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Japan erwartet 5,3% Anstieg beim Strombedarf bis 2035

Japans Stromnachfrage wird laut nationalem Netzkoordinator OCCTO bis 2035 um 5,3% steigen. Haupttreiber sind Rechenzentren und Halbleiterfabriken, während der Haushaltsverbrauch sinkt.

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Japan erwartet 5,3% Anstieg beim Strombedarf bis 2035

Die Organisation für die überregionale Koordination der Übertragungsnetzbetreiber Japans (OCCTO) prognostiziert einen deutlichen Anstieg des Stromverbrauchs im kommenden Jahrzehnt. Bis zum Geschäftsjahr 2035 soll die Stromnachfrage auf 846,13 Milliarden Kilowattstunden (kWh) steigen – ein Plus von 5,3% gegenüber den geschätzten 803,37 Milliarden kWh im Geschäftsjahr 2025.

Rechenzentren und Chipfabriken als Wachstumsmotoren

Der Haupttreiber dieser Entwicklung ist der rasant steigende Energiebedarf von Rechenzentren und Halbleiterproduktionsstätten. Allein diese beiden Sektoren werden voraussichtlich 56,8 Milliarden kWh zusätzlich verbrauchen. Die aktuelle Prognose liegt dabei leicht unter der letztjährigen Schätzung von 5,8% Wachstum.

Als Grund für die Korrektur nennt die OCCTO Verzögerungen bei Bauprojekten, Designänderungen und andere operative Herausforderungen in Rechenzentren. Diese Faktoren haben sowohl die geplanten Inbetriebnahmetermine als auch den Zeitpunkt der vollen Auslastung nach hinten verschoben.

Industrienachfrage steigt, Haushalte verbrauchen weniger

Bei der Betrachtung nach Sektoren zeigt sich ein deutliches Bild: Die industrielle Stromnachfrage wird im prognostizierten Zeitraum um 18,3% zunehmen. Im Gegensatz dazu wird der Stromverbrauch der Haushalte voraussichtlich um 5,7% zurückgehen.

Dieser Rückgang beim Haushaltsverbrauch ist auf zwei wesentliche Faktoren zurückzuführen: Japans schrumpfende Bevölkerung und deutliche Fortschritte bei der Energieeffizienz. Die demografische Entwicklung des Landes macht sich somit auch im Energiesektor bemerkbar.

Jährliche Anpassung der Prognosen

Die OCCTO aktualisiert ihren 10-Jahres-Ausblick zur Stromnachfrage jährlich auf Basis umfassender Umfragen unter den zehn größten japanischen Energieversorgern. Die leichten Abweichungen zur Vorjahresprognose – damals wurden 19,2% Industriewachstum und 5,4% Haushaltsrückgang erwartet – spiegeln die dynamische Entwicklung des Energiemarktes wider.

Für Investoren und Energieversorger sind diese Prognosen von zentraler Bedeutung, da sie die Grundlage für langfristige Infrastrukturinvestitionen und Kapazitätsplanungen bilden. Die steigende Nachfrage aus dem Technologiesektor unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung Japans als Standort für digitale Infrastruktur und Halbleiterproduktion.

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