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Viking Therapeutics sammelt 575 Millionen Dollar für Adipositas-Pipeline ein

Der Biotech-Konzern finanziert damit seine umfangreichen Phase-3-Studien zum Wirkstoff VK2735.

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Viking Therapeutics sammelt 575 Millionen Dollar für Adipositas-Pipeline ein

Viking Therapeutics hat frisches Kapital aufgenommen, nachdem ein erfolgreicher Erhaltungsstudienversuch den Investitionsfall für die Adipositas-Aktie gestärkt hatte. Wie das Unternehmen mitteilte, sammelte es Bruttoerlöse in Höhe von 575 Millionen US-Dollar ein. Der Betrag setzt sich aus zwei Transaktionen zusammen: Mehr als 316 Millionen Dollar flossen über einen Aktienverkauf zu einem Kurs von 35 Dollar pro Aktie zu, weitere 258,75 Millionen Dollar kamen über konvertierbare Senior Notes herein.

Die Kapitalerhöhung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie unter Druck steht. Der Kurs von Viking Therapeutics notierte zuletzt mit einem Minus von 8,04 Prozent. Für deutsche Anleger, die in den stark umkämpften Markt für Abnehm-Medikamente investieren, ist die Nachricht dennoch von Bedeutung: Sie verschafft dem Unternehmen finanziellen Spielraum für die kommenden Jahre.

Warum Viking das Geld benötigt

Klinische Studien sind teuer – und das gilt besonders für die umfangreichen Phase-3-Programme, die Viking derzeit für seinen GLP-1- und GIP-Agonisten VK2735 durchführt. Das Unternehmen testet den Wirkstoff bereits in mehreren großen Studien. Dazu zählen die 78-wöchigen Phase-3-Studien Vanquish-1 bei Adipositas in subkutaner, also injizierbarer Form, sowie Vanquish-2 bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas.

Erst kürzlich kündigte das Management zudem den Start von 68-wöchigen Phase-3-Studien für orales VK2735 an. Diese laufen unter den Namen Sunrise-1 bei Adipositas sowie Sunrise-2 bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, die adipös oder übergewichtig sind. Darüber hinaus führt Viking aktuell den zweiten Teil seiner Erhaltungsstudie durch. Dabei wird eine initiale 21-wöchige subkutane Dosis von VK2735 von zwölf Wochen einer Reihe oraler Erhaltungsdosen gefolgt.

Die Dauer und der Umfang dieser Studien sowie das Fehlen von Umsätzen beim Unternehmen führen dazu, dass Viking nach Einschätzung des Wall-Street-Konsenses von S&P Global Market Intelligence voraussichtlich bis mindestens 2030 Cash verbrennen wird. Das Geld wird also nicht nur für die VK2735-Studien benötigt, sondern auch, um die Entwicklung des restlichen Produktportfolios abzusichern. Dazu gehört ein Amylin-Agonist namens VK3019 – eine Wirkstoffklasse, die Patienten erhalten könnten, die keine GLP-1-Agonisten vertragen, oder die in Kombination mit diesen eingesetzt wird. Auch die Wettbewerber Eli Lilly und Novo Nordisk entwickeln Amylin-Agonisten.

Was Anleger als Nächstes erwarten

In naher Zukunft richtet sich der Blick der Investoren auf den zweiten Teil der Erhaltungsstudie. Da dieser orale VK2735-Dosen als Erhaltungstherapie umfasst, ist er für die duale Formulierungsstrategie des Unternehmens womöglich noch wichtiger als der erste Teil. Die Ergebnisse werden im Jahr 2027 erwartet – ebenso wie die Daten aus Vanquish-1 und Vanquish-2, die jedoch deutlich später im Jahr vorliegen dürften. Sunrise-1 und Sunrise-2 folgen voraussichtlich erst 2028.

CFO Greg Zante hatte den Anlegern im Juli versichert: „Unsere Prognose bleibt intakt und wir verfügen über ausreichend Liquidität bis 2028." Die 575 Millionen Dollar an frischem Cash sollen demnach auch die kommerzielle Entwicklung von VK2735 sowie die laufende Pipeline-Entwicklung unterstützen.

In der Realität hängt die Zukunft des Unternehmens vom klinischen Erfolg von VK2735 ab. Dennoch reduziert die jüngste Kapitalerhöhung das Risiko der Aktie und verschafft dem Management den nötigen Handlungsspielraum, um weiterhin Wert für die Anleger zu schaffen.

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