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Volkswagen produziert neuen Bulli erstmals in der Türkei

Kooperation mit Ford bringt drei neue Transporter-Modelle und Jobunsicherheiten für VW-Mitarbeiter

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Volkswagen produziert neuen Bulli erstmals in der Türkei

Volkswagen hat auf der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation in Hannover die neue Generation seines beliebten Transporters vorgestellt. Der "New Transporter" wird nicht wie bisher von VW selbst gebaut, sondern in Zusammenarbeit mit Ford im türkischen Werk des amerikanischen Automobilherstellers gefertigt. Damit endet die Eigenproduktion des Modells durch Volkswagen, nachdem die Herstellung des Vorgängers T6.1 im Juni 2024 eingestellt wurde. Die Auslieferung des neuen Fahrzeugs soll Ende 2024 zunächst in ausgewählten europäischen Märkten beginnen, bevor es ab Anfang 2025 auch in Deutschland erhältlich ist.

Der neue Transporter ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung der Transporter-Modellreihe von VW Nutzfahrzeuge (VWN). Anstelle eines einzigen Modells, das seit 1950 in sechs Generationen gebaut wurde, gibt es nun drei parallele Modellreihen. Neben dem bereits 2022 vorgestellten Multivan, der auf einer Pkw-Plattform basiert und als Familien- und Freizeitmobil konzipiert ist, gibt es den vollelektrischen ID.Buzz sowie den neuen Transporter, der in Kooperation mit Ford entsteht. Seit der Vorstellung des Modells sind bereits mehr als 10.000 Bestellungen eingegangen.

Die Zusammenarbeit zwischen Ford und Volkswagen wurde 2020 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft für leichte Nutzfahrzeuge beschlossen. Neben dem neuen Transporter ist auch der Pick-up-Truck Amarok ein Ergebnis dieser Kooperation. Im Gegenzug produziert VW das Modell Ford Tourneo Connect gemeinsam mit dem VW Caddy im Werk Posen in Polen. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es beiden Unternehmen, ihre Produktpalette zu erweitern und gleichzeitig Kosten zu senken.

Während das Unternehmen die Produktion des neuen Transporters vorantreibt, sieht sich Volkswagen mit internen Herausforderungen konfrontiert. Anfang September hatte der Konzern ein verschärftes Sparprogramm angekündigt, das auch betriebsbedingte Kündigungen und mögliche Werksschließungen vorsieht. Die bislang geltende Jobgarantie, die bis 2029 sichergestellt war, wurde aufgekündigt. Analysten gehen davon aus, dass diese Maßnahmen dem Unternehmen im vierten Quartal 2024 zusätzliche Kosten in Höhe von drei bis vier Milliarden Euro verursachen könnten. Besonders im VWN-Werk in Hannover, wo rund 14.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, wächst die Sorge um den Erhalt der Arbeitsplätze. Trotz eines erfolgreichen ersten Halbjahres mit einem operativen Gewinnanstieg von 43 Prozent rechnet der Konzern mit einem schwierigen zweiten Halbjahr.

VolkswagenFordTürkeiPartnerschaft

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