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Gericht weist Klage gegen OpenAI-CEO Sam Altman ab

Ein US-Bundesrichter hat die Missbrauchsklage von Ann Altman abgewiesen, weil sie nicht zu einer medizinischen Untersuchung erschien.

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Gericht weist Klage gegen OpenAI-CEO Sam Altman ab

Ein US-Bundesbezirksrichter hat die Klage von Ann Altman gegen ihren Bruder, den OpenAI-Chef Sam Altman, abgewiesen. Ann Altman hatte dem Gründer des KI-Unternehmens vorgeworfen, sie vor mehr als zwei Jahrzehnten sexuell missbraucht zu haben. Der Fall scheiterte jedoch an ihrer Weigerung, an einer unabhängigen medizinischen Untersuchung teilzunehmen. Sie war zuvor ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass ein Unterlassen dieser Maßnahme zur Einstellung des Verfahrens führen würde.

Ann Altman hatte behauptet, Sam Altman habe sie zwischen 1997 und 2006 regelmäßig sexuell missbraucht. Der OpenAI-CEO hat diese Vorwürfe zurückgewiesen. Die Familie Altman erklärte, Ann Altman leide unter psychischen Gesundheitsproblemen und man habe sie finanziell unterstützt. Die Vorwürfe seien zudem erhoben worden, während sie weiterhin höhere Geldsummen forderte.

Richter sieht Pflichtverletzung bei der Beweisführung

Bezirksrichter Zachary Bluestone stellte in seiner schriftlichen Anordnung fest, dass Ann Altman trotz zahlreicher Anpassungen und wiederholter Gelegenheiten nicht zu drei separaten Terminen für eine unabhängige medizinische Untersuchung erschien. Damit habe sie „ihren Fall nicht sinnvoll weiterverfolgte“. In der Anordnung heißt es weiter: „Da Annie ihre Pflichten zur Offenlegung von Beweismitteln weiterhin verletzt und durch ihre Unnachgiebigkeit diesen Fall zum Stillstand gebracht hat, sind dem Gericht die Optionen ausgegangen. Daher weist es ihre Ansprüche mit Präjudizialwirkung (mit Ausschluss einer erneuten Klage) ab.“

Die Abweisung mit Präjudizialwirkung bedeutet, dass Ann Altman dieselben Ansprüche nicht erneut vor Gericht bringen kann. Der Fall war am 6. Januar 2025 am Eastern District of Missouri eingereicht worden. Darin behauptete Ann Altman, ihr älterer Bruder habe begonnen, sie zu missbrauchen, als sie drei Jahre alt war und er zwölf.

Familie verweist auf jahrelange Unterstützung

In einer gemeinsamen Erklärung, die Sam Altman damals zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern veröffentlichte, äußerte die Familie Sorge um das Wohlergehen von Ann Altman. Man habe jahrelang versucht, sie finanziell zu unterstützen und auf ihr Wohl zu achten. Nach Angaben der Familie erhält sie monatliche finanzielle Unterstützung; auch ihre Rechnungen und die Miete wurden übernommen, während man gleichzeitig versuchte, medizinische Hilfe zu vermitteln. In der Erklärung hieß es, ihre Vorwürfe gegen Sam Altman hätten sich im Laufe der Zeit drastisch verändert, doch alle diese Behauptungen seien „völlig unwahr“.

Sam Altman ist Mitbegründer von OpenAI, dem Unternehmen hinter dem Chatbot ChatGPT. Die KI-Anwendung war im Jahr 2022 gestartet und machte das Unternehmen weltweit bekannt. Altman zählt seither zu den prominentesten Köpfen der internationalen KI-Branche. Der Rechtsstreit mit seiner Schwester fällt damit in eine Phase, in der der OpenAI-CEO ohnehin im Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit steht.

Für deutsche Anleger und Marktbeobachter ist der Fall vor allem deshalb relevant, weil er das Umfeld eines der wichtigsten Akteure im Bereich der künstlichen Intelligenz betrifft. OpenAI gilt als Taktgeber für die Entwicklung generativer KI-Modelle, und die öffentliche Wahrnehmung des Managements kann das Vertrauen in das Unternehmen und seine Partnerschaften beeinflussen. Der Ausgang des Verfahrens dürfte die unternehmerische Rolle Altmans zunächst nicht berühren, da die Klage aus formalen Gründen abgewiesen wurde und nicht aufgrund einer inhaltlichen Bewertung der Vorwürfe.

Der Fall zeigt zugleich, wie stark juristische Auseinandersetzungen im privaten Umfeld von Tech-Größen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Die Abweisung mit Präjudizialwirkung setzt dem Verfahren nun ein formales Ende. Für die betroffenen Personen verweist die Quelle auf Hilfs- und Unterstützungsangebote über die BBC Action Line.

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