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Vorwürfe gegen SEBI-Chefin: Hindenburg erhebt neue Anschuldigungen

SEBI-Chefin weist Vorwürfe der Interessenkonflikte zurück; Adani-Gruppe verteidigt sich ebenfalls

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Vorwürfe gegen SEBI-Chefin: Hindenburg erhebt neue Anschuldigungen

Die indische Börsenaufsicht steht erneut im Fokus, nachdem der US-Investor Hindenburg Research Vorwürfe gegen ihre Chefin Madhabi Puri Buch erhoben hat. Hindenburg, bekannt für seine Enthüllungen und Leerverkäufe, behauptet, Buch habe in der Vergangenheit in Offshore-Fonds investiert, die auch von der Adani-Gruppe genutzt wurden. Diese Behauptungen haben für Unruhe am indischen Finanzmarkt gesorgt, wobei die Marktaufsicht die Anleger zur Besonnenheit aufrief und empfahl, mit Vorsicht auf die neuen Berichte von Hindenburg zu reagieren.

Madhabi Puri Buch, die seit 2022 als Leiterin der indischen Börsenaufsicht (SEBI) tätig ist, wies die Anschuldigungen von Hindenburg entschieden zurück. Sie betonte, dass sie alle Offenlegungsvorschriften ordnungsgemäß eingehalten habe. Die betreffenden Investitionen seien 2015 in ihrer privaten Funktion getätigt worden, lange bevor sie zur SEBI kam. Die SEBI selbst unterstützte diese Aussage und bestätigte, dass Buch alle erforderlichen Wertpapierangaben gemacht habe und sich aus Bereichen mit potenziellen Interessenkonflikten zurückgezogen habe.

Die Vorwürfe gegen Buch stehen im Zusammenhang mit den umfassenderen Anschuldigungen, die Hindenburg bereits Anfang 2023 gegen die Adani-Gruppe erhoben hatte. Damals hatte der Leerverkäufer dem indischen Mischkonzern vorgeworfen, Offshore-Steuerparadiese zur Manipulation von Aktienkursen genutzt zu haben. Diese Anschuldigungen führten zu einem massiven Einbruch des Börsenwerts der Adani-Gruppe, die innerhalb kurzer Zeit 150 Milliarden Dollar verlor. Adani hatte die Vorwürfe stets bestritten, konnte jedoch den drastischen Wertverlust nicht verhindern.

Am Wochenende veröffentlichte Hindenburg neue Informationen, die auf Dokumenten von Whistleblowern basieren sollen. Demnach sollen Buch und ihr Ehemann Anteile an einem Fonds gehalten haben, in den Vinod Adani, der Bruder des Adani-Chefs, investiert habe. Buch und ihr Ehemann wiesen auch diese Anschuldigungen zurück und erklärten, ihre Finanzen seien transparent, und sie hätten bereits alle notwendigen Angaben an die SEBI gemacht. Zudem wurde seitens des Fonds, in den Buch und ihr Mann investiert hatten, klargestellt, dass keine direkten oder indirekten Investitionen in Adani-Aktien getätigt wurden.

Die Adani-Gruppe reagierte ebenfalls auf die neuen Vorwürfe und betonte die Transparenz ihrer Beteiligungsstruktur im Ausland. Ein Sprecher des Konzerns wies darauf hin, dass die Gruppe keine geschäftlichen Beziehungen zu den in den Hindenburg-Vorwürfen genannten Personen oder Angelegenheiten unterhalte. Die Opposition in Indien fordert jedoch weiterhin eine parlamentarische Untersuchung der Angelegenheit.

SEBIIndienBörseFinanzenSkandal

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