Ryanair-Fenstervorfall: Behörden in USA und Europa ermitteln
Ein sich lösendes Fenster auf einem Ryanair-Flug von Griechenland nach Deutschland alarmiert Luftfahrtbehörden beiderseits des Atlantiks.

Ein schwerwiegender Sicherheitsvorfall auf einem Ryanair-Flug beschäftigt nun die Luftfahrtbehörden in Europa und den USA. Auf einem Flug der Ryanair Holdings Plc von Griechenland nach Deutschland hatte sich während des Fluges ein Fenster gelöst. Ein unmittelbar an der Öffnung sitzender Passagier lief dabei Gefahr, aus dem Flugzeug gesogen zu werden.
Der Vorfall wird von Experten als beinahe katastrophales Ereignis eingestuft. Solche sogenannten „Near-Miss"-Vorfälle in der Luftfahrt werden von den zuständigen Behörden stets mit höchster Priorität behandelt, da sie auf systemische Sicherheitsmängel hinweisen können.
Behörden auf beiden Seiten des Atlantiks aktiv
Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) hat die Untersuchung aufgenommen und steht in engem Kontakt mit der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA). Dies teilte die EASA am Montag in einer offiziellen Erklärung mit. Zudem hat die europäische Behörde bereits einen technischen Berater für die Untersuchung ernannt.
Die Einbindung der FAA ist dabei kein Zufall: Das betroffene Flugzeug ist ein Modell des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing Co. Die Triebwerke des Flugzeugs stammen von CFM International Inc., einem Joint Venture zwischen General Electric und Safran. Da sowohl Hersteller als auch Zulieferer ihren Ursprung in den USA haben, ist die Beteiligung der amerikanischen Luftfahrtbehörde bei derartigen Untersuchungen internationaler Standard.
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Zur AktienanalyseRyanair ist Europas größte Billigfluggesellschaft und betreibt eine der größten Boeing-Flotten weltweit. Der irische Carrier setzt fast ausschließlich auf Flugzeuge des Typs Boeing 737, was den Vorfall auch für andere Fluggesellschaften mit ähnlichen Maschinen relevant macht. Die genaue Ursache für das Lösen des Fensters ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Für Passagiere und die Luftfahrtbranche ist der Vorfall ein erneuter Hinweis auf die Bedeutung strenger Wartungs- und Sicherheitsstandards. Behörden wie die EASA und die FAA sind verpflichtet, solche Vorfälle lückenlos aufzuklären und gegebenenfalls Sicherheitsanweisungen für betroffene Flugzeugtypen herauszugeben. Die Ergebnisse der Untersuchung dürften daher nicht nur für Ryanair, sondern für die gesamte Branche von Bedeutung sein.


