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DAX steigt deutlich trotz Zollrisiken

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DAX steigt deutlich trotz Zollrisiken

Der DAX schloss den Handelstag mit einem deutlichen Kursgewinn ab. Der deutsche Leitindex stieg um 1,13 Prozent auf 23.109 Punkte und näherte sich damit erneut seinem Rekordhoch von 23.476 Zählern. Noch am Vortag war ein Erholungsversuch gescheitert, doch positive Konjunkturdaten, insbesondere ein gestiegener ifo-Geschäftsklimaindex, gaben den Anlegern neue Zuversicht. Der Index deutete laut Ökonomen auf eine allmähliche konjunkturelle Erholung hin. Das beschlossene Finanzpaket in Deutschland dürfte zur positiven Entwicklung beigetragen haben.

Für Unsicherheit sorgten unterdessen die anhaltenden Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Zwar rechneten Marktteilnehmer nicht mit der schärfsten Variante der angekündigten Zölle, doch blieb das Risiko weiterer protektionistischer Maßnahmen bestehen. Trump hatte angekündigt, möglicherweise nicht alle Zölle zum 2. April in Kraft zu setzen. Die EU reagierte mit verschärften Schutzmaßnahmen für ihre Stahlindustrie. Eine geplante Ausweitung zollfreier Stahlimporte wurde stark begrenzt, Änderungen treten ab April beziehungsweise Juli in Kraft.

Auch an den US-Börsen zeigten sich Auswirkungen der Zollpolitik. Während der Dow Jones leicht um 0,07 Prozent auf 42.550 Punkte fiel, legte der S&P 500 um 0,13 Prozent zu. Der Nasdaq 100 stieg um 0,21 Prozent auf 20.225 Punkte. Der jüngste Stimmungsdämpfer durch neue Zolldrohungen beeinflusste auch die Konsumlaune in den USA. Der Konsumindikator des Conference Board fiel auf 92,9 Punkte – den niedrigsten Stand seit 2021.

An den Rohstoffmärkten führten Sorgen vor einem knapperen Angebot infolge der angekündigten Sekundärzölle auf Ölimporte aus Venezuela zu einem Anstieg der Ölpreise. Der Preis für Brent und WTI erhöhte sich jeweils um 0,7 Prozent. Der Goldpreis zog ebenfalls an und erreichte mit 3.023 Dollar je Feinunze fast das jüngste Rekordhoch.

Der Euro legte leicht zu und wurde mit 1,0818 US-Dollar notiert. Unterstützt wurde die Gemeinschaftswährung durch das gestiegene Geschäftsklima in Deutschland. ProSiebenSat.1 veräußerte unterdessen seinen Anteil an Urban Sports Club. Vattenfall kündigte den Bau des größten deutschen Offshore-Windparks an. Jenoptik erhöhte die Dividende, während Hornbach Umsatz und Ergebnis steigerte. TUI setzte auf KI, Shell auf höhere Ausschüttungen. Die Tesla-Verkäufe in Europa gingen um 49 Prozent zurück. Trump Media plante mit Crypto.com einen ETF. Hyundai kündigte Investitionen in Höhe von 21 Milliarden Dollar in den USA an.

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