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DWS Concept Platow gewinnt Zehnjahresvergleich mit deutschen Aktien

Der Fonds setzt auf deutsche Unternehmen mit internationalem Geschäft statt auf Modethemen wie KI.

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DWS Concept Platow gewinnt Zehnjahresvergleich mit deutschen Aktien

Der Aktienfonds DWS Concept Platow hat im Zehnjahresvergleich die Nase vorn. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, setzt sich das Portfolio der Fondslenker Roger Peeters und Christoph Frank gegen die Konkurrenz durch – und das mit einer Strategie, die bewusst auf Modethemen verzichtet. Statt auf Hype wie Künstliche Intelligenz zu setzen, konzentriert sich der Fonds auf deutsche Unternehmen mit internationalem Geschäft.

Diese Ausrichtung ist bemerkenswert, denn sie widerspricht einem verbreiteten Narrativ. Deutschland als Wirtschaftsstandort schwächelt laut dem Bericht, doch daraus folgt nicht automatisch, dass alle deutschen Aktien schlechte Investments sind. Genau diese Unterscheidung macht sich der Fonds zunutze: Er sucht Unternehmen, die den Standort Deutschland stark machen und zugleich international aufgestellt sind.

Deutsche Substanz statt Modethemen

Ein Beispiel aus dem Depot ist der Pumpenhersteller KSB, ein klassischer Vertreter des deutschen Mittelstands. Hinzu kommen Schwergewichte wie der Versicherer Allianz und der Baukonzern Hochtief. Die Mischung zeigt die Grundidee: solide, etablierte Firmen mit globaler Reichweite, die nicht von kurzfristigen Trends abhängig sind.

Für Privatanleger ist das ein wichtiger Denkanstoß. Wer nur auf die Schlagzeilen über den Standort Deutschland blickt, könnte übersehen, dass viele hiesige Konzerne einen Großteil ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften. Ein schwacher Binnenmarkt bedeutet daher nicht zwangsläufig schwache Geschäftszahlen. Entscheidend ist, wo ein Unternehmen tatsächlich Geld verdient.

Der Zehnjahresvergleich liefert dabei einen langen Zeitraum, der verschiedene Marktphasen umfasst. Kurzfristige Schwankungen fallen bei einer solchen Betrachtung weniger ins Gewicht. Genau das ist der Punkt, auf den langfristig orientierte Anleger achten sollten: nicht die Tagesbewegung, sondern die Entwicklung über Jahre.

Was das für Anleger bedeutet

Die Strategie des Fonds lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Deutschland stark machende Unternehmen ins Depot holen. Das ist keine Wette auf die Konjunktur der Bundesrepublik, sondern auf die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Firmen. Wer diesen Ansatz verfolgt, sollte auf die internationale Aufstellung und die Substanz der Unternehmen schauen – nicht auf die Popularität eines Themas.

Ob sich dieser Ansatz auch künftig auszahlt, hängt von der Entwicklung der einzelnen Beteiligungen ab. Der Zehnjahresvergleich zeigt jedoch, dass eine bewusste Abkehr von Modethemen kein Nachteil sein muss. Für Anleger, die langfristig denken, bleibt die zentrale Frage: Verdient das Unternehmen sein Geld dort, wo die Nachfrage wächst?

Der Fonds DWS Concept Platow jedenfalls hat mit seiner Ausrichtung über zehn Jahre überzeugt. Die Kombination aus deutschem Mittelstand und international tätigen Konzernen erwies sich im Vergleich als erfolgreich – ein Ergebnis, das die Debatte über den Standort Deutschland in ein differenzierteres Licht rückt.

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