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Paramount-WBD-Fusion: US-Justizministerium erteilt grünes Licht

Das US-Justizministerium genehmigt die rund 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance.

Paramount-WBD-Fusion: US-Justizministerium erteilt grünes Licht

Das US-Justizministerium hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance kartellrechtlich genehmigt. Damit ist eine der wichtigsten regulatorischen Hürden für das rund 110 Milliarden Dollar schwere Megadeal auf Bundesebene gefallen. Die Paramount-Aktie reagierte positiv und stieg im nachbörslichen Handel um rund 3 Prozent.

Ein Sprecher von Paramount erklärte in einer offiziellen Stellungnahme, das Unternehmen sei „dankbar für die gründliche Prüfung dieser Transaktion durch das Justizministerium sowie für die Arbeit der anderen Behörden, die ihre Prüfungen abgeschlossen und bisher die Genehmigung erteilt haben". Zuerst hatte das Nachrichtenportal Politico über die Bundesgenehmigung berichtet.

Wichtiger Meilenstein, aber noch offene Fragen

Trotz der Freigabe durch das Justizministerium ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern. Rechtliche Anfechtungen durch Generalstaatsanwälte einzelner US-Bundesstaaten bleiben weiterhin möglich. Besonders der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta steht dem Vorhaben kritisch gegenüber: Sein Büro teilte mit, dass das Geschäft „weiterhin vom kalifornischen Justizministerium untersucht" werde.

Paramount-CEO David Ellison hatte Investoren während der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen im April in Aussicht gestellt, die Transaktion planmäßig bis September abzuschließen. Ab diesem Zeitpunkt würde eine sogenannte „Ticking Fee" – eine Bereitstellungsgebühr – anfallen, die den Deal für Paramount zunehmend teurer machen würde. Dieser Zeitdruck erhöht das Interesse aller Beteiligten an einem zügigen Abschluss.

Das steckt hinter dem 110-Milliarden-Dollar-Deal

Ende Februar hatte Paramount ein Angebot von 31 US-Dollar je Aktie für alle Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery unterbreitet. Zum WBD-Portfolio gehören namhafte Kabelfernsehsender wie CNN und TBS, das traditionsreiche Filmstudio Warner Bros. sowie die Streaming-Plattform HBO Max. Das Angebot folgte auf mehrere vorangegangene Offerten und machte gleichzeitig ein alternatives Geschäft mit Netflix zunichte, das ursprünglich die Übernahme der Streaming- und Film-Assets von WBD durch den Streamingriesen vorsah.

Die WBD-Aktionäre haben der geplanten Fusion bereits zugestimmt, was einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Vollzug des Deals darstellt. Damit ist die Transaktion auf Aktionärsseite abgesichert.

Europäische und australische Regulierer im Blick

Auf internationaler Ebene laufen die Prüfungen noch. Die Europäische Union hat Anfang dieser Woche ihre Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses aufgenommen und eine Frist bis zum 14. Juli für die Begutachtung gesetzt. Parallel dazu konnte Paramount bereits einen Erfolg verbuchen: Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (Australian Competition and Consumer Commission) hat dem Geschäft laut einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht vom Mittwoch ebenfalls zugestimmt.

Für deutsche Anleger und Medienbeobachter ist die Fusion von besonderer Bedeutung, da ein erfolgreich vollzogener Zusammenschluss einen der größten Medienkonzerne der Welt entstehen lassen würde – mit weitreichenden Auswirkungen auf den globalen Streaming- und Unterhaltungsmarkt.

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