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Rubio und Jaishankar beraten über Nahost, Handel und Iran-Konflikt

US-Außenminister Rubio meldet Fortschritte im Iran-Konflikt und bezeichnet Indien als wichtigsten strategischen Partner der USA weltweit.

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Rubio und Jaishankar beraten über Nahost, Handel und Iran-Konflikt

US-Außenminister Marco Rubio hat am Samstag in Neu-Delhi Gespräche mit dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar geführt. Auf der Agenda standen der Nahe Osten, Handel, Visa, maritime Sicherheit und Energieversorgung. Die Treffen fanden vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen im Nahen Osten und wachsender Sorgen um wichtige Schifffahrtswege statt.

Rubio erklärte, in den vergangenen 48 Stunden seien Fortschritte bei einem Rahmenplan erzielt worden, der zur Lösung der Situation um die Straße von Hormus beitragen könnte. Er verwies auf die Möglichkeit „guter Nachrichten" in den nächsten Stunden. Zugleich bekräftigte er, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe, und bezeichnete Angriffe auf Handelsschiffe als „völlig illegal".

Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Meerengen der Welt. Durch sie wird ein erheblicher Teil der weltweiten Öllieferungen transportiert, was sie zu einem zentralen Punkt für die globale Energieversorgung macht. Störungen in dieser Region treffen daher nicht nur die unmittelbaren Anrainerstaaten, sondern haben weitreichende Folgen für die internationale Wirtschaft.

Gemeinsame Interessen und bilateraler Handel

Jaishankar betonte, Indien und die Vereinigten Staaten hätten gemeinsame Interessen und stünden vor geteilten Herausforderungen. Indien unterstütze eine sichere maritime Durchfahrt, so der indische Außenminister. Beide Seiten hätten zudem Bemühungen um den baldigen Abschluss eines bilateralen Handelsabkommens sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit Visa für indische Arbeitskräfte besprochen.

Rubio traf am Samstag auch den indischen Premierminister Narendra Modi und erörterte mit ihm Handel und Energie. Im Namen von US-Präsident Donald Trump sprach Rubio zudem eine Einladung an Modi aus, das Weiße Haus in naher Zukunft zu besuchen. Jaishankar bestätigte, dass beim Besuch des Außenministers beim Premierminister globale und regionale Themen erörtert worden seien.

Rubio unterstrich die strategische Bedeutung Indiens für Washington mit deutlichen Worten: „Indien ist ein wichtiger strategischer Partner der Vereinigten Staaten, einer unserer wichtigsten strategischen Partner weltweit." Er hob hervor, dass beide Länder in Fragen des Terrorismus und der Energie übereinstimmten, und bezeichnete Indien als Land mit globalem Einfluss.

Strategische Partnerschaft mit Spannungsfeldern

Die Beziehungen zwischen Washington und Neu-Delhi sind historisch komplex. Aufeinanderfolgende US-Regierungen, einschließlich der ersten Amtszeit von Präsident Trump, haben versucht, das traditionell bündnisfreie Indien als Gegengewicht zum wachsenden chinesischen Einfluss im Indopazifik enger an sich zu binden. Belastet wurden die Beziehungen jedoch, nachdem Washington im vergangenen Jahr hohe Zölle auf indische Waren erhoben hatte.

In jüngerer Zeit verfolgt Neu-Delhi aufmerksam die Bemühungen der USA zur Stabilisierung der Beziehungen zu China sowie das verstärkte Engagement gegenüber Pakistan. In Indien bestehen Bedenken hinsichtlich der regionalen Prioritäten Washingtons. Indien und die USA haben ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Technologie und Handel in den letzten Jahren dennoch ausgeweitet.

Neu-Delhi pflegt im Rahmen seiner langjährigen Politik der strategischen Autonomie weiterhin Beziehungen zu Ländern wie dem Iran und Russland. Jaishankar hob hervor, dass sich die Vereinigten Staaten für Indien zu einer zuverlässigen Energiequelle entwickelt hätten. Die Vielfalt der in Neu-Delhi besprochenen Themen verdeutlicht, wie breit und tiefgreifend die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden größten Demokratien der Welt inzwischen sind.

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