheitsrisiken durch verschleierte Kapitalbeteiligungen aus China.

Zwei demokratische US-Senatoren haben das Pentagon aufgefordert, SpaceX wegen mutmaßlicher geheimer Beteiligungen chinesischer Investoren zu überprüfen. Elizabeth Warren und Andy Kim warnen in einem Schreiben an Verteidigungsminister Pete Hegseth vor einer möglichen Bedrohung der nationalen Sicherheit. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk spielt eine zentrale Rolle in der US-Verteidigungsinfrastruktur.
Die Senatoren beziehen sich auf Medienberichte und Gerichtsakten, die darauf hindeuten, dass Investoren mit China-Verbindungen Gelder über Briefkastenfirmen auf den Cayman Islands und den Britischen Jungferninseln leiteten. Mit dieser Konstruktion sollen Aktienkäufe bei SpaceX verschleiert worden sein. Das Unternehmen startet nicht nur Militär- und Aufklärungssatelliten, sondern betreibt auch das Starlink-Kommunikationsnetzwerk, das vom Pentagon genutzt wird und die Ukraine-Verteidigung unterstützt.
Jede chinesische Beteiligung könnte gegen US-Regeln zu ausländischem Besitz, Kontrolle oder Einfluss (FOCI) verstoßen. Die Gesetzgeber fordern das Verteidigungsministerium auf, das Ausmaß möglicher chinesischer Investitionen offenzulegen und zu prüfen, ob das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) eingeschaltet werden sollte. Eine Antwort wurde bis zum 20. Februar erbeten.
Fusion mit xAI verschärft Sicherheitsbedenken
Besondere Brisanz erhält die Anfrage durch die jüngste Übernahme von xAI durch SpaceX. Musk beschreibt die Fusion als Schaffung der "ambitioniertesten, vertikal integrierten Innovationsmaschine" mit Fokus auf KI, Raketen, weltraumgestütztes Internet und direkte Mobilkommunikation. Die Senatoren argumentieren, dass diese Expansion die Dringlichkeit der Sicherheitsfragen erhöht.
Parallel expandiert SpaceX rasant und wird durch das Starlink-Geschäft zum Gewinnmotor. Nach Angaben von Informanten erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 8 Milliarden US-Dollar Gewinn bei einem Umsatz von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar. Starlink macht dabei 50 bis 80 Prozent des Gesamtumsatzes aus und zählt weltweit über 9 Millionen Nutzer.
Ambitionen im Mobilfunkmarkt
SpaceX plant die Entwicklung eines eigenen Mobilgeräts, das mit der Starlink-Satellitenkonstellation verbunden werden kann. Musk deutete an, dass ein solches Gerät "ganz anders als aktuelle Telefone" sein und für KI-Hardware optimiert werden würde. Bisher arbeitet Starlink mit T-Mobile zusammen, um Internet direkt auf Mobiltelefone zu bringen.
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Zur AktienanalyseDie größte Investition im Mobilfunkbereich war der Kauf von Satellitenspektrum im Wert von 19,6 Milliarden US-Dollar von EchoStar. Analysten sehen SpaceX eher als Ergänzung zu bestehenden Mobilfunkbetreibern wie Verizon und AT&T, da ein direkter Wettbewerb durch ein eigenes Telefon schwierig sein könnte. Die Expansion hängt stark von der Starship-Rakete ab, die größere Mengen leistungsfähigerer Starlink-Satelliten transportieren soll.
Zusätzlich hat SpaceX das Produkt "Stargaze" angekündigt, das die Kameras der Starlink-Satelliten zur Überwachung des Verkehrs in niedrigen Erdumlaufbahnen nutzt. Während SpaceX einige Daten kostenlos bereitstellen will, äußern Branchenakteure Bedenken über eine zu starke Abhängigkeit der US-Regierung von einem einzelnen Unternehmen.


