ANZEIGE

Repsol warnt: 90% der Rohöllieferungen erfüllen EU-Methanvorschriften nicht

Der spanische Energiekonzern rechnet damit, dass nur 10 bis 15 Prozent seiner Lieferungen die neuen Anforderungen ab Januar erfüllen.

•• 3 Min
Repsol warnt: 90% der Rohöllieferungen erfüllen EU-Methanvorschriften nicht

Der spanische Energiekonzern Repsol SA hat am Donnerstag mitgeteilt, dass voraussichtlich 90 Prozent seiner Rohöllieferungen die neuen Anforderungen der Europäischen Union an Methanemissionen nicht erfüllen werden. Diese Regelung tritt bereits im Januar in Kraft. Das Unternehmen rechnet damit, die Vorgaben zunächst nur für einen Bruchteil seiner Bezüge nachweisen zu können.

Wie der stellvertretende Chief Executive Officer Luis Cabra erklärte, schließt Repsol weiterhin Rohöllieferverträge ab, auch wenn sich die Lieferanten weigern, die nach der Verordnung erforderlichen Informationen bereitzustellen. Die Einhaltung der Methananforderungen hat das Unternehmen für den Zeitraum ab Januar bislang nur für etwa 10 bis 15 Prozent seiner Rohöllieferungen bestätigt. Cabra zufolge schließt Repsol die Verträge bewusst ohne entsprechende Compliance-Klauseln ab.

Versorgungssicherheit gegen Regulierung

Als Begründung führt der Manager an, dass ein Unterlassen dazu führen würde, dass die Raffinerien des Konzerns nicht mehr ausreichend mit Rohstoffen versorgt wären. „Ja, ich tue das“, sagte Cabra in einem Interview. „Ich muss das tun. Andernfalls werde ich die Raffinerie am 1. Januar 2027 stilllegen müssen.“ Der Konzern stehe damit vor einem Zielkonflikt zwischen der Einhaltung der Umweltvorgaben und der Aufrechterhaltung des Betriebs.

Ab dem 1. Januar müssen Importeure nachweisen, dass das in die EU eingeführte Rohöl, Erdgas und die eingeführte Kohle unter Überwachungs-, Berichts- und Verifizierungsstandards gefördert wurden. Diese Standards zielen darauf ab, Methanemissionen zu reduzieren. Methan ist ein Treibhausgas, das in den ersten 20 Jahren nach seinem Eintritt in die Atmosphäre etwa 80-mal mehr Wärme bindet als Kohlendioxid. Die Regelung betrifft damit einen klimapolitisch besonders relevanten Faktor der fossilen Energieförderung.

Widerstand auf politischer Ebene

Auf politischer Ebene regt sich Widerstand gegen das Vorhaben. Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb in diesem Monat an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und schlug eine mögliche Verschiebung der Anforderungen um ein Jahr vor. Mehr als ein Dutzend EU-Mitgliedstaaten haben ebenfalls eine Verzögerung beantragt.

Die Europäische Kommission hatte im Juli empfohlen, dass die Mitgliedstaaten drei Jahre lang auf die Verhängung finanzieller Strafen bei Verstößen gegen die Verordnung verzichten sollten, um die Versorgungssicherheit zu schützen. Die grundlegenden Anforderungen bleiben jedoch bestehen. Genau darin sieht Cabra ein Problem, weil Unternehmen befürchten müssten, dennoch rechtlichen Herausforderungen gegenüberzustehen. „Das Nichtverhängen von Strafen bedeutet immer noch, dass man nicht konform ist“, sagte er. „Jemand wird vor Gericht gehen und sagen: ‚Diese Leute importieren Rohöle, die nicht mit einer bestehenden Verordnung konform sind‘.“

Repsol habe die Behörden schriftlich darüber informiert, dass es seine gesetzlichen Rechte vorbehalte, falls es wegen Nichtkonformität zur Rede gestellt werde, so Cabra. Das Unternehmen sei bereit, Regulierungsbehörden anzufechten, falls es vor Gericht gezogen werde, da es die Anforderungen für unmöglich erfüllbar halte.

Technische Grenzen der Raffinerien

Ein Teil der Schwierigkeit resultiert aus der Zurückhaltung der Rohöllieferanten, ihre Standardverträge zu ändern. Einige Verkäufer würden keine Klauseln hinzufügen, die sie verpflichten würden, die Methaninformationen bereitzustellen, die Repsol benötigt, um die EU-Vorschriften einzuhalten. Ohne diese Daten lässt sich die Konformität nicht belegen.

Hinzu kommen technische Restriktionen: Die fünf spanischen Raffinerien des Unternehmens sind darauf ausgelegt, größere Mengen schwereren Rohöls zu verarbeiten, einschließlich Sorten aus Amerika wie solchen aus Venezuela. Ein Wechsel zu leichteren Sorten würde die Margen schmälern und wäre in einigen Fällen für die Anlagen nicht geeignet. Für deutsche Anleger und Marktbeobachter zeigt der Fall, wie stark regulatorische Vorgaben die Rohstoffbeschaffung und damit die Rentabilität europäischer Raffineriekapazitäten beeinflussen können.

Die Energieminister der EU sollen sich nächste Woche in Dublin zu einem informellen Treffen zusammenfinden. Erschwinglichkeit und Sicherheit der Energieversorgung gehören dabei zu den diskutierten Themen.

RepsolEu-MethanvorschriftenRohöllieferungenMethanemissionenRaffinerieLuis CabraEnergieversorgungEuropäische Union

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.