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E-Auto-Prämie: Nachfrage explodiert nach neuer Bundesförderung

Händler und Plattformen melden Vervielfachung der Anfragen – ZDK warnt vor Verzögerungen

E-Auto-Prämie: Nachfrage explodiert nach neuer Bundesförderung

Die Wiederbelebung der staatlichen E-Auto-Förderung zeigt unmittelbare Wirkung: Online-Plattformen wie Meinauto.de und Carwow verzeichnen einen dramatischen Anstieg der Kundenanfragen. Bei Meinauto.de hat sich der Traffic auf E-Auto-Seiten im Vergleich zum Dezember mehr als verzehnfacht. Carwow meldet sogar eine Verdreifachung der Anfragen innerhalb einer Woche nach Ankündigung des Programms.

Thomas Peckruhn, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), bestätigt das hohe Kundeninteresse. "Ich denke, es kommt bei den Privatkunden sehr gut an", erklärt er. Staatliche Fördermaßnahmen hätten traditionell starke Kundenreaktionen ausgelöst – ähnlich wie bei der Abwrackprämie 2009 oder der ersten E-Auto-Förderung.

Allerdings mahnt Peckruhn auch zur Vorsicht: Das abrupte Ende der vorherigen Förderung habe gezeigt, wie schnell sich die Stimmung wieder drehen könne. Der ZDK fordert daher die Bundesregierung auf, bei der Programmumsetzung keine Zeit zu verlieren.

Komplexität bei Leasingverträgen bremst Kaufentscheidungen

Viele Kunden suchen derzeit noch Orientierung, besonders bei Leasingverträgen. Die Vorfinanzierung der Prämie stellt eine Hürde dar, da der Antrag erst nach der Zulassung gestellt werden kann. Ein Teil der Interessenten wartet daher ab, bis die konkreten Regelungen feststehen.

Ein anderer Teil hat bereits gehandelt: Zahlreiche Bestellungen gingen noch im alten Jahr ein, nachdem klar wurde, dass der Zulassungszeitpunkt für die Förderung entscheidend ist. Aufgrund typischer Lieferzeiten von mehreren Monaten dürfte sich die volle Wirkung der Förderung erst in den kommenden Neuzulassungsstatistiken zeigen.

Förderdetails und Einkommensgrenzen

Das Bundesumweltministerium hat die neue Kaufprämie für reine Elektroautos, Plug-in-Hybride und E-Autos mit Range Extender auf 1.500 bis 6.000 Euro festgelegt. Die genaue Höhe hängt vom Fahrzeugtyp und den persönlichen Umständen ab. Allerdings gelten Einkommensobergrenzen: 80.000 Euro Jahreshaushaltseinkommen bei Einzelpersonen, 90.000 Euro bei Familien mit zwei Kindern.

Interessanterweise profitiert auch die Nachfrage nach konventionellen Antrieben leicht vom E-Auto-Boom. Laut Meinauto.de hat die Förderung "bei vielen wohl den Wunsch auf Neuwagen geweckt" – wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß als bei Elektrofahrzeugen. Bei Carwow machen E-Autos mittlerweile fast drei Viertel aller Anfragen aus.

Für Anleger relevant: Die Förderung könnte deutschen Automobilherstellern und Zulieferern der E-Mobilitätsbranche neue Impulse geben, nachdem die Branche zuletzt unter schwacher Nachfrage litt.

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