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Rocket Lab kauft Iridium für 8 Milliarden Dollar gegen SpaceX

CEO Peter Beck präsentiert die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte – ein klarer Schachzug gegen Elon Musks SpaceX.

Rocket Lab kauft Iridium für 8 Milliarden Dollar gegen SpaceX

Rocket Lab Corp. hat seine bislang größte Übernahme angekündigt: Das Raumfahrtunternehmen übernimmt Iridium Communications Inc. für 8 Milliarden US-Dollar. CEO Peter Beck stellte den Deal am Montag vor – mitten in der Nacht, von seinem Büro in Auckland aus, direkt gegenüber der Wall Street.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Ankündigung fällt genau in jene Phase, in der Elon Musk mit dem aufsehenerregenden Börsengang von SpaceX die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beck, der als deutlich zurückhaltenderer Akteur der Raumfahrtbranche gilt, setzt mit dieser Akquisition ein klares Signal: Rocket Lab will im Wettbewerb mit dem Branchenriesen SpaceX ernsthaft mithalten.

Strategischer Schachzug gegen SpaceX

Beck erläuterte gegenüber der Wall Street die Beweggründe für den Deal unmissverständlich: Es geht darum, SpaceX und seinem allgegenwärtigen, in Südafrika geborenen Gründer Elon Musk Paroli zu bieten. Die Übernahme von Iridium Communications – einem etablierten Satellitenkommunikationsunternehmen – soll Rocket Lab die nötige Reichweite und Infrastruktur verschaffen, um als ernstzunehmende Alternative zu Musks Raumfahrtimperium aufzutreten.

Bemerkenswert ist dabei die Parallele zwischen den beiden Protagonisten: Sowohl Beck als auch Musk stammen aus der südlichen Hemisphäre. Während Musk in Südafrika geboren wurde, operiert Beck von Neuseeland aus. Beide haben ihre Unternehmen zu bedeutenden Kräften in der globalen Raumfahrtindustrie aufgebaut – auf sehr unterschiedliche Weise.

Iridium als Schlüssel zur Expansion

Iridium Communications ist kein unbeschriebenes Blatt. Das Unternehmen betreibt ein globales Satellitennetzwerk und ist vor allem für seine Satellitenkommunikationsdienste bekannt. Mit einem Kaufpreis von 8 Milliarden US-Dollar handelt es sich um eine der bedeutendsten Transaktionen im kommerziellen Raumfahrtsektor der jüngeren Zeit.

Für Rocket Lab bedeutet die Übernahme einen qualitativen Sprung: Das Unternehmen, das bislang vor allem als Anbieter von Kleinraketen und Satellitenstarts bekannt ist, würde mit Iridium eine fertig aufgebaute Satellitenkonstellation sowie eine bestehende Kundenbasis übernehmen. Das verschafft Rocket Lab Zugang zu Märkten und Kapazitäten, deren Aufbau aus eigener Kraft Jahre dauern würde.

Die Ankündigung unterstreicht, wie dynamisch sich der kommerzielle Raumfahrtmarkt entwickelt. SpaceX dominiert mit seinem Starlink-Netzwerk den Bereich der Satellitenkommunikation und hat mit dem jüngsten Börsengang erneut für Schlagzeilen gesorgt. Rocket Lab versucht nun, durch gezielte Zukäufe den Abstand zu verringern und sich als zweite große Kraft im privaten Raumfahrtsektor zu etablieren.

Ob die Wette aufgeht, wird sich zeigen. Klar ist: Peter Beck und Rocket Lab scheuen die Konfrontation mit dem übermächtigen Konkurrenten nicht länger – sie suchen sie aktiv.

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