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VW-Betriebsratschefin droht mit Streiks bei Sparplänen

Cavallo fordert Verlängerung der Job-Garantie und mehr Unterstützung von der Politik

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VW-Betriebsratschefin droht mit Streiks bei Sparplänen

Daniela Cavallo, Betriebsratschefin bei Volkswagen, zeigt sich im Vorfeld der anstehenden Tarifgespräche entschlossen, die Interessen der VW-Belegschaft zu verteidigen. Angesichts der Sparpläne des Konzerns, die mögliche Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen, betont sie, dass auch Streiks eine Option sind. In einem Interview mit dem Magazin „Focus“ machte Cavallo klar, dass die Beschäftigten bereit seien, bis hin zum Arbeitskampf gegen diese Maßnahmen vorzugehen. Besonders besorgt zeigt sie sich über die Auswirkungen auf die Belegschaft: „Die Menschen machen sich große Sorgen. Es geht jetzt wirklich um alles.“ Cavallo beschreibt die Situation bei VW als einen „Ausnahmezustand“.

Gemeinsam mit Yasmin Fahimi, der Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds, und Christine Benner, der Vorsitzenden der IG Metall, sprach Cavallo über die schwierige Lage. Obwohl Betriebsräte in ihrer Funktion nicht zu Streiks aufrufen dürfen, verdeutlicht Cavallo als Mitglied der Verhandlungsdelegation der IG Metall ihre Bereitschaft, auf sämtliche zur Verfügung stehenden Mittel zurückzugreifen, um die Interessen der Beschäftigten zu verteidigen. Ein besonderer Streitpunkt in den Verhandlungen ist die von VW gekündigte Job-Garantie, die seit 30 Jahren Bestand hatte. Cavallo nennt diese Kündigung einen „historischen Tabubruch“ und fordert nicht nur deren Verlängerung über das Jahr 2029 hinaus, sondern hält auch an der Forderung nach einer Lohnerhöhung von sieben Prozent fest.

Cavallo zeigt sich jedoch auch offen für Gespräche und betont, dass sie die schwierige Lage von Volkswagen anerkennt. Es bestehe kein Zweifel daran, dass es dem Konzern schlecht gehe, und es sei notwendig, kurzfristig Lösungen zu finden. Die Belegschaft sei bereit, bei der Kostensenkung mitzuwirken, allerdings ohne gleich ganze Standorte infrage zu stellen. Cavallo weist darauf hin, dass es zahlreiche Möglichkeiten gebe, Kosten zu senken, ohne drastische Maßnahmen wie Werksschließungen zu ergreifen. Langfristige Konzepte müssten ebenfalls diskutiert werden, um eine Abwärtsspirale zu vermeiden.

Die Tarifrunde zwischen VW und der IG Metall, die ursprünglich für Oktober geplant war, wurde aufgrund der Krise vorgezogen. Die Verhandlungen sollen nun am 25. September beginnen und betreffen sowohl die Entgeltrunde als auch die gekündigte Beschäftigungssicherung. Die Friedenspflicht läuft Ende November aus, was bedeutet, dass ab Dezember auch Warnstreiks möglich wären. Zusätzlich fordert Cavallo mehr Unterstützung von der Politik, insbesondere durch die Wiedereinführung der E-Auto-Kaufprämie für private Haushalte, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen wieder anzukurbeln.

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