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Cobalt Blue sichert Abnahmevertrag mit Schweizer Metallehändler STG

Die ASX-notierte Cobalt Blue Holdings plant die Kwinana-Raffinerie in Western Australia und sichert sich einen Abnehmer für Kobaltmetall.

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Cobalt Blue sichert Abnahmevertrag mit Schweizer Metallehändler STG

Das an der Australian Securities Exchange (ASX) notierte Unternehmen Cobalt Blue Holdings hat ein Term Sheet für den Verkauf von Standard-Cobalt-Metalkugeln an den Schweizer Metallehändler STG Metals unterzeichnet. Die Materialien sollen in der geplanten Kwinana-Cobalt-Raffinerie von Cobalt Blue im australischen Bundesstaat Western Australia produziert werden. Die Produktionskapazität der ersten Stufe ist auf 3.000 Tonnen enthaltenes Cobalt pro Jahr ausgelegt.

Die geplante Produktion umfasst rund 1.000 Tonnen Kobaltmetall pro Jahr sowie 2.000 Tonnen Kobalt, das in Sulfat gebunden ist. Damit positioniert sich das Unternehmen an einer zentralen Schnittstelle der Cobalt-Wertschöpfungskette. Die Kwinana-Anlage wird voraussichtlich Australiens erste dedizierte Midstream-Cobalt-Raffinerie sein.

Zwei Produkte, zwei Absatzmärkte

Die Raffinerie soll zwei unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Abnehmerkreise liefern: raffiniertes Kobaltmetall für die fortschrittliche Fertigung und Verteidigungsanwendungen sowie Kobaltsulfat für die Batteriewertschöpfungskette. Cobalt zählt zu den kritischen Rohstoffen, deren Versorgung für viele Industrienationen eine wachsende strategische Bedeutung hat – ein Kontext, in dem eine dedizierte Raffinerie in Australien zusätzlich an Gewicht gewinnt. Für deutsche Anleger, die sich im Rohstoffsektor engagieren, ist die Meldung vor allem als Zwischenschritt auf dem Weg zur endgültigen Investitionsentscheidung einzuordnen.

Die vorgeschlagenen kommerziellen Konditionen zwischen Cobalt Blue und STG sind allerdings noch nicht bindend und stehen unter dem Vorbehalt abschließender Verhandlungen. Das Term Sheet stellt dennoch einen bedeutenden kommerziellen Meilenstein für Cobalt Blue dar, da es einen Abnahmeweg für das Kobaltmetallprodukt etabliert und das Vertrauen für eine endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) bezüglich Kwinana stärkt.

Laufzeit und Liefermengen im Detail

Das Term Sheet sieht eine Laufzeit von drei Jahren ab Beginn des kommerziellen Betriebs vor, mit der Option auf eine weitere Verlängerung um drei Jahre. Die Liefermengen betragen im ersten Jahr zwischen 500 und 750 Tonnen, in den Jahren zwei und drei zwischen 800 und 1.000 Tonnen pro Jahr. Diese Staffelung spiegelt einen typischen Hochlauf kommerzieller Abnahmeverträge in der Rohstoffbranche wider, bei dem die Volumina mit zunehmender Betriebserfahrung ansteigen.

Der CEO von Cobalt Blue, Dr. Andrew Tong, kommentiert: „In Kombination mit dem bindenden Rohstoffliefervertrag von Cobalt Blue mit Glencore und den Produktqualifizierungsarbeiten im Broken Hill Technology Centre baut Cobalt Blue weiterhin die kommerziellen Grundlagen auf, die erforderlich sind, um eine FID zu unterstützen.“ Der Verweis auf den bestehenden Liefervertrag mit dem Rohstoffhändler Glencore zeigt, dass das Unternehmen sowohl die Beschaffungs- als auch die Absatzseite des Projekts absichert.

Standort, Genehmigungen und Pilotproduktion

Die Raffinerie soll auf dem Gelände der Doral Fused Materials-Einrichtung von Iwatani Australia entwickelt werden. Es handelt sich dabei um ein Brownfield-Industriegelände mit bestehender Infrastruktur, Dienstleistungen und direkter Nähe zum Hafen von Fremantle. Cobalt Blue verfügt bereits über eine Baugenehmigung der Regierung von Western Australia, um die Kwinana-Raffinerie auf diesem Standort zu errichten und zu betreiben.

Unterdessen hat das Broken Hill Technology Centre von Cobalt Blue erfolgreich sowohl Kobaltmetall als auch Kobaltsulfat im Pilotmaßstab hergestellt, wobei die Produktqualität gegenüber den Marktspezifikationen bestätigt wurde. Für die geplante kommerzielle Produktion ist dieser Nachweis der Produktreife ein wichtiger Baustein, da Käufer in der Metall- und Chemiebranche in der Regel standardisierte Qualitätsspezifikationen verlangen.

Damit stehen für das Kwinana-Projekt nach Unternehmensangaben mehrere zentrale Voraussetzungen: eine gesicherte Rohstoffversorgung, ein industriell nutzbarer Standort mit Genehmigung sowie ein qualifizierter Produktnachweis. Ob und wann die endgültige Investitionsentscheidung fällt, hängt jedoch maßgeblich vom Abschluss verbindlicher Verträge und der Finanzierung ab – das aktuelle Term Sheet allein ist dafür noch nicht ausreichend.

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