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USA übernehmen Kontrolle über Venezuelas Ölreserven

Die Trump-Administration hat die Kontrolle über venezolanisches Öl übernommen und plant den Verkauf auf dem Weltmarkt. Die Strategie zielt auf einen politischen Wandel in Venezuela ab und hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Region, insbesondere

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USA übernehmen Kontrolle über Venezuelas Ölreserven

Nach der Inhaftierung von Präsident Nicolás Maduro durch US-Kräfte kontrollieren die Vereinigten Staaten nun die venezolanischen Ölverkäufe. US-Energieminister Chris Wright kündigte auf der Goldman Energy Conference an, dass zunächst bis zu 50 Millionen Barrel Rohöl auf dem Weltmarkt verkauft werden sollen. Die Einnahmen fließen auf US-Konten und sollen den Übergang zu einer neuen Regierung finanzieren.

Dreistufiger Plan für Venezuela

Die Trump-Administration verfolgt einen klaren Plan: Stabilisierung, Wiederaufbau und anschließende politische Transition. Vizepräsident JD Vance stellte klar, dass Venezuela Öl nur verkaufen dürfe, wenn dies den US-Interessen diene. "Wir kontrollieren die Energieressourcen und damit die Geldbörse des Regimes", erklärte Vance in einem Interview.

Energie-Minister Wright betonte, dass die Kontrolle über die Ölverkäufe als zentrales Druckmittel diene. "Venezuela wäre ohne diesen Hebel nicht zur Veränderung bereit", so Wright. Die Regierung will sicherstellen, dass die Gelder dem venezolanischen Volk zugutekommen und nicht in korrupten Kanälen versickern.

US-Ölkonzerne warten auf Entschädigung

Forderungen amerikanischer Ölriesen aus früheren Enteignungen unter Hugo Chávez sind vorerst keine Priorität. ConocoPhillips fordert rund 10 Milliarden US-Dollar, ExxonMobil etwa 2 Milliarden US-Dollar. Chevron, der einzige US-Ölkonzern mit Sonderlizenz im Land, soll bei der Produktionssteigerung unterstützt werden.

Wright erwartet, dass die venezolanische Ölproduktion kurz- bis mittelfristig um mehrere hunderttausend Barrel pro Tag gesteigert werden kann. Ein Treffen zwischen Präsident Trump und den Führungsspitzen von ExxonMobil, ConocoPhillips und Chevron ist für Freitag angesetzt.

Scharfe Kritik von Demokraten

Die demokratische Opposition reagierte empört auf die Pläne. Sprecherin Nancy Pelosi bezeichnete die Maßnahmen als "Öldiebstahl". Senator Chris Murphy nannte den Plan "wahnsinnig" und warf der Regierung vor, venezolanisches Öl "mit vorgehaltener Waffe" als Hebel zu nutzen, um das Land auf unbestimmte Zeit zu "mikromanagen".

Auswirkungen auf Kubas Energieversorgung

Die US-Blockade gegen venezolanische Ölexporte seit Mitte Dezember hat dramatische Folgen für Kuba. Mexiko ist zum wichtigsten Öllieferanten für die Karibikinsel aufgestiegen, nachdem Venezuela als Hauptquelle ausgefallen ist. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte jedoch, dass die Lieferungen nicht über das historisch übliche Maß hinaus erhöht worden seien.

Die Öllieferungen nach Kuba erfolgen laut Sheinbaum weiterhin vertraglich geregelt oder als humanitäre Hilfe. Außenminister Marco Rubio sieht in der Kontrolle über die venezolanischen Ölreserven einen entscheidenden Hebel, um amerikanischen und westlichen Unternehmen fairen Marktzugang zu sichern, bevor eine nationale Versöhnung und politische Transition stattfinden kann.

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