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DAX im Minus: 18.000-Punkte-Marke im Visier

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DAX im Minus: 18.000-Punkte-Marke im Visier

Nach anfänglichen Gewinnen ist der DAX am Nachmittag tiefer ins Minus gerutscht, wodurch die Marke von 18.000 Punkten wieder ins Visier gerät. Auch von der Wall Street kommt kein Rückenwind. Nachdem der DAX am Vormittag ein Tageshoch bei 18.363 Punkten erreichte, fiel er im Tagestief bis auf 18.045 Punkte zurück. Aktuell notiert der deutsche Leitindex bei nervösem Handel rund 100 Punkte höher und steht nur noch leicht im Minus. Der MDAX der mittelgroßen Werte notiert ebenfalls rund ein halbes Prozent im Minus.

Marktexperten hatten sich bereits vorbörslich skeptisch bezüglich einer positiven Trendwende beim DAX gezeigt. Die 18.000 Punkte rücken wieder in den Blick, und es stellt sich die Frage, ob sich die vermeintliche DAX-Stabilisierung über dieser Marke als nur technische Reaktion auf die vorangegangenen Verluste entpuppen könnte. Jochen Stanzl von CMC Markets warnte vor einer solchen Entwicklung. Die Börse zeigt sich derzeit sehr volatil, und Trends kippen innerhalb kürzester Zeit. Einzig die Unterstützung von 18.000 Punkten hat im DAX bisher gehalten.

Auch am Rentenmarkt gibt es Verluste, wo die Renditen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich deutlich anziehen. Zehnjährige Bundespapiere rentieren am Nachmittag bei 2,43 Prozent, während französische Staatsanleihen gleicher Laufzeit bei 3,16 Prozent liegen. Von der New Yorker Börse kommt ebenfalls keine Unterstützung. Die großen Indizes notieren zum Handelsauftakt uneinheitlich. Die Technologiebörse Nasdaq hält sich besser und gewinnt 0,1 Prozent, während der Dow Jones rund 0,4 Prozent verliert und der S&P-500-Index um 0,1 Prozent nachgibt.

Wichtige Ereignisse wie die Veröffentlichung des Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den USA und die bevorstehenden Wahlen in Frankreich sorgen für Nervosität an den Märkten. Die Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Art der Zinswende in den USA verunsichert die Märkte. In Europa stehen die am Sonntag beginnenden Wahlen in Frankreich im Fokus. Anleger befürchten, dass ein Rechtsruck die ohnehin hohe Staatsverschuldung weiter belasten könnte, um Wahlversprechen zu erfüllen. Die EU-Kommission und Ratingagenturen äußerten sich zuletzt skeptisch. Bevor sich der zukünftige politische Kurs in Frankreich nicht klärt, bleibt die Gefahr einer neuen Eurokrise bestehen.

Die politische Krisenstimmung in Europa spiegelt sich auch im Eurokurs wider. Die Gemeinschaftswährung fiel unter die Marke von 1,07 Dollar und notiert aktuell bei 1,0675 Dollar. Schwache Daten zur Konsumstimmung aus Deutschland und Frankreich belasten den Euro zusätzlich. In Deutschland sank der Konsumklimaindex für Juli überraschend auf minus 21,8 Punkte. Auch in Frankreich trübte sich die Stimmung der Verbraucher etwas ein.

Die Volkswagen-Vorzugsaktie bleibt am Nachmittag unter Druck, während das Rivian-Papier an der Nasdaq rund ein Drittel an Wert gewinnt. Der Einstieg von Volkswagen bei Rivian wurde zunächst positiv aufgenommen, jedoch gibt es kritische Stimmen bezüglich der hohen geplanten Investitionen. Volkswagen plant, bis zu fünf Milliarden Dollar für gemeinsame Entwicklungen auszugeben, was für Rivian eine willkommene Geldspritze darstellt.

Die Post-Aktie gehört hingegen zu den Gewinnern im DAX, trotz Schwierigkeiten höhere Kurse zu verteidigen. FedEx überraschte mit einer positiven Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, was auch der Post-Aktie zugutekommt. Der Bayer-Konzern zeigt Fortschritte beim laufenden Umbau, der zu Einsparungen von zwei Milliarden Euro jährlich führen soll. Die SAP-Aktie erreichte einen historischen Höchststand, während Delivery Hero und HelloFresh im MDAX unter Druck stehen.

DAXVolkswagenDeutsche PostAktienmarkt

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