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DAX im Plus – Warsh als neuer Fed-Chef nominiert, Gold bricht ein

• 3 Min

Der DAX hat den Handel am heutigen Freitag mit einem Plus bei 24.559,86 Punkten beendet. Über den gesamten Monat betrachtet blieb der deutsche Leitindex jedoch nahezu unverändert. Anleger hielten sich angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten mit größeren Engagements zurück.

Trump nominiert Warsh als neuen Fed-Chef

Für Bewegung an den Märkten sorgte heute US-Präsident Donald Trump mit der Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger für Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve. Trump teilte seine Entscheidung über seine Plattform Truth Social mit. Der frühere Fed-Gouverneur Warsh muss nun noch vom US-Senat bestätigt werden, bevor er im Mai die Nachfolge von Powell antreten kann.

Warsh gilt als sogenannter "Inflation Hawk" und befürwortet einen restriktiveren Zinspfad zur Inflationsbekämpfung. Sein Fokus liegt klar auf Preisstabilität, während er vor den Risiken einer zu lockeren Geldpolitik warnt – er tendiert daher eher zu Zinsanhebungen als zu Zinssenkungen. "Die schlimmsten Befürchtungen, dass die Fed ihren guten Ruf als verlässliche Notenbank verliert, dürften sich mit Warsh nicht bewahrheiten", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, die Personalie.

Edelmetalle unter Druck – Gold fällt deutlich

Der US-Dollar reagierte verhalten positiv auf die Nachricht. Bei den Edelmetallen beschleunigte sich hingegen der Preisverfall dramatisch. Silber fiel zeitweise unter die erst vor einer Woche überwundene 100-Dollar-Marke und verlor in der Spitze 17,4 Prozent auf 95,88 Dollar je Feinunze. Gold verbilligte sich bis zum Abend um bis zu acht Prozent auf 4.958 Dollar je Feinunze.

Erst am Montag hatte der Goldpreis die psychologisch wichtige 5.000-Dollar-Marke überschritten und war bis auf 5.594,82 Dollar je Feinunze gestiegen. Die Spekulationen auf einen restriktiveren Fed-Chef sowie die leichte Erholung des Dollar setzen den Edelmetallen nach ihrer jüngsten Rekordrally nun spürbar zu.

Apple überzeugt mit China-Geschäft

Aus den USA kamen heute auch die Quartalszahlen von Apple. Der iPhone-Hersteller steigerte seinen Umsatz um rund 16 Prozent auf 143,8 Milliarden Dollar. Besonders erfreulich für den Konzern: Die Nachfrage in China war deutlich höher als erwartet, was die Sorgen über eine schwächelnde Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zumindest für Apple relativiert.

Adidas trotzt Zöllen und schwachem Dollar

In Deutschland machte der Sportartikelhersteller Adidas mit seiner Jahresbilanz 2025 positiv von sich reden. Der DAX-Konzern übertraf die Erwartungen bei Umsatz und Betriebsgewinn deutlich. Besonders bemerkenswert: Das Unternehmen steckte sowohl die Einfuhrzölle der US-Regierung weg – Adidas fertigt in Asien und liefert naturgemäß auch in die USA – als auch den schwachen Dollar-Kurs, der nach Unternehmensangaben eine Milliarde Euro Umsatz gekostet hat.

Das Management zeigte sich auch für die künftige Entwicklung zuversichtlich und kündigte milliardenschwere Aktienrückkäufe an. Bei den Anlegern kamen die Aussagen sehr gut an: Die Aktie stieg bis zum Mittag um mehr als fünf Prozent auf rund 150 Euro.

Dennoch befinden sich die Papiere des DAX-Konzerns seit längerem in einem Abwärtstrend. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie mehr als 40 Prozent verloren. Auch im laufenden Jahr stand vor der Veröffentlichung der Eckdaten ein Minus von rund 16 Prozent zu Buche. Um den Negativtrend nachhaltig zu brechen, müsste der Kurs an die Marke von 168 Euro heranlaufen – davon ist das Papier aktuell noch ein gutes Stück entfernt.

Erster Börsengang des Jahres in Frankfurt

Am Morgen läutete in Frankfurt die berühmte Glocke: Mit Asta Energy wagte sich das erste Unternehmen in diesem Jahr an die Frankfurter Börse. Die Aktie war für 29,50 Euro ausgegeben worden – der erste Kurs erreichte 43 Euro, was einem deutlichen Aufschlag von knapp 46 Prozent entspricht.

Die Österreicher sind vor allem auf Kupferprodukte spezialisiert und profitieren damit vom anhaltenden Boom bei Rechenzentren, die für den Betrieb von Künstlicher Intelligenz benötigt werden. Mit dem Branchenschwergewicht Siemens Energy hat Asta Energy einen großen und renommierten Partner an seiner Seite, was das Vertrauen der Investoren in das Geschäftsmodell stärkt.

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