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CXMT-Aktie stürzt 7,6 Prozent ab: Ist der DRAM-Boom vorbei?

Die Vorschau auf das Neun-Monats-Ergebnis zeigt ein stark verlangsamtes Quartalswachstum — Anleger zweifeln am DRAM-Aufschwung.

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CXMT-Aktie stürzt 7,6 Prozent ab: Ist der DRAM-Boom vorbei?

Die Aktie des chinesischen Speicherchip-Herstellers CXMT ist am Montag um 7,6 Prozent gefallen. Auslöser war die Vorschau auf das Ergebnis der ersten neun Monate, die trotz eines massiven Gewinnwechsels im Jahresvergleich eine dramatische Verlangsamung des quartalsweisen Profitwachstums offenbarte. Diese Entwicklung enttäuschte die Anleger zutiefst, wie das Finanzportal Investing.com berichtet.

Immerhin fällt die Prognose auf den ersten Blick beeindruckend aus: CXMT erwartet für die ersten neun Monate des Jahres 2026 einen Nettogewinn zwischen 131 Milliarden Yuan und 132,5 Milliarden Yuan. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust von 5,28 Milliarden Yuan ausgewiesen. Der Wechsel von der roten in die schwarze Zone ist also vollzogen – und dennoch reichte er nicht aus, um die Kurse zu stützen.

Der Grund liegt im Detail. Chinesische Finanzmedien hoben hervor, dass das quartalsweise Wachstum des Nettogewinns im dritten Quartal stark nachgelassen hat. Die Expansion von Quartal zu Quartal brach auf etwa 1 bis 4 Prozent ein. Zuvor war der Nettogewinn im zweiten Quartal um 113 Prozent und im ersten Quartal um 246 Prozent gesprungen. Diese Entwicklung wirft ernsthafte Zweifel daran auf, ob der Aufschwung bei DRAM seinen Höhepunkt bereits erreicht hat.

Quartalsvergleich entlarvt die Abkühlung

Genau dieser sequenzielle Rückgang macht CXMT anfällig für breitere Bedenken hinsichtlich der verlangsamten KI-Ausgaben für Chips. Dieser Trend hat die globalen Aktien von Chipproduzenten und KI-Unternehmen in den vergangenen zwei Wochen hart getroffen. Wer bislang auf eine ungebremste Nachfragekurve gesetzt hatte, sieht sich nun mit einer deutlich flacheren Dynamik konfrontiert.

Der Handelstag selbst verlief für CXMT unruhig. Die Aktie eröffnete nahezu 5 Prozent niedriger. Auch der Vorschlag des Unternehmensvorsitzenden, eigene Aktien im Volumen von 1 bis 2 Milliarden Yuan zurückzukaufen, erwies sich als unzureichend, um den Verkaufszug zu stoppen. Ein Aktienrückkauf gilt normalerweise als Signal des Vertrauens in die eigene Bewertung – hier verpuffte die Geste.

Gewinnmitnahmen und die Schwäche der Speicherriesen

Zusätzlichen Druck erzeugten Gewinnmitnahmen von Anlegern, die seit dem Börsengang große Gewinne erzielt hatten. Hinzu kam die Schwäche bei internationalen Speicherriesen, deren Kurse bereits stark gefallen waren. Beide Faktoren zusammen erzeugten einen kumulativen Effekt, der die Verluste von CXMT verstärkte.

Bemerkenswert ist der Kontrast zum Gesamtmarkt: Chinas wichtige A-Shares-Indizes lagen an diesem Tag weitgehend unverändert. Der Ausverkauf konzentrierte sich also auf den Speicherchip-Sektor und nicht auf die breite chinesische Börse.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung ein Signal, den Halbleitersektor genauer zu differenzieren. Die Bewertung von Speicherchip-Herstellern hängt stark an der Erwartung steigender Preise und knapper Kapazitäten. Verlangsamt sich das Gewinnwachstum von Quartal zu Quartal, geraten diese Erwartungen schnell ins Wanken – selbst dann, wenn das Jahresergebnis auf den ersten Blick glänzt.

Ob der DRAM-Zyklus tatsächlich an Schwung verliert oder ob es sich nur um eine Normalisierung nach außergewöhnlich starken Vergleichsquartalen handelt, lässt sich anhand der vorliegenden Zahlen nicht abschließend beurteilen. Klar ist: Der Markt bewertet die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Und die Zukunft sieht nach der jüngsten Prognose weniger steil aus als noch vor drei Monaten.

Der Artikel basiert auf einem Bericht von Investing.com. Er wurde mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.

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