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Japans Wahlsieg und schwache Tech-Aktien prägen turbulente Börsenwoche

Nikkei durchbricht 58.000 Punkte, während Nasdaq 2 Prozent verliert und Ölpreise stagnieren

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Japans Wahlsieg und schwache Tech-Aktien prägen turbulente Börsenwoche

Eine ereignisreiche Woche an den globalen Finanzmärkten wurde von zwei gegensätzlichen Entwicklungen dominiert: Während japanische Aktien nach dem Erdrutschsieg von Premierministerin Sanae Takaichi auf Rekordhöhen kletterten, mussten US-Technologiewerte deutliche Verluste hinnehmen. Der Nasdaq Composite gab am Donnerstag um 2 Prozent nach, nachdem Cisco Systems enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt hatte.

Apple verzeichnete mit einem Minus von 5 Prozent den stärksten Tagesverlust seit den Turbulenzen nach der Zollankündigung im April 2025. Auch Transportaktien gerieten unter Druck und wurden zum jüngsten Opfer des KI-Disruptions-Trades, der zunehmend traditionelle Geschäftsmodelle in Frage stellt.

Takaichi-Sieg beflügelt japanische Märkte

Der triumphale Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei unter Führung von Sanae Takaichi sorgte für Euphorie an Japans Börsen. Der Nikkei durchbrach erstmals die Marke von 58.000 Punkten und setzte damit seine Rekordjagd fort. Die Supermehrheit im Unterhaus verschafft der Premierministerin einen starken politischen Rückhalt für ihre geplanten Reformen.

Bemerkenswert entwickelten sich auch japanische Staatsanleihen und der Yen, die monatelang unter Druck gestanden hatten. Der Yen steuert auf sein größtes Wochenplus seit über einem Jahr zu. Analysten vermuten, dass Investoren darauf setzen, dass Takaichi trotz ihrer angekündigten fiskalischen Großzügigkeit verantwortungsbewusst agieren wird. Allerdings warnen Experten vor verfrühter Euphorie, da Details zur Finanzierung der Ausgabenprogramme noch ausstehen.

Dollar unter Druck durch starken Yen

Der erstarkende Yen übte in dieser Woche erheblichen Abwärtsdruck auf den US-Dollar aus. Die anhaltende Schwäche des Greenback gegenüber Euro und Yuan passt zu den Ambitionen beider Wirtschaftsräume, ihren Währungen eine größere globale Rolle zu verschaffen. Lediglich am Donnerstag profitierte der Dollar von der Flucht in sichere Anlagen.

Die Zinsmärkte wurden durch widersprüchliche US-Konjunkturdaten durcheinandergewirbelt. Zunächst sorgten schwache Einzelhandelsumsätze im Dezember für steigende Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im April stieg auf fast 50 Prozent.

Diese Einschätzung kehrte sich jedoch nach überraschend starken Arbeitsmarktdaten für Januar um. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 130.000 – fast das Doppelte der Konsensprognose. Allerdings konzentrierte sich der Zuwachs auf Gesundheitswesen und Sozialhilfe, während massive Abwärtsrevisierungen für 2025 die Zahlen trübten.

Inflation bleibt Schlüsselfaktor für Fed-Politik

Experten stellen zunehmend die Frage, warum weitere Zinssenkungen erwartet werden, obwohl die Inflation über dem Fed-Zielwert von 2,0 Prozent liegt und Anzeichen für eine Aufheizung der Wirtschaftsaktivität erkennbar sind. Regierungen weltweit planen trotz hoher Schuldenlasten höhere Ausgaben, während Tech-Giganten eine Investitionsoffensive starten. Allein vier Unternehmen planen für 2026 Ausgaben von 650 Milliarden Dollar.

Die heute veröffentlichten Verbraucherpreisdaten werden genau unter die Lupe genommen, da sie wichtige Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed liefern könnten. Präsident Trump hatte gefordert, dass die US-Kreditkosten "die niedrigsten der Welt" sein sollten – ein Ziel, das angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen schwer erreichbar erscheint.

Ölmärkte von externen Faktoren dominiert

An den Energiemärkten bewegten sich die Ölpreise in einer engen Spanne und reagierten nur verhalten auf Nachrichten über US-iranische Verhandlungen. Der Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei Trump deutete auf eine Fortsetzung der Gespräche mit Teheran hin.

Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostizierte am Donnerstag ein langsameres Wachstum der weltweilen Ölnachfrage als bisher erwartet und bekräftigte ihre Prognosen eines erheblichen Angebotsüberhangs. Der Brent-Rohölpreis verharrt bei knapp 70 Dollar pro Barrel – ein Niveau, das nicht vollständig zu den physischen Fundamentaldaten zu passen scheint. Analysten sehen darin ein Zeichen dafür, dass externe, unvorhersehbare Kräfte zunehmend die Preisbildung dominieren.

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