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XRP im Aufwind nach SEC-Rückzug und Trump-Wahl

Ripple setzt auf ETFs und Tokenisierung zur Expansion im Finanzmarkt

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XRP im Aufwind nach SEC-Rückzug und Trump-Wahl

Die Kryptowährung XRP des Unternehmens Ripple hat in den vergangenen Monaten eine deutliche Kursrally erlebt. Der Preis des digitalen Tokens stieg zeitweise von etwa 0,50 US-Dollar auf über drei Dollar an, bevor er sich bei rund 2,08 Dollar stabilisierte. Dieser Wert entspricht einem Kursgewinn von etwa 300 Prozent seit Anfang November. Auslöser der Entwicklung war unter anderem der Wahlsieg Donald Trumps, der sich kryptofreundlich positionierte und entsprechende Entscheidungsträger in Behörden installierte. Zudem beendete die US-Börsenaufsicht SEC Ende März ein jahrelanges Verfahren gegen Ripple, das den Kurs zuvor stark belastet hatte.

Die SEC hatte Ripple Labs im Jahr 2020 verklagt, da das Unternehmen XRP ohne Registrierung als Wertpapier vertrieben habe. Diese Klage galt als großer Unsicherheitsfaktor für Investoren. Nach der Einstellung des Verfahrens erlebte der XRP-Kurs einen kurzzeitigen Anstieg, stagnierte jedoch anschließend. Laut Experten war die Klageaussetzung bereits in den Kurs eingepreist. Neben allgemeinen Marktkorrekturen sorgten auch geopolitische Spannungen durch Trumps Wirtschaftspolitik für Unsicherheit an den Kryptomärkten.

Zwei Entwicklungen könnten die weitere Richtung für XRP bestimmen. Zum einen wurden bei der SEC Anträge für börsengehandelte Fonds (ETFs) auf Basis von XRP eingereicht. Sollten diese genehmigt werden, könnten institutionelle Investoren wie Pensionskassen in XRP investieren. Zum anderen verfolgt Ripple eine Roadmap zur stärkeren Integration in den globalen Finanzmarkt. Dabei steht vor allem die Tokenisierung im Fokus, also die digitale Abbildung realer Vermögenswerte wie Immobilien oder Wertpapiere auf der Blockchain.

Für institutionelle Investoren ist dabei entscheidend, wer hinter einer Transaktion steht. Um regulatorische Standards wie KYC und Anti-Geldwäsche-Regeln zu erfüllen, hat Ripple Erweiterungen für seinen XRP-Ledger eingeführt. Mithilfe dezentraler Identitäten (DIDs) und digitalen Credentials sollen Nutzer ihre Identität verifizieren können, ohne zentrale Behörden einzubeziehen.

Dennoch ist Ripple im dezentralen Finanzwesen bislang nur gering vertreten. Im gesamten DeFi-Sektor mit einem Volumen von etwa 100 Milliarden Dollar entfallen nur rund 80 Millionen Dollar auf XRP. Laut Analysen von Bitwise gibt es für den Kurs bis 2030 drei mögliche Szenarien: einen Absturz auf 0,13 Dollar, einen Anstieg auf 12,70 Dollar oder ein Maximalszenario von 29,30 Dollar.

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