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BYD-Absatz bricht um 30% ein – Fünfter Rückgang in Folge

Chinesischer E-Auto-Riese kämpft mit hartem Wettbewerb und sinkenden Subventionen im Heimatmarkt.

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BYD-Absatz bricht um 30% ein – Fünfter Rückgang in Folge

Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat im Januar einen massiven Einbruch seiner weltweiten Fahrzeugverkäufe verzeichnet. Mit einem Minus von 30,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr markiert dies bereits den fünften Monat in Folge mit rückläufigen Absatzzahlen. Insgesamt setzte das Unternehmen im vergangenen Monat 210.051 Fahrzeuge ab, wie aus einer Börsenmitteilung vom Sonntag hervorgeht.

Auch die Produktionszahlen zeigen einen deutlichen Abwärtstrend: Sie fielen um 29,1 Prozent und setzen damit eine Verlustserie fort, die bereits seit Juli 2025 anhält. Der Rückgang trifft BYD in einer Phase, in der der Konzern sowohl mit zunehmender Konkurrenz im Heimatmarkt als auch mit externen Unsicherheiten konfrontiert ist.

Verschärfter Wettbewerb im Budgetsegment

Besonders im preissensiblen Marktsegment macht BYD der Druck von Wettbewerbern wie Geely und Leapmotor zu schaffen. Hinzu kommt, dass die chinesische Regierung die Subventionen für günstigere Fahrzeugmodelle zurückfährt – eine Entwicklung, die gerade budgetorientierte Hersteller wie BYD stark belastet. Analysten erwarten für den weltweit größten Automarkt China in diesem Jahr eine Stagnation.

Um gegenzusteuern, brachte BYD im Januar aktualisierte Versionen mehrerer Plug-in-Hybridmodelle mit verbesserter Reichweite auf den Markt. Der Erfolg blieb jedoch bislang aus: Die Verkäufe von Plug-in-Hybriden, die mehr als die Hälfte der gesamten BYD-Absätze ausmachen, sanken im Januar um 28,5 Prozent. Bereits 2025 war diese Fahrzeugkategorie um 7,9 Prozent zurückgegangen.

Exportgeschäft als Hoffnungsträger

Einen Lichtblick bietet das internationale Geschäft: Im Januar exportierte BYD 100.482 Neufahrzeuge. Im Gesamtjahr 2025 konnte das Unternehmen seine Auslandsverkäufe um beeindruckende 150,7 Prozent steigern und damit Tesla als weltweit größten Anbieter von Elektrofahrzeugen überholen. Diese Exporterfolge halfen, die Schwäche im Heimatmarkt teilweise zu kompensieren.

Für 2026 hat BYD ein Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen ausgegeben, was einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings liegt diese Prognose deutlich unter einem früheren Ziel von bis zu 1,6 Millionen Einheiten, das das Management im November gegenüber Citi genannt hatte. Gründe für diese Korrektur nach unten nannte das Unternehmen nicht.

Internationale Expansion schreitet voran

Trotz der aktuellen Absatzschwäche treibt BYD den Ausbau seiner internationalen Produktionskapazitäten konsequent voran. Noch in diesem Jahr soll das neue Werk in Ungarn in Betrieb gehen und die bestehenden Fertigungsstätten in Brasilien und Thailand ergänzen. Weitere Montagewerke sind in Indonesien und der Türkei geplant.

Im vergangenen Jahr erreichte BYD knapp sein reduziertes globales Verkaufsziel von 4,6 Millionen Einheiten. Ob das Unternehmen die aktuelle Schwächephase überwinden und seine ambitionierten Wachstumsziele erreichen kann, wird maßgeblich vom Erfolg der internationalen Expansion und der Erholung des chinesischen Marktes abhängen.

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