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Ölpreise steigen nach Rückgang der US-Vorräte

Kurdische Exporte stocken, Chevron darf in Venezuela nur begrenzt liefern

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Ölpreise steigen nach Rückgang der US-Vorräte

Die Ölpreise haben ihre Gewinne am Mittwoch ausgeweitet, nachdem neue Daten einen Rückgang der US-Rohölvorräte zeigten und damit die Erwartung einer Angebotsverknappung im Markt stärkten. Brent-Futures stiegen um 19 Cent oder 0,3 Prozent auf 67,82 Dollar je Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate um 21 Cent oder ebenfalls 0,3 Prozent auf 63,62 Dollar kletterte. Bereits am Vortag hatten beide Referenzsorten um mehr als einen Dollar je Barrel zugelegt.

Grund für den Anstieg war unter anderem das Ausbleiben eines Abkommens zur Wiederaufnahme der Ölexporte aus der kurdischen Region im Irak. Dort ist die Pipeline-Lieferung in die Türkei seit März 2023 gestoppt. Ein eigentlich angestrebter Deal zwischen der irakischen Zentralregierung, der kurdischen Regionalverwaltung und beteiligten Ölkonzernen stockte, weil Produzenten Garantien für die Rückzahlung von Schulden verlangten. Über die Leitung könnten rund 230.000 Barrel pro Tag exportiert werden.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Preise auf absehbare Zeit gestützt bleiben, jedoch in einer gewissen Spanne schwanken dürften. Neben den Unsicherheiten im Irak wirken sich auch anhaltende Lieferunterbrechungen aus Russland preistreibend aus. Gleichzeitig begrenzt die Unklarheit über die Zinspolitik der US-Notenbank den Spielraum für weitere Kursgewinne.

Nach Angaben des American Petroleum Institute gingen die US-Rohölbestände in der Woche bis zum 19. September um 3,82 Millionen Barrel zurück. Auch die Benzinvorräte schrumpften um 1,05 Millionen Barrel, während die Destillatlager um 518.000 Barrel zunahmen. Händler warteten auf die offiziellen Daten der US-Regierung, die am Mittwoch veröffentlicht werden sollten. Erwartet wurde ein Anstieg sowohl bei den Rohöl- als auch bei den Benzinbeständen sowie ein Rückgang bei den Destillaten.

Weitere Anzeichen einer Angebotsverengung ergaben sich aus der Situation in Venezuela. Dort produziert der US-Konzern Chevron gemeinsam mit Partnern täglich etwa 240.000 Barrel Rohöl. Nach neuen Vorgaben kann jedoch nur rund die Hälfte dieser Menge exportiert werden. Im Juli hatte Chevron eine Genehmigung für den Betrieb in dem von Sanktionen betroffenen Land erhalten. Durch die Regelungen wird jedoch weniger von dem dort geförderten schweren, schwefelhaltigen Rohöl die USA erreichen.

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