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Dieselraffineriemargen sinken um 7% wegen steigender russischer Förderung

Gestiegene russische Rohölverarbeitung und Frankreichs geplante Reservenfreigabe setzen die Dieselpreise unter Druck.

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Dieselraffineriemargen sinken um 7% wegen steigender russischer Förderung

Die Diesel-Raffineriemargen sind am Dienstag um 7% gesunken, da die gestiegene russische Produktion den Markt unter Druck setzte. Die Futures für schwefelarmes Gasöl notierten zum Kursstand von 17:06 Uhr GMT mit einem Aufschlag von 73,90 US-Dollar pro Barrel gegenüber den Brent-Crude-Futures. Das entspricht einem Rückgang von 5,60 US-Dollar im Vergleich zum Vorabendschluss.

Der Preisrückgang fällt in eine Phase, in der das Angebot an raffiniertem Diesel auf dem Weltmarkt spürbar zunimmt. Auslöser ist eine deutliche Belebung der russischen Raffinerieaktivität. Russische Ölraffinerien haben die Rohölverarbeitung in der zweiten Oktoberhälfte um 25% erhöht, verglichen mit dem Monatsbeginn. Als Grund nannten drei Branchenquellen am Dienstag das Ende anhaltender Drohnenangriffe auf die Anlagen.

Frankreich greift in den Markt ein

Zusätzlichen Druck auf die Margen könnte eine geplante Maßnahme aus Frankreich ausüben. Das Land plant, ab dem 1. November 10 Millionen Barrel Diesel aus seinen strategischen Reserven freizugeben. Damit soll den Tankstellenpreisen entgegengewirkt werden, die infolge des US-israelischen Krieges mit dem Iran gestiegen sind.

Wie ein Sprecher des französischen Kraftstofflobbyverbands Ufip am Dienstag mitteilte, müssen französische Kraftstoffhändler den Diesel, der im Rahmen eines neuen Regierungsprogramms aus den strategischen Reserven freigegeben wird, nicht ersetzen. Die Entscheidung zur Freigabe der Reserven traf Premierminister Sébastien Lecornu.

Für deutsche Anleger und Verbraucher ist die Entwicklung in zweierlei Hinsicht relevant. Zum einen wirken sich die internationalen Dieselpreise über kurz oder lang auch auf die hiesigen Kraftstoffkosten aus. Zum anderen zeigt der Fall, wie stark geopolitische Konflikte und Angebotsentscheidungen einzelner Staaten die Raffineriemargen und damit die Gewinne der Mineralölkonzerne beeinflussen können.

Die Kombination aus höherer russischer Verarbeitung und der angekündigten französischen Reservenfreigabe dürfte den Markt für schwefelarmes Gasöl kurzfristig weiter belasten. Beobachter richten ihren Blick nun auf die weitere Entwicklung der Raffinerieauslastung und auf mögliche zusätzliche Maßnahmen europäischer Regierungen zur Dämpfung der Kraftstoffpreise.

Der Rückgang der Raffineriemarge um 7% an einem einzigen Handelstag unterstreicht, wie sensibel der Dieselmarkt auf Veränderungen im Angebot reagiert. Bereits kleinere Verschiebungen bei der Rohölverarbeitung oder bei strategischen Reserven können die Preisdifferenz zwischen Rohöl und raffiniertem Produkt deutlich verschieben.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.

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