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Microsoft erwägt Abspaltung von Xbox – alle Optionen offen

Laut einem Bericht von „The Information" prüft Microsoft eine Umstrukturierung der Xbox-Sparte, inklusive Abspaltung oder Joint Venture.

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Microsoft erwägt Abspaltung von Xbox – alle Optionen offen

Microsoft denkt offenbar ernsthaft über eine grundlegende Neuausrichtung seiner Xbox-Spielesparte nach. Wie das Fachmedium „The Information" berichtet, prüft der Windows-Konzern verschiedene Optionen – darunter eine vollständige Abspaltung der Gaming-Einheit sowie die Gründung eines Joint Ventures mit externen Partnern. Eine unmittelbare Umstrukturierung stehe zwar nicht bevor, doch alle Optionen lägen auf dem Tisch.

Der Hintergrund der Überlegungen ist eine anhaltende Schwächephase bei Xbox. Microsofts Strategie, auf Abonnements und Cloud-Gaming zu setzen, konnte den Rückgang der Konsolenverkäufe und den Mangel an Blockbuster-Titeln bislang nicht ausgleichen. Die Sparte kämpft seit Jahren darum, im hart umkämpften Gaming-Markt profitabel zu wachsen.

Mögliche Blaupause: LinkedIn und GitHub als Vorbild

Als mögliches Modell für eine Neustrukturierung nennt der Bericht Microsofts Umgang mit anderen Beteiligungen. Das Karrierenetzwerk LinkedIn und die Software-Entwicklungsplattform GitHub betreibt Microsoft als hundertprozentige Tochtergesellschaften mit eigenem operativem Spielraum. Dieses Modell könnte auch für Xbox angewendet werden und würde einen möglichen späteren Verkauf des Gaming-Geschäfts erleichtern.

Parallel zur strategischen Neuausrichtung plant die neue Führungsspitze der Gaming-Sparte offenbar eine Offensive bei der Spieleentwicklung. Asha Sharma, die im Februar die Leitung von Xbox übernahm, will die Ausgaben erhöhen, um die Entwicklung neuer Titel aus den bekanntesten Franchises des Konzerns zu beschleunigen. Dazu zählen Kultmarken wie „Halo", „Fallout" und „The Elder Scrolls".

Nadella und Hood geben grünes Licht für höhere Spielebudgets

Microsoft-CEO Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood haben Sharmas Plan bereits zugestimmt, die Ausgaben für die Entwicklung von Top-Spielen für das im Juli beginnende Geschäftsjahr zu erhöhen. Das Budget sei jedoch noch nicht endgültig festgelegt und könne sich noch ändern, heißt es in dem Bericht weiter.

Gleichzeitig zeichnen sich bei Xbox auch schmerzhafte Einschnitte ab. Bloomberg News berichtete am Mittwoch, dass Xbox für den nächsten Monat einen massiven Stellenabbau sowie erhebliche Kürzungen bei Marketing- und anderen Budgets plane. Dies würde die erste größere Umstrukturierung unter der neuen Chefin Sharma darstellen.

Microsoft selbst äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters reagierte der Konzern nicht sofort. Für Anleger und Beobachter bleibt die Frage offen, wie Microsoft die Xbox-Sparte langfristig positionieren will – zwischen strategischer Eigenständigkeit, Partnerschaft oder einem möglichen Verkauf.

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