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Krypto-Diebstahl 2024: Verdopplung der Verluste

Hacker nutzen höhere Kryptopreise und Schwachstellen in Sicherheitsvorkehrungen aus.

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Krypto-Diebstahl 2024: Verdopplung der Verluste

Cyberkriminelle haben im ersten Halbjahr 2024 signifikant mehr Kryptowährungen erbeutet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Bericht der Blockchain-Forschungsfirma TRM Labs zeigt, dass bis zum 24. Juni weltweit Kryptowährungen im Wert von 1,38 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden. Im gleichen Zeitraum 2023 betrug der Wert der gestohlenen Kryptowährungen 657 Millionen US-Dollar.

Einige wenige große Angriffe waren für den Großteil der gestohlenen Gelder verantwortlich. Etwa 70 Prozent der gestohlenen Summe wurden bei nur fünf großen Raubüberfällen erbeutet. Zudem stahlen Hacker im ersten Halbjahr pro Angriff im Durchschnitt mehr als im Vorjahr. Die Cyberkriminellen nutzten dabei vor allem die privaten Schlüssel und Seed Phrases ihrer Opfer. Private Schlüssel sind geheime Codes, die bei Transaktionen mit Kryptowährungen verwendet werden, um das Eigentum zu bestätigen. Seed Phrases sind Folgen von zufälligen Wörtern, die zur Wiederherstellung oder zum Zugang zu einer Kryptowallet notwendig sind.

Der bislang größte Diebstahl in diesem Jahr ereignete sich im Mai und betraf die Kryptobörse DMM Bitcoin. Durch einen Hack verlor die Börse 4500 Bitcoin, was mehr als 300 Millionen Dollar entspricht. Auch bei diesem Angriff wurden wahrscheinlich gestohlene private Schlüssel verwendet. Eine weitere Technik, die von den Kriminellen angewendet wurde, ist die sogenannte Adressvergiftung. Hierbei wird die Adresse einer Kryptowallet nachgeahmt, um die Opfer zu verwirren und sie dazu zu bringen, Geld an die falsche Adresse zu senden.

TRM Labs stellte fest, dass es keine grundlegenden Änderungen bei den Sicherheitsvorkehrungen in der Kryptowelt gegeben habe. Allerdings gab es Unterschiede bei den Kryptopreisen, die im ersten Halbjahr 2024 im Schnitt höher waren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Historisch gesehen war der schwerwiegendste Fall eines Hackerangriffs auf die Kryptobörse Mt. Gox. Diese wurde 2011 gehackt und meldete 2014 Insolvenz an. Mt. Gox war damals einer der größten Kryptohandelsplätze weltweit. Insgesamt wurden bis zu 950.000 Bitcoin gestohlen, die heute einen Wert von mehr als 54 Milliarden Dollar hätten.

Die Methoden der Kriminellen sind vielfältig und umfassen neben dem Diebstahl privater Schlüssel und Seed Phrases auch Geldwäsche, Erpressung und Betrug durch falsche Liebesbeziehungen. Kryptowährungen werden somit zu verschiedenen illegalen Zwecken genutzt, was die Notwendigkeit für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und Aufklärung in der Kryptowelt deutlich macht.

Kryptounternehmen bleiben ein bevorzugtes Ziel für Hacker- und Cyberangriffe. Trotz der wachsenden Bedrohung scheint es, dass die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen in vielen Fällen noch nicht ausreichend sind, um diese Angriffe effektiv zu verhindern.

KryptowährungenCyberangriffBitcoin

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