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DAX im Plus – Warsh-Nominierung drückt Gold unter 5.000 Dollar

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Der DAX hat den Handel am Mittwoch mit einem Plus bei 24.559,86 Punkten beendet. Über den gesamten Monat hinweg konnte der deutsche Leitindex allerdings kaum zulegen – die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten halten viele Anleger weiterhin in Schach.

Fed-Personalentscheidung bewegt die Märkte

Für die entscheidenden Impulse sorgte heute US-Präsident Donald Trump mit seiner Personalentscheidung für die Federal Reserve. Trump nominierte den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai regulär endet. Die Bestätigung durch den US-Senat steht noch aus.

Warsh gilt als sogenannter "Inflation Hawk" – er präferiert einen restriktiveren Zinspfad, um die Inflation wirksam zu bekämpfen. Sein Fokus liegt klar auf Preisstabilität, während er vor den Risiken einer zu lockeren Geldpolitik warnt. "Die schlimmsten Befürchtungen, dass die Fed ihren guten Ruf als verlässliche Notenbank verliert, dürften sich mit Warsh nicht bewahrheiten", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Edelmetalle unter Druck – Gold fällt von Rekordhoch

Die Nominierung eines eher restriktiven Fed-Chefs setzte die Edelmetalle unter erheblichen Verkaufsdruck. Der Dollar reagierte verhalten positiv, was die Attraktivität von Gold und Silber als alternative Anlage schmälerte.

Gold verbilligte sich bis zum Abend um bis zu acht Prozent auf 4.958 Dollar je Feinunze. Erst am Montag hatte das Edelmetall noch die 5.000-Dollar-Marke überschritten und war bis auf 5.594,82 Dollar geklettert. Noch dramatischer verlief der Preisverfall bei Silber: Das Metall fiel zeitweise unter die erst vor einer Woche überwundene 100-Dollar-Marke und verlor in der Spitze 17,4 Prozent auf 95,88 Dollar je Feinunze.

Apple überzeugt mit China-Geschäft

Aus den USA kamen positive Quartalszahlen vom iPhone-Hersteller Apple. Der Technologiekonzern steigerte seinen Umsatz um rund 16 Prozent auf 143,8 Milliarden Dollar. Besonders erfreulich entwickelte sich das China-Geschäft, wo die Nachfrage deutlich anzog.

Adidas trotzt Zöllen und Währungsbelastungen

Bei den deutschen Unternehmen sorgte Adidas für positive Schlagzeilen. Der Sportartikelhersteller übertraf mit seiner Jahresbilanz 2025 die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsgewinn. Bemerkenswert: Das Unternehmen meisterte sowohl die US-Einfuhrzölle – Adidas produziert hauptsächlich in Asien – als auch den schwachen Dollar-Kurs, der nach Unternehmensangaben eine Milliarde Euro Umsatz kostete.

Das Management zeigte sich zuversichtlich für die weitere Entwicklung und kündigte milliardenschwere Aktienrückkäufe an. Die Anleger honorierten die Nachrichten: Die Aktie legte bis zum Mittag mehr als fünf Prozent zu und notierte bei rund 150 Euro.

Allerdings befindet sich das Papier des DAX-Konzerns weiterhin in einem langfristigen Abwärtstrend. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie mehr als 40 Prozent verloren, im laufenden Jahr stand vor der Veröffentlichung der Eckdaten ein Minus von rund 16 Prozent zu Buche. Um den Negativtrend nachhaltig zu brechen, müsste der Kurs die Marke von 168 Euro überwinden.

Erster Börsengang des Jahres in Frankfurt

An der Frankfurter Börse läutete heute Morgen die berühmte Glocke für den ersten Börsengang des Jahres. Asta Energy wagte als erstes Unternehmen 2025 den Schritt aufs Parkett. Die Aktie war für 29,50 Euro ausgegeben worden – der erste Kurs erreichte 43 Euro, was einem Aufschlag von rund 46 Prozent entspricht.

Das österreichische Unternehmen ist vor allem auf Kupferprodukte spezialisiert und profitiert damit vom anhaltenden Boom bei Rechenzentren. Mit dem Branchenschwergewicht Siemens Energy hat Asta Energy einen namhaften Partner an seiner Seite, was das Vertrauen der Investoren in den Neuling zusätzlich stärkt.

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