Freeport-McMoRan investiert 4,5 Milliarden Dollar in Arizona-Kupfermine
Der US-Kupferriese modernisiert seine Mine in Bagdad und will die Förderung mehr als verdoppeln.

Freeport-McMoRan, der größte US-amerikanische Kupferproduzent, investiert 4,5 Milliarden Dollar in die Modernisierung seiner Mine im Nordwesten Arizonas. Mit dem Geld soll die Förderung von Kupfer und Molybdän deutlich gesteigert werden. Das Unternehmen setzt damit auf ein anhaltendes Wachstum der Kupfernachfrage, die maßgeblich von der Elektrifizierung und dem Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz abhängt.
Die Kupferpreise sind in den vergangenen drei Jahren um mehr als 70 Prozent gestiegen und erreichten im September Rekordstände. Einige Analysten erwarten, dass sie in den kommenden Jahren deutlich weiter ansteigen könnten. Für Freeport-McMoRan ist die Investition damit auch eine Wette auf die Fortsetzung dieser Preisentwicklung.
Die Mine in Bagdad wird seit 1945 betrieben
Das betroffene Bergwerk liegt in Bagdad, Arizona, und wird seit 1945 betrieben. Es gehört damit zu den traditionsreichen Standorten des Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Freeport-McMoRan erwartet, dass die Arbeiten seine Kupferförderung auf jährlich etwa 400 Millionen Pfund mehr als verdoppeln werden.
Neben Kupfer soll auch die Förderung von Molybdän zulegen. Molybdän ist ein Metall, das unter anderem in der Stahlherstellung und in der chemischen Industrie Verwendung findet. Die Kombination beider Rohstoffe macht das Projekt für das Unternehmen strategisch interessant.
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Kupfer als Schlüsselrohstoff der Energiewende gilt. Der steigende Strombedarf von Rechenzentren, der Ausbau erneuerbarer Energien und die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs treiben die Nachfrage nach dem Metall. Kupfer wird unter anderem für Stromkabel, Motoren und Transformatoren benötigt.
Bereits am 28.10.2026 berichtete aktien.news über starke Quartalszahlen
Bereits am 28.10.2026 berichtete aktien.news, dass Freeport-McMoRan die Gewinnschätzungen der Wall Street für das dritte Quartal übertroffen hat. Höhere Kupferpreise glichen damals den geringeren Output im Grasberg-Komplex in Indonesien aus, der sich noch von einem Schlammflut-Vorfall im September 2025 erholte. Der bereinigte Quartalsgewinn lag bei 88 Cent je Aktie und damit über dem durchschnittlichen Analystenschätzwert von 81 Cent. Der Kupferpreis an der London Metal Exchange stieg im Quartal im Durchschnitt um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Schon am 23.07.2026 meldete aktien.news, dass Freeport-McMoRan die Erwartungen der Wall Street für das zweite Quartal übertroffen hatte. Der bereinigte Gewinn lag bei 0,74 US-Dollar pro Aktie, deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 0,59 US-Dollar. Der durchschnittlich erzielte Kupferpreis kletterte im zweiten Quartal auf 6,17 US-Dollar pro Pfund – ein Anstieg von 41,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,54 US-Dollar pro Pfund.
Am 02.10.2026 berichtete aktien.news zudem über ein operatives Update für das dritte Quartal 2026. Darin meldete das Unternehmen mit Sitz in Phoenix, Arizona, dass die konsolidierte Kupfer- und Goldförderung in etwa den Erwartungen entsprach. Beim Absatz sorgten jedoch zeitliche Verschiebungen beim Goldverkauf in Indonesien für Abweichungen von den ursprünglichen Schätzungen. Die konsolidierte Kupferförderung lag im dritten Quartal 2026 bei rund 830 Millionen Pfund.
Auch der Wettbewerb in der Region nimmt zu. Am 23.10.2026 berichtete aktien.news, dass Grupo Mexico die großen Investitionen in seine US-amerikanische Bergbau-Tochter Asarco vorantreiben will. Der mexikanische Bergbau- und Transportkonzern kündigte an, die Minen Ray und Silver Bell im US-Bundesstaat Arizona auszubauen und den Schmelz- und Raffineriebetrieb im Hayden-Werk wieder aufzunehmen. Über die nächsten drei Jahre hinweg erwartet Grupo Mexico Ausgaben zwischen 4 Milliarden und 6 Milliarden Dollar.
Für Anleger steht die Kupferpreis-Entwicklung im Mittelpunkt
Für deutsche Privatanleger ist die Nachricht vor allem vor dem Hintergrund der Kupferpreis-Entwicklung relevant. Freeport-McMoRan profitiert als Produzent unmittelbar von höheren Notierungen, wie die zurückliegenden Quartalsberichte zeigen. Gleichzeitig hängen die Erträge von der tatsächlichen Fördermenge ab, die zuletzt durch den Grasberg-Komplex in Indonesien belastet wurde.
Die Aktie des Unternehmens ist an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel FCX gelistet. Anleger, die in den Rohstoffsektor investieren möchten, sollten beachten, dass Bergbauunternehmen neben Preisrisiken auch operativen Risiken ausgesetzt sind. Dazu zählen Produktionsausfälle, Wetterereignisse und regulatorische Auflagen an den jeweiligen Standorten.
Die 4,5 Milliarden Dollar schwere Investition in Arizona ist eine langfristig angelegte Entscheidung. Sie bindet Kapital über mehrere Jahre und soll erst nach Abschluss der Arbeiten ihre volle Wirkung entfalten. Ob sich die Rechnung aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, ob die Kupfernachfrage und die Preise auf dem aktuellen Niveau bleiben oder weiter steigen.
Das Unternehmen erwartet eine mehr als verdoppelte Förderung
Freeport-McMoRan erwartet, dass die Arbeiten in Bagdad seine Kupferförderung auf jährlich etwa 400 Millionen Pfund mehr als verdoppeln werden. Konkrete Zeitpläne für den Abschluss der Modernisierung nennt die Quelle nicht. Klar ist jedoch, dass das Unternehmen mit der Investition seine Position als größter US-Kupferproduzent festigen will.
Der Standort Bagdad blickt auf eine lange Geschichte zurück: Seit 1945 wird dort Erz gefördert. Die Modernisierung soll den Betrieb für die kommenden Jahrzehnte wettbewerbsfähig machen. Neben Kupfer und Molybdän dürfte dabei auch die Effizienz der Verarbeitung eine Rolle spielen.
Ob weitere Investitionen in anderen US-Minen folgen, geht aus der Quelle nicht hervor. Der Schritt reiht sich jedoch in eine breitere Bewegung ein: Auch Wettbewerber wie Grupo Mexico bauen ihre US-Kupferaktivitäten aus. Der Rohstoff bleibt damit ein Schwerpunkt der Bergbauindustrie in Arizona.
Diese Fachbegriffe ordnen die Meldung ein
- Kupfer: Ein Metall, das wegen seiner guten Leitfähigkeit vor allem in der Elektrotechnik und im Bauwesen eingesetzt wird.
- Molybdän: Ein Metall, das unter anderem zur Härtung von Stahl und in chemischen Prozessen verwendet wird.
- Bereinigter Gewinn je Aktie: Eine Kennzahl, die Sondereffekte ausblendet und so den operativen Ertrag eines Unternehmens vergleichbarer macht.
