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Großbritannien könnte 110-Milliarden-Deal zwischen Paramount und Warner Bros Discovery blockieren

London prüft eine Intervention bei der geplanten Übernahme von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance – trotz grünem Licht aus USA und China.

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Großbritannien könnte 110-Milliarden-Deal zwischen Paramount und Warner Bros Discovery blockieren

Großbritannien könnte in den geplanten 110-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Paramount Skydance Corp und Warner Bros Discovery eingreifen. Das erklärte die britische Regierung am Dienstag in London. Die Ankündigung könnte das milliardenschwere Mediengeschäft erheblich verzögern, obwohl die USA und China der Transaktion bereits zugestimmt haben.

Der britische Schritt stellt die erste Stufe eines formellen Prüfprozesses dar. Dieser könnte dazu führen, dass die Transaktion der britischen Kartellbehörde zur eingehenden Untersuchung vorgelegt wird. Für die beteiligten Unternehmen bedeutet dies zunächst Unsicherheit über den weiteren Zeitplan des Deals.

Britische Kartellbehörde mit bekannter Durchsetzungsstärke

Die britische Wettbewerbsbehörde ist international für ihre konsequente Haltung gegenüber großen Fusionen und Übernahmen bekannt. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr Eingreifen im Jahr 2023, als sie die geplante Übernahme des Videospielentwicklers Activision Blizzard durch den US-Technologieriesen Microsoft blockierte. Dieses Geschäft hatte ein Volumen von 69 Milliarden Dollar und sorgte weltweit für Aufsehen.

Die Blockade der Microsoft-Activision-Übernahme zog damals den Zorn beider US-Unternehmen auf sich. Der Fall verdeutlichte, dass britische Regulierungsbehörden auch bei Deals mit starker US-amerikanischer Beteiligung bereit sind, unabhängig zu handeln – selbst wenn andere große Wirtschaftsmächte bereits zugestimmt haben. Später änderte die Behörde ihre Position in jenem Fall.

Milliardenschwere Medienkonsolidierung unter Beobachtung

Der geplante Zusammenschluss von Paramount Skydance und Warner Bros Discovery gehört zu den größten Mediendeals der jüngeren Geschichte. Mit einem Gesamtvolumen von rund 110 Milliarden Dollar würde die Transaktion die Medienlandschaft grundlegend verändern. Für deutsche Anleger und Beobachter des internationalen Medienmarkts ist der Deal von besonderem Interesse, da beide Konzerne mit ihren Inhalten und Streaming-Plattformen auch in Europa stark präsent sind.

Die Tatsache, dass sowohl die USA als auch China bereits grünes Licht gegeben haben, macht das britische Eingreifen zu einem unerwarteten Hindernis. Es zeigt einmal mehr, dass internationale Großtransaktionen in der heutigen regulatorischen Landschaft in mehreren Jurisdiktionen gleichzeitig geprüft werden – und dass eine Genehmigung in einem Land keine Garantie für eine reibungslose Abwicklung weltweit darstellt.

Ob die britische Kartellbehörde letztlich eine formelle Untersuchung einleitet und welche Konsequenzen dies für den Zeitplan des Deals hätte, bleibt abzuwarten. Der aktuelle Schritt ist zunächst nur eine Ankündigung einer möglichen Intervention – der Ausgang des Verfahrens ist damit noch offen.

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