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Ford dementiert Xiaomi-Partnerschaft: US-Politik fürchtet chinesische EV-Konkurrenz

Berichte über Joint Venture zwischen Ford und Xiaomi erweisen sich als falsch

Ford dementiert Xiaomi-Partnerschaft: US-Politik fürchtet chinesische EV-Konkurrenz

Der US-Automobilhersteller Ford hat Berichte über Gespräche mit dem chinesischen Elektrofahrzeughersteller Xiaomi vehement dementiert. Zuvor hatte die Financial Times unter Berufung auf Insider berichtet, beide Unternehmen hätten über ein Joint Venture zur Produktion von Elektrofahrzeugen in den USA verhandelt. Ein Ford-Sprecher bezeichnete die Meldung als "vollständig falsch", auch Xiaomi wies die Spekulationen zurück.

Die Dementi kommen zu einer Zeit, in der US-Politiker zunehmend besorgt über chinesische Beteiligungen in der amerikanischen Automobilindustrie sind. Mehrere Gesetzgeber warnen vor den Risiken einer zu engen Zusammenarbeit mit staatlich unterstützten chinesischen Herstellern. Sie befürchten, dass die Zukunft der heimischen Automobilindustrie auf dem Spiel steht.

Politischer Druck auf Ford wächst

Der republikanische Ausschussvorsitzende John Moolenaar hatte bereits in einem Brief an Ford-CEO Jim Farley vor einer möglichen Partnerschaft mit dem chinesischen Autobauer BYD gewarnt. Moolenaar betonte, China habe bereits demonstriert, dass es die Automobil-Lieferkette "bewaffnen" könne. Diese Verwundbarkeit würde sich durch neue Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen noch verschärfen.

Besondere Bedenken äußerte der Abgeordnete auch zu Fords Plänen für ein 3 Milliarden US-Dollar schweres Datenzentrum zur Batterieherstellung. Dieses soll Technologie des chinesischen Batterieherstellers CATL nutzen. Die politische Sensibilität gegenüber chinesischen Technologien in kritischen Infrastrukturen nimmt in Washington kontinuierlich zu.

Ford kämpft mit EV-Strategie

Die Diskussionen um chinesische Partnerschaften erfolgen vor dem Hintergrund einer schwierigen Phase für nordamerikanische Autohersteller im Elektrofahrzeug-Segment. Ford hatte im Dezember vergangenen Jahres eine massive Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar angekündigt und mehrere EV-Modelle eingestellt.

Die Unternehmen haben ihren kostspieligen Vorstoß in den Elektrofahrzeugmarkt zurückgefahren, nachdem sie Schwierigkeiten hatten, mit chinesischen Konkurrenten Schritt zu halten. Stattdessen orientieren sich die Hersteller nun verstärkt auf günstigere Modelle und Hybridfahrzeuge. Auch der Verlust von Steuervorteilen hat die ursprünglichen EV-Strategien der US-Autobauer unter Druck gesetzt.

Die chinesischen Hersteller haben in den vergangenen Jahren erhebliche technologische Fortschritte erzielt und können Elektrofahrzeuge zu deutlich niedrigeren Preisen anbieten. Dies stellt eine fundamentale Herausforderung für die etablierten westlichen Automobilkonzerne dar, die ihre Produktionskosten senken müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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