ANZEIGE

EU warnt Hauptstädte: Energiekrise stärkt rechtspopulistische Parteien

Energiekommissar Jørgensen fordert Unterstützung für Millionen Europäer, die zwischen Heizen und Essen wählen müssen.

•• 4 Min
EU warnt Hauptstädte: Energiekrise stärkt rechtspopulistische Parteien

Der Energiekommissar der Europäischen Union, Dan Jørgensen, hat die Hauptstädte der Mitgliedstaaten eindringlich aufgefordert, die Erschwinglichkeitskrise im Energiesektor entschlossen anzugehen. Andernfalls drohten rechtspopulistische und extreme Rechte Parteien weiter an Boden zu gewinnen. Zugleich warnte er, Europa stehe der "schlimmste Winter" bei den Energiepreisen seit 2022 bevor.

Brüssel führt nach Angaben aus dem Bericht der Financial Times zugleich Gespräche mit den USA, um einen "freien Durchfluss" von Diesel aufrechtzuerhalten. Hintergrund ist, dass Präsident Donald Trump mit Lieferstopps gedroht hat. Die Warnung Jørgensens fällt in eine Phase, in der die Energiepreise in Europa deutlich gestiegen sind – eine Entwicklung, die aus Russlands Invasion der Ukraine im Jahr 2022 und der anhaltenden Krise im Nahen Osten resultiert, die die globalen Öl- und Gasmärkte unter Druck setzt.

Jørgensen bezifferte das Ausmaß der Not mit drastischen Worten. "Wir haben Millionen von Bürgern, die am Ende des Monats im Grunde genommen vor der Wahl stehen, zwischen Erfrieren oder Hunger, weil sie die Rechnungen nicht bezahlen können", sagte er gegenüber der FT. "Wir können das nicht akzeptieren; wir müssen dies äußerst ernst nehmen." Er fügte hinzu: "Das ist die Realität für fast 50 Millionen Menschen in Europa gerade jetzt. Daher denke ich, dass wir mehr tun müssen, um diese Probleme zu lösen."

Warnung an die Energieminister

Der Kommissar kündigte an, er werde den EU-Energieministern bei einer Zusammenkunft in der kommenden Woche unmissverständlich klarmachen: "Sie müssen handeln, wir müssen handeln." Die Europäische Kommission sei bereit, "Flexibilität" in ihren Vorschriften zu gewähren, damit die Hauptstädte die Preisdruckbelastungen für Haushalte und Unternehmen abmildern können. Jørgensen betonte jedoch, dass alle Maßnahmen im Einklang mit dem langfristigen Übergang weg von der Abhängigkeit des Kontinents von importierten fossilen Brennstoffen stehen müssten.

Die politische Dimension der Krise ist für den Kommissar unmittelbar mit der demokratischen Stabilität Europas verbunden. "Damit unsere Demokratien in Zukunft funktionieren und damit auch politisch fundamentale demokratische Parteien in Zukunft die Macht innehaben und nicht den Populisten überlassen wird, ist es wichtig, dass wir uns mit den realen Herausforderungen auseinandersetzen, denen die Menschen gegenüberstehen", sagte er. "Wenn sich die Menschen die grundlegendsten Bedürfnisse, die sie haben, nicht leisten können, und wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Lebensstandard sinkt . . . [dann] ist dies einfach ein düsteres Zukunftsbild, das ihnen gemalt wird."

Für deutschen Anleger und Bürger ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz: Extreme Rechte Parteien wie die Alternative für Deutschland und Frankreichs Rassemblement National werfen den regierenden Regierungen vor, die steigenden Lebenshaltungskosten in Europa nicht ausreichend bekämpft zu haben. Solche Parteien gewinnen laut dem Bericht in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und vielen weiteren EU-Ländern an Popularität. Der Bericht nennt zudem die geschätzten Zehnmillionen Menschen, die vor der Wahl stünden, entweder für Lebensmittel oder für Heizung zu bezahlen.

Spanien schlägt Kompromiss bei "Made in Europe" vor

Neben der Energiekrise beschäftigt die EU auch die Frage der europäischen Industriepolitik. Spanien hat einen innovativen Umgehungsweg für das Dilemma "Made in Europe" vorgeschlagen, das die Mitgliedstaaten gegeneinander ausspielt. Der Industrial Accelerator Act (IAA) der EU soll die strategischen Sektoren Europas – von Elektroautos bis hin zu Net-Zero-Technologien – vor chinesischer Überkapazität schützen und die europäischen Industrien stärken und wiederherstellen. Die Hauptstädte können sich jedoch nicht darauf einigen, was als "Europa" zählt. Frankreich ist der Ansicht, dass "Made in Europe" die 27 EU-Mitglieder priorisieren sollte, während Deutschland Handelspartner einbeziehen möchte.

Spaniens dritter Weg sieht einen "Drei-Schichten-Mechanismus" zur Definition von Ländern vor. Schicht eins würde die EU umfassen, Schicht zwei Länder des Europäischen Wirtschaftsraums und "vertrauenswürdige Partner" wie das Vereinigte Königreich, und Schicht drei andere Länder, die ein Freihandelsabkommen mit dem Block haben. Der europäische Status – und der Zugang zu öffentlichen Aufträgen und Subventionen – würde je nach Sektor auf die ersten beiden Schichten aufgeteilt. Ein Beispiel: Einige Komponenten von Batterien sollten zwar aus EU-Mitgliedsländern stammen, mehr könnten aber auch aus vertrauenswürdigen Partnern in Schicht zwei kommen. Schicht drei würde "zusätzliche Flexibilität" bieten, wo Lieferketten nicht genügend der erforderlichen Technologie bereitstellen.

Die Minister waren damit beschäftigt, die Diagramme des Papiers zu verdauen, wobei einer sagte, der sektorale Ansatz habe "Substanz", auch wenn er zu komplex sei. Industriekommissar Stéphane Séjourné sagte zu den spanischen Vorschlägen: "Die Dinge konvergieren auf positive Weise." Er ergänzte: "Der Grund, warum wir den IAA aufgebaut haben, verschärft sich Tag für Tag: unfaire Konkurrenz aus China. Es ist also ein guter Anlass, die Angelegenheit zu beschleunigen und Konsens zu finden."

Ergänzend berichtet die FT, dass Brüssel das Vereinigte Königreich angewiesen hat, die Zölle auf chinesische Autos zu erhöhen und sich enger an der EU-Handelspolitik auszurichten, um "Made in Europe"-Hürden zu vermeiden. Russland hat unterdessen neue Steuererhöhungen angekündigt, während es versucht, eine wachsende Haushaltslücke zu schließen, die durch seinen Krieg in der Ukraine verursacht wurde. Die Anzahl der Schiffe unter russischer Flagge ist um mehr als ein Drittel gestiegen, da Moskau einen mutigeren Ansatz verfolgt, um den Öl- und Gasfluss aufrechtzuerhalten.

EnergiekriseEu EnergiepreiseDan JørgensenRechtspopulismus EuropaMade In EuropeIndustrial Accelerator ActErschwinglichkeitskriseEnergiekommissar

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.