ANZEIGE

GOP-Spitzen kritisieren Trumps Ausnahmeregelung für Russland-Sanktionen als Fehler

Republikanische Gesetzgeber werfen dem Präsidenten vor, den Willen des Kongresses zu missachten.

•• 4 Min
GOP-Spitzen kritisieren Trumps Ausnahmeregelung für Russland-Sanktionen als Fehler

Donald Trump gerät wegen seiner Entscheidung, neue Zölle und Sanktionen gegen Russland auszusetzen, massiv unter Druck aus den eigenen Reihen. Republikanische Gesetzgeber kritisierten den US-Präsidenten scharf für sein Einlenken, woraufhin sich Trump vor Mitgliedern seiner eigenen Partei rechtfertigen musste. Der Vorgang ist bemerkenswert, weil er einen offenen Konflikt zwischen dem Weißen Haus und der republikanischen Mehrheit im Kongress sichtbar macht.

Kritiker aus den Reihen der Republikaner (GOP) werfen Trump vor, mit seiner Entscheidung den Willen des Kongresses zu missachten. Die Volksvertretung hatte im vergangenen Monat mit großer Mehrheit ein Sanktionsgesetz verabschiedet, das maßgeblich vom verstorbenen Senator Lindsey Graham vorangetrieben worden war. Nach Darstellung der Kritiker hätte diese Maßnahme den wirtschaftlichen Druck auf Moskau wegen des seit 2022 andauernden Angriffskrieges gegen die Ukraine erhöht.

Im Kern geht es um die Frage, wie weit ein Präsident ein Gesetzespaket aushebeln darf, das er selbst erst wenige Wochen zuvor unterzeichnet hatte. Trump hatte von einer Ausnahmeklausel Gebrauch gemacht, um die durch das Gesetz drohenden Preisanstiege bei Diesel vor den anstehenden US-Zwischenwahlen abzufedern. Genau dieser Schritt ist es, den führende Republikaner nun als Fehler bezeichnen.

Die Details

Auslöser des Streits ist eine am Freitag veröffentlichte Executive Order, mit der Trump wesentliche, auf Russland bezogene Sanktionen und Zölle aussetzte. Die Frist für die Umsetzung der Maßnahmen wäre der 18. Oktober gewesen. Betroffen waren nach Angaben aus dem Bericht unter anderem Abgaben auf Waren aus Russland sowie Strafen für den Kauf von russischem Öl und Gas.

Die Strafmaßnahmen waren Teil des im September unterzeichneten „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026". Sie sollten den wirtschaftlichen Druck auf Moskau wegen des seit 2022 andauernden Angriffskrieges gegen die Ukraine erhöhen. In der Exekutivverordnung erklärte Trump, die Aussetzung diene den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten. Eine inhaltliche Begründung, welche konkreten Gründe hinter dieser Einschätzung stehen, wird in der Verordnung nach der vorliegenden Berichterstattung nicht geliefert.

Damit stoppt der Präsident ein Gesetzespaket, das er selbst erst wenige Wochen zuvor unterzeichnet hatte. Das ursprüngliche Gesetz zielte darauf ab, Russland für den Einmarsch in die Ukraine zu bestrafen. Zudem sah es eine Verschärfung sowie eine Kodifizierung der bestehenden Sanktionen gegen Moskau vor. Der Vorgang ist insofern ungewöhnlich, als ein Präsident damit Regelungen ausbremst, die seine eigene Partei im Kongress mitgetragen hat.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 15.07.2026 berichtete aktien.news, dass republikanische und demokratische US-Senatoren eine aktualisierte Fassung eines Gesetzentwurfs für Russland-Sanktionen vorgestellt hatten. Das Vorhaben zielte darauf ab, Sanktionen gegen russische Beamte zu verhängen und gleichzeitig Druck auf Drittstaaten wie China und Indien auszuüben, ihre Abhängigkeit von russischem Öl und Gas zu verringern. Treibende Kraft hinter dem Gesetz war der republikanische Senator Lindsey Graham aus South Carolina, der am Samstag überraschend verstorben war. Graham hatte noch einen Tag vor seinem Tod während einer Reise in die Ukraine angekündigt, eine Einigung mit Präsident Donald Trump erzielt zu haben, um das Gesetzesvorhaben voranzutreiben.

Am 17.10.2026 berichtete aktien.news, dass Trump weitreichende Sanktionen und Zölle gegen Russland aussetzte – kurz bevor die Maßnahmen in Kraft treten sollten. In einer am Freitag veröffentlichten Executive Order begründete Trump den Schritt mit dem nationalen Interesse der USA. Die Frist für die Umsetzung der Maßnahmen wäre der 18. Oktober gewesen.

Ebenfalls am 17.10.2026 meldete aktien.news, dass Trump überraschend massive Zölle auf russische Energieexporte aussetzte. Diese waren erst im vergangenen Monat durch ein Gesetz verabschiedet worden, das der verstorbene Senator Lindsey Graham initiiert hatte. Wie Bloomberg berichtet, machte Trump von einer Ausnahmeklausel Gebrauch, um die durch das Gesetz drohenden Preisanstiege bei Diesel vor den anstehenden US-Zwischenwahlen abzufedern. Mit der Aussetzung der Zölle kehrt Trump nun einen Kurs um, der erst wenige Wochen zuvor eingeschlagen worden war.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist der Vorgang vor allem wegen seiner Signalwirkung relevant. Die Aussetzung der Zölle auf russische Energieexporte dämpft kurzfristig den Preisdruck bei Diesel, was wiederum Energiekosten und Inflationserwartungen beeinflussen kann. Zugleich zeigt der offene Streit innerhalb der Republikaner, dass die Verlässlichkeit der US-Sanktionspolitik abnimmt – ein Faktor, der die Risikowahrnehmung bei Rohstoff- und Schwellenländerwerten erhöhen kann.

Zu beachten ist, dass die Maßnahmen nach der vorliegenden Berichterstattung nicht endgültig gestrichen, sondern ausgesetzt wurden. Anleger sollten daher sowohl politische als auch regulatorische Signale aus Washington genau verfolgen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Ausblick

Offen bleibt, wie der Kongress auf die Aussetzung reagiert und ob die Sanktionen zu einem späteren Zeitpunkt doch noch in Kraft treten. Die Frist für die Umsetzung wäre der 18. Oktober gewesen; dieser Termin ist nun verstrichen, ohne dass die Maßnahmen greifen. Im Raum steht zudem der Verweis auf die anstehenden US-Zwischenwahlen, die Trump in seiner Begründung als Motiv für die Ausnahmeregelung anführt.

Kurz erklärt

  • Executive Order: Eine vom US-Präsidenten erlassene Verordnung, die ohne Zustimmung des Kongresses unmittelbare Rechtswirkung entfaltet.
  • Sanktionen: Staatliche Zwangsmaßnahmen, mit denen ein Land wirtschaftlich oder politisch unter Druck gesetzt werden soll.
  • Zölle: Abgaben, die auf importierte Waren erhoben werden und deren Preis im Inland verteuern.
Trump Russland SanktionenGop Kritik TrumpExecutive Order RusslandLindsey Graham GesetzUs-ZwischenwahlenZölle Russische EnergieRussland Sanktionsgesetz 2026

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.