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EASA verschärft Warnung vor Golf-Luftraum wegen Iran-Konflikt

Die EU-Flugsicherheitsbehörde weist Fluggesellschaften an, mehrere Golfstaaten-Lufträume bis zum 29. Juli zu meiden.

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EASA verschärft Warnung vor Golf-Luftraum wegen Iran-Konflikt

Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) hat am Dienstag ihre Warnung an Fluggesellschaften erneuert und verschärft. Betroffen sind die Lufträume von Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie der Luftraum über dem Golf von Oman. Hintergrund ist die erneute Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.

Die EASA hatte ihre vorherige Empfehlung erst vor einer Woche zurückgezogen. Grund dafür war eine vorübergehende Entspannung der regionalen Spannungen infolge eines vorläufigen Waffenstillstands zwischen Teheran und Washington im vergangenen Monat. Die neue Warnung gilt nun bis zum 29. Juli.

Raketenangriffe und US-Militäreinsätze verschärfen die Lage

Der Iran feuerte am Dienstag ballistische Raketen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien ab. US-Streitkräfte führten daraufhin die dritte Nacht in Folge Angriffswellen durch. Die Eskalation begann, nachdem der Iran am Samstag die Schließung der Straße von Hormus angekündigt hatte – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport.

Als Reaktion auf die Sperrung der Meerenge führte US-Präsident Donald Trump die Blockade der iranischen Schifffahrt wieder ein. Zusätzlich schlug er eine Gebühr von 20 Prozent für den Schutz des Wasserwegs vor. Die Maßnahmen verdeutlichen, wie stark sich die Lage in der Region innerhalb weniger Tage zugespitzt hat.

Risiko für zivile Luftfahrt durch Fehlidentifizierung

Die EASA begründet ihre verschärfte Warnung mit zwei zentralen Risikofaktoren. Zum einen erhöhe die Präsenz bedeutender US-Militäreinrichtungen in der Region die Wahrscheinlichkeit, dass die betroffenen Staaten direkt iranischen Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt sein könnten. Zum anderen verweist die Behörde auf das Risiko einer Fehlidentifizierung ziviler Flugzeuge durch US-amerikanische und andere Luftverteidigungssysteme.

„Die Präsenz bedeutender US-Militäreinrichtungen in der Region erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die von diesem Informationsbulletin für Konfliktzonen betroffenen Staaten direkt iranischen Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt sein könnten", erklärte die EASA in ihrer Mitteilung.

Die frühere Warnung hatte Fluggesellschaften bereits dazu aufgerufen, beim Durchfliegen des Luftraums von Israel, Jordanien, Oman und Saudi-Arabien Vorsicht walten zu lassen. Die neue Empfehlung konzentriert sich nun gezielt auf die Kernregion des Golfs und den Golf von Oman.

Separate Warnung für Iran, Irak und Libanon bereits verlängert

Parallel dazu hat die EASA in der vergangenen Woche eine separate Empfehlung verlängert, die Fluggesellschaften auffordert, den Luftraum des Irans, des Iraks und des Libanons zu meiden. Diese Warnung gilt bis Ende August. Damit erstreckt sich das von der europäischen Flugsicherheitsbehörde als gefährlich eingestufte Gebiet über einen erheblichen Teil des Nahen Ostens und der Golfregion.

Für europäische und deutsche Fluggesellschaften, die Routen nach Asien oder in den Nahen Osten bedienen, bedeuten die Warnungen erhebliche Umwege und damit verbundene Mehrkosten. Zahlreiche Fluglinien hatten bereits während früherer Eskalationsphasen ihre Flugrouten angepasst, um die betroffenen Lufträume zu umgehen.

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