Revival Gold treibt Machbarkeitsstudie für Mercur in Utah voran
24 Kilometer Bohrungen abgeschlossen, aktualisierte Ressourcenschätzung und Genehmigungsantrag bis Ende Q1 2027 geplant.

Revival Gold Inc. (TSXV: RVG) (OTCQX: RVLGF) hat ein umfassendes Update zum Mercur-Goldprojekt im US-Bundesstaat Utah vorgelegt. Mercur gilt als das größte primäre Goldentwicklungsprojekt Utahs. Das Unternehmen berichtet von Fortschritten bei der Ressourcenabgrenzung, metallurgischen Tests, der Standortplanung und den Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren.
"Im Laufe der vergangenen 18 Monate hat Revival Gold 24 Kilometer Bohrungen zur Ressourcenabgrenzung am Mercur-Projekt abgeschlossen", sagte Hugh Agro, Präsident und CEO des Unternehmens. Geologische Modellierung, Mineralressourcenmodellierung, metallurgische Tests, ingenieurtechnische Trade-off-Studien und die Vorbereitungen für die Bergbaugenehmigungen verlaufen nach seinen Angaben nach Plan. Ziel ist die geplante Fertigstellung eines aktualisierten Mineral Resource Estimate (MRE) und einer Preliminary Feasibility Study (PFS) sowie die potenzielle Einreichung einer Notice of Intention (NOI) zur Überarbeitung der Large Mine Operating (LMO)-Genehmigung für Mercur bis Ende Q1 2027.
John Meyer, Executive Vice President Engineering & Development, ergänzte, dass ein aktualisiertes Ressourcenmodell für South Mercur kurz vor der Fertigstellung stehe. Ein überarbeiteter Entwurf des Ressourcenmodells für Main Mercur werde voraussichtlich später in diesem Monat abgeschlossen. Die Aktie von Revival Gold notierte zuletzt bei 0,63 mit einem Plus von 0,08 beziehungsweise 11,27 Prozent.
RESPEC entwickelt aktualisierte Ressourcenmodelle für Main und South Mercur
Seit dem MRE und der Preliminary Economic Assessment (PEA) für Mercur 2025 wurden rund 24 Kilometer Bohrungen zur Ressourcenabgrenzung durchgeführt, um Inferred Mineral Resources in die Kategorie Measured & Indicated zu konvertieren. Für beide Gebiete, Main Mercur und South Mercur, wurden aktualisierte lithologische Modelle, strukturelle Modelle und Grade-Shells entwickelt. Für Main Mercur entstand eine verbesserte Legacy-Oberfläche am Ende des Open-Pit-Bergbaus, für South Mercur ein Legacy-Modell der unterirdischen Grubenbauwerke. Der Mineralressourcenberater RESPEC Company LLC entwickelt aktualisierte Mineral Resource-Modelle für beide Bereiche.
Der Berater CS-2 Pty Ltd hat eine Analyse der geometallurgischen Merkmale von Mercur abgeschlossen. Grundlage waren historische und aktuelle Cyanidanalysen (AuCN), Feueranalysen (AuFA), Analysen von Sulfidschwefel und organischem Kohlenstoff, Carbon-in-Leach-Tests, Multi-Element-Analysen, Preg-Robbing-Tests, Bottle Roll-Tests, Column Leach-Tests sowie Datarock AI-Vorhersageanalysen. Die Entwicklung eines geometallurgischen Modells auf Blockebene ist im Gange.
KCA hat 18 Säulenlaugungstests abgeschlossen, elf weitere sollen folgen
Der metallurgische Berater Kappes Cassiday & Associates (KCA) hat 18 Säulenlaugungstests im Rahmen der PFS abgeschlossen. Diese basieren auf 11 Kompositproben, die aus Bohrkernen von 2025 entwickelt wurden. Die Säulen variierten in der Zerkleinerungsgröße von 6,35 mm (0,25 Zoll) bis 37,5 mm (1,5 Zoll). Drei der Säulen wurden bei Bedarf agglomeriert, um die gewünschte Durchlässigkeit zu erreichen. Der Laugungszyklus erstreckte sich über 89 bis 125 Tage und umfasste Oxid-, refraktäre Sulfid- und refraktäre kohlenstoffhaltige Probenkomposite.
Die meisten Säulen verhielten sich wie erwartet. Zementagglomerierte Säulen lieferten jedoch höhere Laugungsrenditen im Vergleich zu nicht-agglomerierten Säulen. Komposite mit erhöhtem Schwefel- und kohlenstoffhaltigem Material wiesen niedrigere Renditen auf als aufgrund ihres AuCN/AuFA-Verhältnisses vorhergesagt. Die Säulen wurden gespült, abgelassen, auf Permeabilität getestet, zerlegt und beprobt; die Tailings-Analysen sind im Gange. Erste Ergebnisse wurden am 17. August 2026 veröffentlicht, vollständige Ergebnisse werden später in diesem Monat erwartet.
Vier zusätzliche Komposite wurden aus Bohrkernen von 2025 entwickelt und dienen der Durchführung von 11 weiteren Säulenlaugungstests. Diese Tests sollen den potenziellen Nutzen der Zementagglomeration bewerten, die Empfindlichkeit des Heap Leaching gegenüber der Zerkleinerungsgröße weiter verstehen und das Verständnis für die Laugungsleistung von Materialien mit erhöhtem Schwefel- und Kohlenstoffgehalt verbessern. Ergebnisse werden im Q1 2027 erwartet.
WSP legt optimiertes Standortlayout und neuen Bergbauplan vor
Der Bergbauplanungs- und geotechnische Berater WSP USA Inc. hat eine Trade-off-Studie abgeschlossen, die den Standort der Heap Leach Facility (HLF) am West Mercur gemäß der PEA mit einer alternativen Situation am Main Mercur vergleicht. Obwohl stärker eingeschränkt, weist der HLF-Standort am Main Mercur günstigere geotechnische Bedingungen auf und soll die Erztransportentfernungen und -kosten im Vergleich zum Standort West Mercur reduzieren.
Das Design der Main Mercur HLF soll in zwei Phasen erfolgen. Die erste Phase wird unmittelbar flussabwärts vom bestehenden Barrick-Tailings-Speicherbetrieb liegen, die zweite Phase wird sich in den zuvor abgebauten Marion Hill Pit-Bereich erstrecken. Geotechnische Felduntersuchungen zur Unterstützung des HLF-Fundaments sind im Gange.
WSP hat zudem eine Trade-off-Studie zum Standort einer Brecheranlage abgeschlossen und einen bevorzugten Standort nahe der südwestlichen Grenze des Rover Pit festgelegt. Dieser Standort soll den Erztransport zu Beginn der Lebensdauer des Bergwerks minimieren und als praktischer Brecherstandort für Erz dienen, das aus South Mercur transportiert wird. Eine weitere Trade-off-Studie zur Bewertung des bevorzugten Standorts des Prozessbeckens ist im Gange.
Darüber hinaus hat WSP die Auswirkungen der Reduzierung der Abbauhöhenstufe von den für die PEA übernommenen 7,6 Metern (25 Fuß) auf 6,1 Meter (20 Fuß) für die PFS bewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst ohne die potenziellen Vorteile der Verdünnung durch kleinere Stufenhöhen und die zusätzlichen Vorteile der bergbaulichen Selektivität die kleinere Stufenhöhe in Kombination mit der Verwendung kleinerer Lkw und Ladegeräte wirtschaftlich attraktiver ist. Ein Programm für geotechnische Felduntersuchungen und Labortests an den Böschungen des Pit ist im Gange.
Stantec hat die Umweltbasisstudien für die NOI weitgehend abgeschlossen
Die Umweltbasisstudien zur Unterstützung eines Entwurfs einer NOI zur Einleitung des formalen Genehmigungsüberarbeitungsprozesses für die LMO-Genehmigung am Mercur sind weit fortgeschritten. Die Arbeiten werden unter der Leitung von Revival Golds hauptverantwortlichem Genehmigungsberater Stantec Consulting Services Inc. durchgeführt.
Im Bereich Luft wurden Basisdaten zu Wind und Luftqualität gesammelt und verarbeitet sowie ein Luftmodell des Standorts entwickelt, um die Auswirkungen der Luftqualität durch Management von Abraumgestein, Zerkleinerung, Heap Leaching und Raffination zu bewerten. Bei den aquatischen Ressourcen wurden Basis-Feldumfragen und Daten gesammelt, der Entwurfsbericht zur Basislinie ist abgeschlossen. Für das kulturelle Erbe wurden Basis-Feldumfragen und Daten gesammelt, die Entwurfsberichte zur Basislinie für Main, West und South Mercur sind abgeschlossen.
Auch zu Adlern und Greifvögeln wurden Basis-Feldumfragen und Daten gesammelt, der Entwurfsbericht zur Basislinie ist abgeschlossen. In der Geochemie wurden vorhandene Daten zusammengetragen, eine Lückenanalyse abgeschlossen und die Probenahme beendet; die geochemischen Tests laufen. Bei Hydrogeologie, Böden und Tierwelt wurden Basis-Feldumfragen und Daten gesammelt, die jeweiligen Entwurfsberichte zur Basislinie sind abgeschlossen.
Stantec hat damit begonnen, verfügbare Basisdaten und Informationen zur Projektbeschreibung in einen Entwurf der NOI einzuarbeiten. Die Einreichung des Entwurfs der NOI an die Utah Division of Oil Gas & Mining wird voraussichtlich im Q1 2027 erfolgen. Die Genehmigung für eine Überarbeitung der bestehenden Mercur LMO-Genehmigung wird innerhalb von etwa zwölf Monaten nach Einreichung der NOI im staatlich geführten Bergbaugenehmigungsverfahren erwartet.
Revival Gold verstärkt das Standortteam in Utah
Das Mercur-Standortteam unter der Leitung von General Manager Tim Barnett wird verstärkt. Zu Beginn dieses Jahres wurde Everett Brill zum Manager Exploration ernannt, und Teisha Black wurde letzten Monat zur Managerin für Genehmigungen berufen.
Frühere Berichte von aktien.news zum Unternehmen
Bereits am 18.04.2026 berichtete aktien.news, dass Revival Gold sein Goldprojekt Mercur in Utah stärker in den Fokus rückt. CEO Hugh Agro sprach damals in einem gesponserten Videointerview mit Devan Murugan, Video-Moderator des Bergbau-Fachmediums The Northern Miner, über die Perspektiven des Projekts. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die bedeutende Geschichte von Mercur als ehemals produzierender Goldstandort.
Am 15.07.2026 meldete aktien.news erste Bohrergebnisse aus dem diesjährigen Explorationsprogramm auf dem Goldprojekt Mercur. Das Unternehmen hatte bislang 7.400 Meter in 74 Bohrlöchern des für dieses Jahr geplanten 18.000 Meter umfassenden Bohrprogramms abgeschlossen. Zu den Highlights der ersten dreizehn Reverse-Circulation-Bohrlöcher in den Gebieten South Mercur und Main Mercur zählte Bohrloch RM26-204, das 1,65 Gramm pro Tonne Gold über eine Breite von 30,5 Metern in einer Tiefe von 128 Metern durchteufte.
Am 20.04.2026 berichtete aktien.news über erste Bohrergebnisse aus dem Joss-Gebiet des Projekts Beartrack-Arnett in Idaho. Im Mittelpunkt stand Bohrloch BT26-252D, das in einer 100-Meter-Erweiterung in Richtung Süden abgeteuft wurde und hochgradige Mineralisierungen mit 5,4 g/t Gold durchteufte. Am 07.10.2026 folgte die Meldung erfolgreicher Keilbohrungen im Zielgebiet Joss, die nach Unternehmensangaben die allgemeine Kontinuität der mineralisierten Strukturen stützen.
Das Update markiert einen Zwischenstand auf dem Weg zur Machbarkeitsstudie
Für Anleger ist das Update ein Zwischenstand auf dem Weg zur Preliminary Feasibility Study. Das Unternehmen nennt konkrete Meilensteine: die Fertigstellung des aktualisierten MRE und der PFS sowie die mögliche Einreichung der NOI bis Ende Q1 2027. Die metallurgischen Ergebnisse zeigen zugleich technische Unsicherheiten: Zwar schnitten zementagglomerierte Säulen besser ab, Komposite mit erhöhtem Schwefel- und Kohlenstoffgehalt blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Solche Ergebnisse fließen in die Auslegung des Heap-Leaching-Prozesses ein und können die Wirtschaftlichkeit des Projekts beeinflussen.
Revival Gold ist ein Explorations- und Entwicklungsunternehmen ohne laufende Produktion. Der Aktienkurs reagierte zuletzt mit einem Plus von 11,27 Prozent auf 0,63 auf die Meldung. Anleger sollten beachten, dass Genehmigungsverfahren und Machbarkeitsstudien Zeit benötigen und Ergebnisse von Bohrungen und metallurgischen Tests nicht garantiert auf die spätere Wirtschaftlichkeit eines Bergwerks übertragbar sind. Dies ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Die vollständigen Testergebnisse und die NOI-Einreichung stehen im Q1 2027 an
Die vollständigen Ergebnisse der 18 abgeschlossenen Säulenlaugungstests werden später in diesem Monat erwartet. Die Ergebnisse der 11 zusätzlichen Säulenlaugungstests sollen im Q1 2027 vorliegen. Ebenfalls im Q1 2027 plant das Unternehmen die Einreichung des NOI-Entwurfs an die Utah Division of Oil Gas & Mining. Die Genehmigung für die Überarbeitung der bestehenden LMO-Genehmigung wird innerhalb von etwa zwölf Monaten nach Einreichung der NOI erwartet. Parallel laufen geotechnische Felduntersuchungen für das HLF-Fundament, die Pit-Böschungen und die Trade-off-Studie zum Prozessbecken.
Diese Fachbegriffe aus dem Bergbaubericht sollten Anleger einordnen können
- Mineral Resource Estimate (MRE): Eine Schätzung der im Boden vermuteten oder nachgewiesenen Mineralmenge auf Basis geologischer Daten.
- Preliminary Feasibility Study (PFS): Eine vorläufige Machbarkeitsstudie, die technische und wirtschaftliche Eckdaten eines Bergbauprojekts bewertet.
- Heap Leaching: Ein Verfahren, bei dem zerkleinertes Erz auf einer Halde mit einer Lauge behandelt wird, um Gold herauszulösen.
- Notice of Intention (NOI): Eine Absichtserklärung, mit der ein Unternehmen ein formales Genehmigungsverfahren für ein Bergbauprojekt einleitet.
