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Silber durchbricht 100-Dollar-Marke: Handelsoptionen im Überblick

Erstmals in der Geschichte kletterte Silber über 100 US-Dollar je Unze. Der Preis legte im vergangenen Jahr um beeindruckende 147 Prozent zu – getrieben von geopolitischen Unsicherheiten und Zinssenkungserwartungen.

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Silber durchbricht 100-Dollar-Marke: Handelsoptionen im Überblick

Silber hat einen historischen Meilenstein erreicht und die Marke von 100 US-Dollar pro Unze durchbrochen. Das Edelmetall verzeichnete im vergangenen Jahr einen spektakulären Preisanstieg von 147 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung sind neben geopolitischen Spannungen vor allem die Erwartung von US-Zinssenkungen, eine starke Anlegernachfrage sowie anhaltende Versorgungsengpässe am Markt.

London als globales Handelszentrum

Der weltweit größte Handelsplatz für physisches Silber befindet sich in London – ebenso wie für Gold. Dort wickeln Banken und Broker Kauf- und Verkaufsaufträge von Kunden aus aller Welt ab. Der Handel erfolgt bilateral im außerbörslichen Over-the-Counter-Geschäft zwischen Finanzinstituten. Privatanleger benötigen eine Geschäftsbeziehung zu einem dieser Institute, um Zugang zu erhalten.

Der Markt wird durch physische Barren gestützt, die in den Tresoren großer Banken wie JPMorgan und HSBC lagern. Ende Dezember 2025 befanden sich 27.818 Tonnen Silber in Londoner Tresoren.

Futures-Handel an Terminbörsen

Neben dem physischen Handel spielt der Futures-Markt eine zentrale Rolle. Die größten Terminbörsen sind die Shanghai Futures Exchange in China und die COMEX der CME Group in New York. Bei Futures verpflichtet sich der Verkäufer, dem Käufer zu einem späteren Zeitpunkt Silber zu liefern.

Die meisten Kontrakte werden jedoch nicht bis zur Lieferung gehalten, sondern gegen später fällige Kontrakte getauscht. Dies ermöglicht Spekulationen auf den Silberpreis ohne den logistischen Aufwand für Transport und Lagerung. Ein weiterer Vorteil: Anleger müssen nur einen Bruchteil des Kontraktwerts als Margin hinterlegen.

ETFs für Privatanleger

Exchange Traded Funds (ETFs) bieten Kleinanlegern einen einfachen Zugang zum Silbermarkt. Diese werden an Börsen wie der NYSE und LSE gehandelt und können bequem über Apps wie Robinhood erworben werden. Jeder Fondsanteil repräsentiert eine bestimmte Menge an physischem Silber, das in Tresoren gelagert wird.

Der größte Silber-ETF ist der iShares Silver Trust von BlackRock. Er enthält rund 529 Millionen Unzen Silber im Wert von etwa 52,9 Milliarden US-Dollar zu aktuellen Preisen. Bei starker Nachfrage wird zusätzliches Silber in die Tresore verlagert, um neue Anteile zu schaffen und Preisverzerrungen zu vermeiden.

Münzen, Barren und Minenaktien

Kleinanleger können auch direkt physisches Silber in Form von Barren und Münzen bei Händlern weltweit erwerben. Eine weitere Option sind Aktien von Silberminenunternehmen, die ebenfalls über gängige Handelsplattformen verfügbar sind.

Diese Aktien tendieren dazu, den Silberpreis nachzuvollziehen. Allerdings beeinflussen auch unternehmensspezifische Faktoren wie Management-Qualität, Verschuldungsgrad und operative Performance den Aktienkurs erheblich.

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