ANZEIGE

FIFAs 20-Milliarden-Privatisierungsplan scheitert an globalem Widerstand

Der umstrittene Plan, einen 20-Prozent-Anteil an einer neuen FIFA-Tochtergesellschaft zu verkaufen, ist nach massivem Widerstand gescheitert.

•• 3 Min
FIFAs 20-Milliarden-Privatisierungsplan scheitert an globalem Widerstand

Die FIFA hat mit ihrem ambitionierten Plan, kommerzielle Vermögenswerte zu monetarisieren, eine vernichtende Niederlage erlitten. Wie die New York Post berichtet, ist das Vorhaben nach einem beispiellosen Aufstand globaler Fußballverbände und internem Dissens innerhalb der Organisation nicht mehr aktiv. Der Plan sah vor, durch den Verkauf eines 20-Prozent-Anteils an einer neu gegründeten Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar einzunehmen — bei einer Gesamtbewertung der Einheit von 20 Milliarden US-Dollar.

Die Initiative, die das Management der Fußball-Weltmeisterschaft und anderer Großveranstaltungen unter dem Dach der FFE zentralisieren sollte, stieß von Beginn an auf heftigen Widerstand. Die UEFA, der europäische Dachverband mit 55 Mitgliedsverbänden, führte die Opposition an und bezeichnete den Schritt als Verrat an den Grundwerten des Sports. In einer dramatischen Eskalation stimmten alle 55 UEFA-Mitgliedsnationen einstimmig für einen Boykott sämtlicher FIFA-Turniere — ein Schritt, der die Sport- und Finanzwelt erschütterte.

Zum geplanten Investorenkonsortium gehörte Thrive Eternal, ein Fonds, der von Thrive Capital verwaltet und von Joshua Kushner gegründet wurde. Kushner ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Diese Verbindung verlieh dem Deal eine geopolitische Dimension. Trump selbst stellte klar, dass er keine direkten Gespräche mit FIFA-Präsident Gianni Infantino über die Investition geführt habe.

Interne Revolte erschüttert FIFA-Führung

Besonders schwer wog der interne Widerstand innerhalb der FIFA. Carlos Cordeiro, ein leitender Berater von Präsident Infantino und ehemaliger Vizepräsident des US-Fußballverbands, trat am Freitag mit sofortiger Wirkung zurück. Der frühere Banker übte scharfe Kritik an dem Plan und bezeichnete ihn als „ein schlechtes Geschäft für FIFAs Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft des Sports." Er argumentierte, die Organisation „verpfände die Zukunft des Fußballs ohne jede überzeugende Rechtfertigung."

Zusätzlichen Druck erzeugte FIFAs Chief Operating Officer Kevin Lamour, der Infantino öffentlich beschuldigte, die Mitarbeiter getäuscht zu haben. Lamour bezeichnete den Vorschlag als „Projekt einer einzelnen Person" und betonte, die Mission der Organisation sei es, dem Sport zu dienen — nicht den persönlichen Interessen eines Einzelnen, der so agiere, als verkörpere er die Institution selbst.

Trotz der Berichte über das Scheitern des Plans versuchte die FIFA-Führung, eine Haltung prozeduraler Legitimität aufrechtzuerhalten. In einer Erklärung behauptete die Organisation, „falsche Medienberichte" hätten den Konsultationsprozess gestört, und bestand darauf, den Vorschlag weiterhin den 211 nationalen Mitgliedsverbänden vorzulegen. Infantino hatte zuvor versucht, Unterstützung zu gewinnen, indem er jedem Mitgliedsverband, der dem Vorschlag bis zum 19. September zustimmt, eine Zahlung von 40 Millionen US-Dollar versprach.

Mehrheit der Verbände gegen den Plan

Die Mathematik arbeitet gegen die FIFA-Führung. Mit der UEFA (55 Mitglieder), dem CONCACAF (41 Mitglieder) und der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC (47 Mitglieder), die alle in unterschiedlichem Maße Widerstand oder Solidarität gegen den Plan signalisiert haben, umfasst die Koalition der Gegner 143 Verbände — weit mehr als die erforderliche Mehrheit, um den Vorschlag zu blockieren. Die AFC sprach sich zwar nicht für einen formellen Boykott aus, stellte jedoch in einer Erklärung die Tragfähigkeit des Projekts in Frage und kritisierte FIFAs Entscheidungsprozesse.

Kritiker wie Stuart Dykes von Football Supporters Europe argumentierten, dass solch grundlegende Änderungen an der Struktur des Sports nicht hinter verschlossenen Türen ausgehandelt werden könnten. „Fußball steht nicht zum Verkauf. Er ist ein gesellschaftliches Gut", betonte Dykes und hob hervor, dass der Wert des Sports von Fans und Spielern geschaffen werde — nicht von Einheiten, die Gewinne für private Investoren abschöpfen wollen.

Mit der für nächstes Jahr geplanten Wiederwahl steht nun auch Infantinos Präsidentschaft auf dem Prüfstand. Berichten zufolge erwägt der nordamerikanische Fußballchef Victor Montagliani, den Amtsinhaber herauszufordern. Die FIFA besteht zwar darauf, dass keine endgültigen Entscheidungen ohne die Unterstützung der Mehrheit ihrer Mitglieder getroffen werden — doch der von Beobachtern beschriebene „offene Aufstand" legt nahe, dass die 20-Milliarden-Dollar-Bewertung der WM-Zukunft für die globale Fußballgemeinschaft einen Schritt zu weit darstellte.

Fifa PrivatisierungFifa Forward EnterpriseUefa BoykottGianni InfantinoWm KommerzialisierungFifa Weltmeisterschaft VerkaufThrive Capital Fifa

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.