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DAX schließt mit deutlichen Verlusten

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DAX schließt mit deutlichen Verlusten

Der DAX hat gestern mit einem deutlichen Minus geschlossen, belastet durch schwache Zahlen der Deutschen Bank und ernüchternde Konjunkturdaten. Der Index fiel um 0,92 Prozent auf 18.387 Punkte und setzt damit seine Schwankungen fort, die seit Mai zwischen etwa 18.000 und knapp 18.900 Punkten zu beobachten sind. Gründe für die Verluste gab es mehrere.

Zunächst sorgten enttäuschende Quartalszahlen von Tesla und Google am Vorabend für Besorgnis über eine mögliche neue Verkaufswelle im Technologiesektor. Diese Sorge wurde durch die schwachen Zahlen der Deutschen Bank weiter verstärkt. Am Vormittag kamen zudem negative Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone hinzu. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft, der Industrie und Dienstleister umfasst, fiel im Juli auf 48,7 Punkte und damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Besonders besorgniserregend war der Rückgang im Industriesektor auf den tiefsten Stand seit neun Monaten.

Im Gegensatz dazu wuchs die US-Wirtschaft im Juli schneller, angetrieben vom starken Dienstleistungssektor. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 0,2 Punkte auf 55 Zähler, den höchsten Wert seit April 2022. Allerdings geriet der US-Industriesektor ebenfalls in Schwierigkeiten, mit einem Rückgang des Index auf 49,5 Punkte. Auch an der Wall Street herrschte schlechte Stimmung aufgrund schwacher Unternehmensbilanzen. Der Dow-Jones-Index verlor 0,80 Prozent, der S&P 500 gab 1,60 Prozent nach, und der Nasdaq-Index sank um 2,56 Prozent.

Die Aktien der Deutschen Bank litten stark unter einer milliardenschweren Rückstellung für einen Rechtsstreit um die Übernahme der Postbank im Jahr 2010. Diese Rückstellung führte zu einem Verlust von 143 Millionen Euro im zweiten Quartal, dem ersten Minus seit Anfang 2020. Die Aktie der Deutschen Bank verlor bis Handelsschluss mehr als acht Prozent.

Andererseits konnte Rheinmetall dank höherer Wehrausgaben und einer Übernahme einen Gewinnsprung verzeichnen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um fast die Hälfte auf gut 2,2 Milliarden Euro, und das operative Ergebnis verdoppelte sich auf 271 Millionen Euro.

Bei Mercedes-Benz wurde der Konflikt um den Verkauf der konzerneigenen Autohäuser beigelegt. Man einigte sich auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge zu potenziellen Erwerbern, was rund 8.000 Mitarbeiter in etwa 80 Betrieben betrifft. Porsche konnte nach einem schwachen Jahresbeginn seine operative Umsatzrendite im zweiten Quartal auf 17,0 Prozent steigern. Der Billigflieger Easyjet profitierte von einer verstärkten Reiselust und übertraf die Erwartungen mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von 280 Millionen Euro.

Tesla hingegen verzeichnete einen erheblichen Gewinneinbruch im zweiten Quartal in Folge. Der Quartalsgewinn sank um 45 Prozent auf 1,48 Milliarden Dollar. Googles Werbeerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar, was der Konzernmutter Alphabet einen Gewinnanstieg von 28,6 Prozent auf 23,6 Milliarden Dollar bescherte.

Der Euro-Kurs blieb trotz schwacher Konjunkturdaten aus der Eurozone stabil bei 1,0855 US-Dollar, während der Goldpreis um 0,65 Prozent auf 2.424 Dollar pro Feinunze stieg.

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