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DAX verliert vierten Tag in Folge

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX verliert vierten Tag in Folge

Der DAX verzeichnete am gestrigen Handelstag den vierten Verlust in Folge, da weder die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) noch positive Signale von der Wall Street eine stabilisierende Wirkung hatten. Besonders belastend wirkte sich der Kursrutsch bei Siemens aus, welcher durch enttäuschende Quartalszahlen des Schweizer Konkurrenten ABB ausgelöst wurde. Die EZB hatte am frühen Nachmittag erwartungsgemäß beschlossen, ihre Geldpolitik nicht weiter zu lockern, was dem deutschen Leitindex keine Unterstützung bot. Das Börsenbarometer fiel um 0,45 Prozent auf 18.354,76 Punkte.

Ein beherrschendes Thema an der deutschen Börse war die Zinssitzung der EZB. Diese beschloss, den Leitzins unverändert bei 4,25 Prozent zu belassen, ebenso blieb der Einlagensatz bei 3,75 Prozent. Auf der anschließenden Pressekonferenz vermied EZB-Präsidentin Christine Lagarde klare Hinweise auf zukünftige Zinsentscheidungen und betonte, dass diese weiterhin von den Konjunkturdaten abhängen würden. Experten wie Ulrich Kater von der Deka-Bank und Jörg Krämer von der Commerzbank sehen dennoch positive Signale für eine mögliche Zinssenkung im September, sofern die Inflationsdaten dies zulassen.

An der Wall Street konnten die jüngst uneinheitlich verlaufenen US-Börsen heute eine Erholung verzeichnen, insbesondere im Technologiebereich. Der Dow Jones Industrial erreichte den fünften Handelstag in Folge einen Rekord, wobei ein moderater Anstieg von 0,02 Prozent auf 41.206,69 Punkte ausreichte. Der S&P 500 stabilisierte sich mit einem leichten Minus von 0,05 Prozent auf 5.585,43 Punkte, während der Nasdaq 100 ebenfalls um 0,05 Prozent auf 19.789 Zähler nachgab. Eine optimistische Prognose des taiwanischen Chipherstellers TSMC trug zur verbesserten Stimmung bei, was die Aktien von Nvidia, Micron, AMD und Intel steigen ließ.

Der Kurs des Euro sank nach den geldpolitischen Beschlüssen der EZB weiter. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0907 US-Dollar gehandelt, nachdem sie die Kursgewinne vom Vortag wieder abgegeben hatte. Meta, der Mutterkonzern von Facebook, erwägt laut der "Financial Times" einen milliardenschweren Einstieg beim Brillenkonzern EssilorLuxottica, was die Aktien des Unternehmens an der Pariser Börse um mehr als sieben Prozent ansteigen ließ.

Nokia verzeichnete einen Gewinneinbruch aufgrund einer Investitionszurückhaltung der Kunden. Der Umsatz des finnischen Telekom-Ausrüsters ging im zweiten Quartal um 18 Prozent zurück, und der Betriebsgewinn fiel um knapp ein Drittel auf 423 Millionen Euro. Dennoch bekräftigte Nokia die Gesamtjahresziele aufgrund einer erwarteten Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

Der taiwanische Chiphersteller TSMC profitierte vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) und übertraf im abgelaufenen Quartal die Gewinnerwartungen. Der Überschuss stieg um 36 Prozent auf 247,8 Milliarden Neue Taiwan-Dollar, und auch der Umsatz legte um ein Drittel auf 20,8 Milliarden US-Dollar zu.

Volkswagen plant, eine neue Elektro-Marke für den chinesischen Markt einzuführen, um in der boomenden Elektromobilität Fuß zu fassen. Unter der Submarke ID. Unyx soll bereits im Sommer das erste Auto auf den Markt kommen. Vier weitere Modelle sollen bis 2026 folgen. Boeing droht ein Streik, da sich mehr als 99 Prozent der Beschäftigten im US-Bundesstaat Washington für einen Ausstand ausgesprochen haben. Die Gewerkschaft IAM kritisiert die Unternehmensführung und betont, dass der Beginn des Streiks nach Ablauf des Tarifvertrags am 12. September möglich sei.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hob nach einem starken Ergebniszuwachs im zweiten Quartal seine Jahresziele erneut an. Für 2024 wird nun ein Wachstum des operativen Ergebnisses im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich erwartet.

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