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US-Justizministerium genehmigt 110-Milliarden-Deal von Paramount und Warner Bros.

Die Kartellbehörde erteilt grünes Licht ohne Auflagen – ein historischer Zusammenschluss der Medienbranche rückt näher.

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US-Justizministerium genehmigt 110-Milliarden-Deal von Paramount und Warner Bros.

Das US-Justizministerium (DOJ) hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance im Wert von rund 110 bis 111 Milliarden US-Dollar kartellrechtlich genehmigt. Laut einem Bericht von Politico, der sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, erfolgte die Freigabe vollständig ohne Auflagen. Die Märkte reagierten prompt: Die Aktien von Warner Bros. legten nach Börsenschluss am Freitag um 0,4 Prozent zu, während die Papiere von Paramount Skydance um 3,8 Prozent stiegen.

Die bedingungslose Genehmigung räumt das wichtigste regulatorische Hindernis auf Bundesebene aus dem Weg. Indem die Behörde weder Veräußerungen noch Verhaltensauflagen forderte, signalisierte sie, dass keine strukturellen Wettbewerbsbedenken vorlagen, die eine Intervention gerechtfertigt hätten. Der Bericht von Politico wurde von Newsmax und Quiver Quantitative bestätigt, die sich ebenfalls auf informierte Kreise beriefen. Eine offizielle Pressemitteilung des DOJ lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor.

Größter Medienzusammenschluss seit Jahren

Für Paramount Skydance ist das Ergebnis ein bedeutender Sieg. Das Unternehmen hatte Monate damit verbracht, die regulatorische Prüfung eines Deals zu durchlaufen, der zwei der traditionsreichsten Unterhaltungs-Franchises Hollywoods unter einem Konzerndach vereinen würde. Ein fusioniertes Unternehmen aus Paramount und Warner Bros. Discovery würde ein umfangreiches Portfolio kontrollieren, das Filmstudios, Kabelnetze und Streaming-Plattformen umfasst.

Der Weg zur Freigabe verlief nicht ohne Reibungen. Paramount Skydance hatte Netflix öffentlich beschuldigt, zu versuchen, „Regulierungsbehörden und andere Interessengruppen gegen die Transaktion mit Warner Bros. Discovery aufzuhetzen". Dies verdeutlicht, wie intensiv konkurrierende Streaming-Plattformen das Schicksal des Deals verfolgten – und welche direkten wettbewerblichen Konsequenzen der Zusammenschluss für die gesamte Branche hätte.

Politischer Widerstand von Senator Warren

Nicht alle begrüßen die Entscheidung. US-Senatorin Elizabeth Warren kritisierte die gemeldete Genehmigung scharf und bezeichnete sie als „schreckliche Nachricht" für die US-Öffentlichkeit. „Dies ist eine schreckliche Nachricht für jeden Amerikaner, der nicht möchte, dass mit Trump verbündete Milliardäre kontrollieren, was sie sehen und wie viel sie bezahlen", schrieb Warren auf X. Sie forderte die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten auf, das Geschäft zu blockieren, und erklärte: „Der Paramount-Warner-Bros.-Deal stinkt nach Korruption und Vetternwirtschaft. Dieser Kampf ist noch nicht vorbei."

Weder Paramount Skydance noch Warner Bros. Discovery hatten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung offizielle Erklärungen zur DOJ-Freigabe abgegeben. Ein bestätigter Zeitplan für den endgültigen Abschluss des Deals wurde ebenfalls nicht bekannt gegeben.

Konsolidierungswelle in der Medienbranche

Für den globalen Mediensektor unterstreicht der Fortschritt des Deals eine breitere Konsolidierungswelle. Etablierte Studios versuchen, die notwendige Größe zu erreichen, um mit den Streaming-Giganten Netflix, Disney und Amazon konkurrieren zu können. Sollten die verbleibenden regulatorischen Schritte – darunter möglicherweise Prüfungen auf Ebene der US-Bundesstaaten – reibungslos verlaufen, würde das fusionierte Unternehmen die Wettbewerbslandschaft der Unterhaltungsbranche grundlegend neu gestalten.

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