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BofA: Ausgaben für Rechenzentren verdoppeln sich bis 2028 auf $2,1 Billionen

Eine BofA-Studie prognostiziert eine Verdopplung der weltweiten Rechenzentrumsausgaben bis 2028 – getrieben vom KI-Boom.

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Die weltweiten Ausgaben für Rechenzentren werden laut einer am Freitag veröffentlichten Studie von BofA Global Research im Jahr 2026 die Marke von $1 Billion erreichen und sich bis 2028 auf mehr als das Doppelte steigern – auf $2,1 Billionen. Getrieben wird dieser Trend durch die wachsende Nachfrage nach KI-Diensten und den damit verbundenen Ausbau der Infrastruktur.

Die Investitionen in Rechenzentren haben sich damit zu einer schnell wachsenden Einnahmequelle für Industrieunternehmen entwickelt, die Generatoren, Baumaschinen, Schaltanlagen und Kältemaschinen herstellen. Für deutsche Anleger ist das ein wichtiger Hinweis: Der KI-Boom strahlt längst über die reinen Technologiekonzerne hinaus auf klassische Industrie- und Ausrüstungsbranchen aus.

Der Markt für Rechenzentren, dessen Wert im Jahr 2022 noch bei $275 Milliarden lag, könnte laut BofA bis 2030 auf $2,93 Billionen ansteigen. Das entspricht einer Vervielfachung innerhalb von nur acht Jahren.

KI als Wachstumsmotor mit 37% CAGR

Als zentraler Treiber dieser Expansion gilt die Künstliche Intelligenz. Die Wertpapierfirma schätzt, dass KI das gesamte Marktwachstum zwischen 2025 und 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 37% ankurbeln wird. Eine solche Rate unterstreicht, wie stark die Nachfrage nach Rechenleistung in den kommenden Jahren zunehmen dürfte.

Zu den größten Nutznießern des durch KI getriebenen Ausbaus von Rechenzentren zählen laut der Studie Chiphersteller und Serverentwickler – insbesondere in den USA. Dort konzentrieren sich viele der geplanten und laufenden Großprojekte.

Kosten pro Megawatt im Detail

BofA veranschlagt die Baukosten für Rechenzentren auf $49 Millionen pro Megawatt. Dabei entfallen 78% der Gesamtausgaben auf IT-bezogene Kosten. Die einzelnen Komponenten verteilen sich wie folgt:

  • Server: $31,4 Millionen pro Megawatt (teuerste Komponente)
  • Netzwerktechnik: $4,8 Millionen pro Megawatt (zweitgrößter Posten)
  • Neoclouds (auf KI spezialisierte Rechenzentren): etwa $57 Millionen pro Megawatt

Neoclouds profitieren trotz höherer Kosten pro Megawatt von einem geringeren Platzbedarf im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen. Die meisten anderen Funktionen – darunter Schaltanlagen, Stromverteilung, Generatoren, Notstromversorgung, Kältemaschinen und Kühlung – kosten zwischen $100.000 und $1,1 Million pro Megawatt.

Was das für den Markt bedeutet

Die Zahlen verdeutlichen, dass die Wertschöpfung in der Rechenzentrumsbranche breit gestreut ist. Während Server und Netzwerktechnik den Löwenanteil der Ausgaben binden, profitieren auch Anbieter von Stromversorgung und Kühlung von der Expansion. Für Anleger, die auf den KI-Trend setzen wollen, eröffnet sich damit ein Spektrum unterschiedlicher Segmente entlang der Wertschöpfungskette.

Die BofA-Prognose reiht sich in eine wachsende Zahl von Analysen ein, die dem KI-bedingten Infrastrukturbedarf erhebliches Wachstumspotenzial zuschreiben. Entscheidend bleibt, ob die prognostizierten Investitionen tatsächlich in diesem Umfang umgesetzt werden – ein Faktor, den Anleger bei ihren Überlegungen berücksichtigen sollten.

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