ANZEIGE

Kraft Heinz: Traditionsmarken für preisbewusste Käufer erschwinglich halten

CEO Steve Cahillane setzt auf Rabatte, kleinere Packungen und Qualität als Strategie gegen den Trend zu Eigenmarken.

•• 4 Min
Kraft Heinz: Traditionsmarken für preisbewusste Käufer erschwinglich halten

Die jahrelang hohen Inflationsraten haben die Haushaltsbudgets in den gesamten Vereinigten Staaten unter Druck gesetzt. Steigende Kosten für Grundbedürfnisse wie Benzin und Lebensmittel haben zu einem Wandel in der Wahrnehmung von Wertigkeit durch Verbraucher im Supermarkt beigetragen. Neue Untersuchungen von McKinsey zeigen, dass sich immer mehr Amerikaner von Markenprodukten abwenden und stattdessen zu günstigeren Eigenmarken oder Hausmarken greifen.

Für Steve Cahillane, CEO von Kraft Heinz, erfordern diese Veränderungen auf dem Markt einen strategischen Wandel. „Wir können uns nicht einfach darauf verlassen, über eine starke Marke zu verfügen und anzunehmen, dass das ausreicht“, sagte er in einem Interview auf einer Tomatenfarm in Woodland, Kalifornien, im Rahmen der NBC-Initiative „Business in America“. „Den Verbrauchern stehen pro Monat nur begrenzte Dollar für ihren Lebensmittelposten zur Verfügung, daher müssen Sie jeden Tag aufs Neue das Recht verdienen, in ihren Einkaufskorb aufgenommen zu werden.“

Der Aufstieg der Eigenmarken

In den letzten Jahren haben Hausmarken ihre traditionellen Assoziationen mit geringerer Qualität abgelegt. Sie haben vorübergehende „Downgrade“-Trends bei den Konsumenten aufgefangen. Heute sind sich laut McKinsey 85 Prozent der Verbraucher sicher, dass private Label-Produkte im Lebensmittelbereich genauso gut oder sogar besser sind als solche von etablierten Marken.

Kraft Heinz vertreibt mehr als 200 Marken, darunter viele household names wie Heinz Ketchup, Kraft Mac & Cheese, Oscar Mayer Fleischwaren, Capri-Sonst Getränke, Miracle Whip Aufstrich, Velveeta, Philadelphia Frischkäse und Kool-Aid. Doch derzeit ist es eine herausfordernde Zeit, im Geschäft mit markengebundenen Lebensmitteln tätig zu sein. Im vergangenen Jahr waren die Nettoverkäufe von Kraft Heinz in Nordamerika gegenüber 2024 um etwa fünf Prozent rückläufig.

Als Cahillane im Januar den Vorsitz als CEO übernahm, war er damit beauftragt, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Ein Teil dieser Strategie besteht darin, werbliche Rabatte strategischer einzusetzen. „Wir arbeiten mit unseren Handelspartnern zusammen, um sicherzustellen, dass wir zu Monatsbeginn, wenn die Verbraucher ihre großen Einkäufe tätigen, durchweg attraktive Angebote präsentieren“, erklärte er.

Verbraucher verfügen im Allgemeinen zu Monatsbeginn über eine höhere Kaufkraft, wenn staatliche Leistungen wie SNAP ausgezahlt werden, Gehaltschecks eintreffen und die monatlichen Budgets neu festgelegt werden. „Werbemaßnahmen können ein effektives Mittel sein, um den initialen Kaufanreiz zu schaffen“, sagte Erin Lash, Senior Director of Consumer Equity Research bei Morningstar.

Die Risiken von Rabattaktionen

Aber auch Werbekampagnen können neue Herausforderungen mit sich bringen: Die Kunden dazu zu bringen, nach Ablauf des Angebots zurückzukehren. „Promotions können eine rutschige Ebene sein“, sagte Mark Mayer, außerordentlicher Professor für Marketing an der Indiana University und ehemaliger Markenmanager bei Kraft Foods. Wenn Kunden „Ihr Produkt nur dann kaufen, wenn sie es zum Sonderpreis erhalten“, dann verfehle die Promotion ihren Zweck.

Im Gegensatz zu Hausmarken benötigt ein Unternehmen wie Kraft Heinz eine Preisstrategie, die sowohl die Käufer anspricht als auch den Status der Marke schützt. „Im Allgemeinen ist es für etablierte Marken nicht ideal, primär über den Preis zu konkurrieren“, sagte Alexander Chernev, Professor für Marketing an der Kellogg School of Management der Northwestern University. Sofern ein Unternehmen nicht von Anfang an explizit als Discount-Marke positioniert ist, kann ein massiver Preisverfall die Identität der Marke untergraben. Dies gilt insbesondere für Legacy-Produkte, wie sie im Portfolio von Kraft Heinz zu finden sind.

Dies erfordert von Kraft Heinz einen schwierigen Balanceakt: Die Produkte erschwinglicher zu machen, ohne den Wert der Marken zu schmälern. Cahillane betonte, dass Kraft Heinz bei den Preisen nicht pauschal die Listenpreise senkt. Dies geschehe nur dort, wo die wirtschaftlichen Gegebenheiten es rechtfertigen.

Kleinere Packungen statt Shrinkflation

„Der größte Preisdurchbruch, bei dem wir die Preise senken, findet sich ganz bestimmt in unserem Kaffee-Geschäft“, das Marken wie Maxwell House und Gevalia umfasst. Ein Rückgang der globalen Kaffeepreise stärkt die wirtschaftliche Argumentation für Preissenkungen. Bis Mittwoch waren die Benchmark-Kaffee-Futures im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gefallen.

Kraft Heinz bietet zudem einige seiner Produkte in kleineren Verpackungsgrößen an. „Dies ist keine Shrinkflation“, so Cahillane, „sondern die Erkenntnis, dass eine 32-Unzen-Flasche Ketchup für manche Familien zu groß ist… Wir haben daher eine kleinere 8-Unzen-Flasche zu einem sehr erschwinglichen Preis im Sortiment.“ Diese Strategie wird auch von anderen großen Herstellern von verpackten Lebensmitteln genutzt, darunter PepsiCo, Campbell’s und Mondelez, die ihren Kunden günstigere Optionen anbieten wollen.

Letztlich müsse Kraft Heinz den Verbrauchern einen Grund geben, den vollen Preis zu zahlen, sagte Cahillane. Und zwar sei die Qualität das Kriterium, das den Aufpreis rechtfertige. „Wertigkeit bedeutet Erschwinglichkeit, aber sie beinhaltet auch die Lieferung der Produktqualität und die Einhaltung des Versprechens, das man den Verbrauchern macht“, sagte er. „Wenn sie Ihre Marke kaufen, erhalten sie einen Wert, für den sie bereit sind, zu bezahlen.“

Kraft HeinzSteve CahillaneEigenmarkenInflationPreisstrategieLebensmittelkonzernMarkenprodukteRabattaktionen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.