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DAX erholt sich auf 24.969 Punkte – Edelmetalle stützen Märkte

• 3 Min

Der Deutsche Aktienindex hat am Dienstagvormittag seinen Erholungskurs fortgesetzt. Kurz nach Handelsbeginn notierte der DAX bei 24.969 Punkten und legte damit 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag zu. Bereits zum Wochenstart hatte das Börsenbarometer ins Plus gedreht, nachdem Gold und Silber ihre Talfahrt beenden konnten. Auch am Dienstagvormittag setzten die Edelmetallpreise ihre Erholung fort und stützten damit die Anlegerstimmung.

Handelsabkommen zwischen USA und Indien sorgt für Aufsehen

Wenige Tage nach einem Abkommen mit der Europäischen Union hat Indien nun auch mit den Vereinigten Staaten weitreichende Handelserleichterungen vereinbart. Die USA senken ihre Zölle auf indische Waren und Güter drastisch. Im Gegenzug verpflichtet sich Indien, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen Lieferungen aus den USA und Venezuela zu bevorzugen.

Allerdings birgt die Vereinbarung praktische Herausforderungen: Venezuelas Ölwirtschaft ist erheblich geschwächt, sodass die dortigen Fördermengen nicht ausreichen dürften, um den Bedarf Indiens zu decken. Die ambitionierten Pläne des US-Präsidenten könnten daher an der Realität scheitern. An den Märkten wird dieser Aspekt bislang allerdings nur am Rande wahrgenommen.

US-Börsen drehen deutlich ins Plus

Auch an den US-Börsen sorgte die Erholung bei Edelmetallen und die positive Entwicklung im Technologiesektor für kräftige Kursgewinne. Der Dow-Jones-Index stieg am Montag um 1,1 Prozent auf 49.407 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte um 0,6 Prozent auf 23.592 Punkte vor. Die anfängliche Verunsicherung durch den Ausverkauf bei Edelmetallen wurde durch eine kräftige Erholung bei Technologiewerten mehr als ausgeglichen.

Der Fokus der Anleger verlagerte sich zunehmend auf positive Konjunkturdaten und die bevorstehende Berichtssaison. Die Aktivität in der US-Industrie wuchs im Januar erstmals seit einem Jahr wieder, wie aus den aktuellen PMI-Daten hervorging. "Wir gehen in eine neue Woche mit zahlreichen Impulsen und sehen eine gewisse Stabilisierung an den Märkten", kommentierte Art Hogan von der Vermögensverwaltung B. Riley Wealth die Entwicklung.

Speicherchip-Hersteller an der Spitze

Besonders gefragt waren Aktien von Speicherchip-Herstellern. Die Papiere von Sandisk schossen um 15 Prozent in die Höhe, Western Digital und Seagate legten um acht beziehungsweise rund sechs Prozent zu. Auch Tech-Schwergewichte stützten den Markt: Apple-Aktien gewannen vier Prozent, Amazon legte um 1,5 Prozent zu.

Gegen den positiven Trend fielen die Aktien von Disney um mehr als sieben Prozent, obwohl der Unterhaltungskonzern die Gewinnerwartungen übertroffen hatte. Allerdings warnte Disney vor rückläufigen Besucherzahlen internationaler Gäste in seinen Freizeitparks sowie einem Gewinneinbruch im TV- und Filmgeschäft.

Dollar erholt sich weiter

Der US-Dollar setzte seine Erholung fort, nachdem er wochenlang gegenüber dem Euro und anderen Währungen unter Druck gestanden hatte. Ein wesentlicher Grund für die Dollar-Stärke ist die deutlich aufgehellte Stimmung in der US-Industrie. Damit rücken weitere Zinssenkungen der US-Notenbank vorerst in weite Ferne.

Sartorius glänzt mit starken Zahlen

In Frankfurt konzentrierten sich die Anleger am Morgen vor allem auf die neuesten Unternehmensbilanzen. Besonders positiv stach der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hervor. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im Jahr 2025 von 84 Millionen Euro auf 155 Millionen Euro nahezu verdoppeln und berichtete von einer nachhaltigen Erholung der Geschäfte. Haupttreiber war die starke Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien wie Filtern, Pipetten und Spritzen. Aber auch das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten erholte sich spürbar. Die Sartorius-Aktie legte im frühen Handel um mehr als drei Prozent zu.

DAX-Werte im Fokus

Im DAX waren vor allem die Papiere von Siemens Energy und Daimler Truck gefragt und verzeichneten deutliche Kursgewinne. Unter Druck standen dagegen die Aktien des Pharmakonzerns Merck, des Onlinekaufhauses Zalando und der Internetplattform Scout 24, die im frühen Handel Verluste hinnehmen mussten.

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