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SAP-Zahlen treiben DAX an

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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SAP-Zahlen treiben DAX an

Positiv aufgenommene Quartalszahlen des DAX-Schwergewichts SAP haben den DAX gestützt. Im Fokus der Investoren stehen zunehmend Quartalsberichte der Unternehmen. Gute Vorgaben von der US-Technologiebörse Nasdaq und ein positiver Quartalsbericht von SAP führten dazu, dass der DAX um 0,82 Prozent auf 18.557 Punkte stieg. Kurzzeitig überschritt er die Marke von 18.600 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte hingegen verlor 0,47 Prozent. Der DAX setzte damit den Aufwärtstrend des Vortages fort, der hauptsächlich durch einen überraschenden Kandidatenwechsel im US-Präsidentschaftswahlkampf bedingt war. Gestern stieg der DAX um 1,3 Prozent auf 18.407 Punkte.

Michael Brown, Stratege beim Broker Pepperstone in London, erklärte, dass sich die Märkte in einer Art Warteschleife befänden, nachdem sie die Nachrichten vom Wochenende über Bidens Ausstieg aus dem Präsidentschaftsrennen verarbeitet hätten. Investoren würden nun beobachten, ob die Umfragen ein engeres Rennen gegen Trump zeigen als zuvor. Inzwischen rücken Quartalsberichte immer mehr in den Vordergrund, das eigentliche Hauptgeschäft der Börse. SAP hatte bereits am Abend Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und beim operativen Ergebnis trotz einer schwierigen Wirtschaftslage besser abgeschnitten als erwartet. Die Aktie stieg um fast sieben Prozent und erreichte ein neues Rekordhoch bei 196,98 Euro.

Sartorius Vorzüge waren die Spitzenreiter im DAX und legten um 7,6 Prozent zu, profitierend von positiven Zahlen des US-Konzerns Danaher. Dagegen belasteten Produktionsengpässe nach Überschwemmungen die Aktie von Porsche, die um gut fünf Prozent fiel. Aufgrund fehlender Karosserieteile droht ein Produktionsstillstand. Porsche senkte seine Gewinn- und Umsatzprognose für 2024. Der Umsatz werde auf 39 bis 40 Milliarden Euro sinken, und die operative Umsatzrendite werde nur noch zwischen 14 und 15 Prozent erwartet.

Die VW-Dachgesellschaft Porsche SE bestätigte ihre Prognose für das laufende Jahr trotz der Gewinnwarnung von Porsche. Das Konzernergebnis nach Steuern werde zwischen 3,5 und 5,5 Milliarden Euro liegen. Der Euro fiel im europäischen Handel auf 1,0857 Dollar zurück, und der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank wurde auf 1,0860 Dollar festgesetzt.

In den USA sanken die Verkäufe bestehender Eigenheime im Juni stärker als erwartet. Der durchschnittliche Zinssatz für Hypotheken sank jedoch auf ein Viermonatstief, was Spekulationen über eine baldige Zinssenkung der Notenbank nährte. Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort, was auf Sorgen über eine schwächere Nachfrage in China zurückgeführt wurde. Ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um knapp zwei Prozent auf 80,63 Dollar.

An der Wall Street verlief der Handel nach den starken Kursgewinnen zu Wochenbeginn ruhiger. Der Dow Jones stieg um 0,2 Prozent, während die Nasdaq und der S&P-500 moderate Gewinne verzeichneten. Am Vortag hatten insbesondere Technologieaktien die Erholung angetrieben. Der Rückzug von Präsident Biden aus dem Präsidentschaftsrennen hatte die Märkte beeinflusst, doch der Fokus kehrte schnell zu Unternehmensberichten zurück.

NXP enttäuschte mit einem schwachen Ausblick, während Spotify aufgrund guter Quartalszahlen um 13 Prozent zulegte. Coca-Cola hob seine Jahresziele nach Zuwächsen im zweiten Quartal an. Bosch kündigte den teuersten Zukauf seiner Geschichte an und will für acht Milliarden Dollar das Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagengeschäft von Johnson Controls übernehmen.

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