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Grubhub-Gründer Maloney startet Pannenhilfe-App gegen AAA

Matt Maloney, Mitgründer des US-Lieferdienstes Grubhub, bringt sein Erfolgsrezept nun in die Pannenhilfebranche.

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Grubhub-Gründer Maloney startet Pannenhilfe-App gegen AAA

Matt Maloney, bekannt als Mitgründer des amerikanischen Essenslieferdienstes Grubhub, hat sein nächstes unternehmerisches Projekt gefunden – und es hat wenig mit Restaurantessen zu tun. Gemeinsam mit ehemaligen Grubhub-Führungskräften hat er das Unternehmen Curbside SOS aufgebaut, eine App, die Autofahrern bei Reifenpannen, Motorschäden und anderen Pannen schnelle Hilfe vermittelt. Das Konzept ist dabei dem Grubhub-Modell nicht unähnlich: Statt Fahrer mit Restaurants zu verbinden, vernetzt die Plattform Pannenfahrer mit Abschleppwagen und Pannenhelfern in der Nähe.

Das Startup wurde nun von der Pannenhilfe-Plattform Honk Technologies übernommen, die vom Private-Equity-Investor Frontenac kontrolliert wird. Frontenac hält eine Mehrheitsbeteiligung am fusionierten Unternehmen, das künftig unter dem Namen Honk Technologies firmieren wird. Trotz der Übernahme sollen beide Marken weiterhin eigenständig am Markt auftreten.

Zwei Marken, zwei Zielgruppen

Die strategische Aufteilung ist klar definiert: Curbside SOS richtet sich an Privatfahrer, die im Pannenfall schnelle und unkomplizierte Hilfe benötigen. Honk Technologies hingegen bedient institutionelle Kunden wie Flottenmanager, Versicherungsgesellschaften und andere Unternehmenskunden. Diese Zweigleisigkeit soll das Wachstumspotenzial maximieren und gleichzeitig unterschiedliche Marktsegmente abdecken.

Das Management von Curbside wird das fusionierte Gesamtunternehmen leiten – ein Zeichen dafür, dass Maloney und sein Team nicht nur als Übernahmeziel gesehen werden, sondern aktiv die Führung übernehmen. Das ist ungewöhnlich bei Übernahmen durch Private-Equity-Investoren und unterstreicht das Vertrauen in das Curbside-Team.

Herausforderung für den Branchenriesen AAA

Das erklärte Ziel des fusionierten Unternehmens ist ambitioniert: Man will dem amerikanischen Pannenhilfe-Giganten AAA Konkurrenz machen. Der 1902 gegründete AAA – in Deutschland vergleichbar mit dem ADAC – ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Automobilclubs quer durch die USA. Mit mehr als 60 Millionen Mitgliedern gehört der AAA zu den größten Mitgliederorganisationen des Landes und ist seit Generationen die erste Anlaufstelle für Autofahrer in Not.

Diesen etablierten Riesen anzugreifen, ist kein leichtes Unterfangen. Doch Maloney hat bewiesen, dass er traditionelle Märkte mit digitalen Plattformmodellen aufmischen kann. Grubhub revolutionierte die Essenslieferbranche und wurde 2020 für rund 7,3 Milliarden US-Dollar an den niederländischen Konzern Just Eat Takeaway verkauft – bevor das Unternehmen später an Wert verlor und weiterverkauft wurde.

Das Plattformmodell, das Angebot und Nachfrage in Echtzeit zusammenbringt, hat in vielen Branchen traditionelle Anbieter unter Druck gesetzt. Ob das auch bei der Pannenhilfe gelingt, hängt entscheidend davon ab, wie schnell und zuverlässig die App Pannenhilfe vermitteln kann – denn im Pannenfall zählt jede Minute. Für deutsche Anleger und Beobachter ist das Geschäftsmodell interessant, da ähnliche Ansätze auch in Europa denkbar wären, wo der ADAC eine vergleichbare Marktstellung innehat.

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