ANZEIGE

USA: Streit um vergünstigte Studiengebühren für undokumentierte Studierende eskaliert

Mindestens 22 US-Bundesstaaten erlauben günstige Studiengebühren für undokumentierte Studierende – doch das politische Klima wandelt sich rasant.

•• 3 Min
USA: Streit um vergünstigte Studiengebühren für undokumentierte Studierende eskaliert

Der Streit um vergünstigte Studiengebühren für Studierende ohne geregelten Aufenthaltsstatus verschärft sich in den USA. Mindestens 22 Bundesstaaten sowie der District of Columbia erlauben es Studierenden – darunter Teilnehmer des DACA-Programms, bekannt als „Dreamer" – an öffentlichen Hochschulen die günstigeren Inlands-Studiengebühren zu zahlen. Dies geht aus Daten des National Immigration Law Center hervor. Um sich für diesen Vorteil zu qualifizieren, müssen Studierende in der Regel eine High School im jeweiligen Bundesstaat über eine bestimmte Anzahl von Jahren besucht und dort ihren Abschluss gemacht haben.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten stellt diese Regelung einen wichtigen Zugangsweg zu einer postsekundären Ausbildung dar. Studierende, die andernfalls aufgrund der hohen Kosten vom Studium ausgeschlossen wären, profitieren davon erheblich. Anfänglich genossen solche Regelungen parteiübergreifende Zustimmung – Texas war im Jahr 2001 der erste Bundesstaat, der mit dem Texas Dream Act ein entsprechendes Gesetz verabschiedete. Mehrere Entwürfe für ein Bundesgesetz gewannen an Bedeutung, gerieten jedoch im Kongress ins Stocken.

Politischer Stimmungswandel und steigende Kosten

In jüngster Zeit hat sich das politische Klima jedoch deutlich gewandelt. Eine Reihe von Bundesstaaten – darunter ausgerechnet Texas als Vorreiter der ursprünglichen Regelung – hat die Gebührenvergünstigungen inzwischen abgeschafft. Mehrere weitere Staaten passen derzeit ihre Gesetzgebung zu den Studiengebühren an. Für betroffene Studierende hat dies drastische finanzielle Konsequenzen: An vierjährigen öffentlichen Hochschulen beliefen sich die Studiengebühren und Abgaben für Einwohner im akademischen Jahr 2025–2026 laut dem College Board auf durchschnittlich 11.950 US-Dollar. Die Kosten für Auswärtige lagen im Durchschnitt bei 31.880 US-Dollar – also fast dreimal so viel.

„Die Studiengebühren für Auswärtige sind dreimal so hoch", sagte Pacheco. „Viele von ihnen müssen das Studium abbrechen oder an ein Community College wechseln."

Ein persönliches Schicksal stellvertretend für viele

Der 21-jährige Juan, der seinen Nachnamen aus Sorge um den Einwanderungsstatus seiner Familie nicht nennen möchte, machte 2022 seinen High-School-Abschluss in Galveston, Texas, und wurde an 15 Hochschulen angenommen. Er entschied sich unter anderem wegen der vergünstigten Studiengebühren für die University of Houston. Als Texas im vergangenen Sommer die Vergünstigungen für undokumentierte Studierende abschaffte, geriet er in Unruhe. „Hätte ich die Gebühren für Auswärtige zahlen müssen, wäre das für mich und meine Eltern eine sehr schwierige finanzielle Lage gewesen", sagte er gegenüber CNBC.

Da Juan über einen aktiven DACA-Status verfügt, konnte er trotz der neuen Beschränkungen in Texas weiterhin die vergünstigten Sätze in Anspruch nehmen. Weniger Glück hatten andere: „Ich kenne einige Freunde, die das Studium schlichtweg abbrechen mussten", sagte er. Der Student der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Rechnungswesen wird seinen Abschluss im Mai zusammen mit seinem Jahrgang machen. „Ich werde versuchen, ein zertifizierter Wirtschaftsprüfer zu werden, und möchte später Jura studieren, um als Anwalt für Bürgerrechte oder Einwanderungsrecht Menschen zu helfen, die vielleicht nicht so viel Glück hatten wie ich", sagte er.

Bundesbehörden und Rechtsstreitigkeiten

Im Juli erließ das US-Bildungsministerium eine neue Regelung, wonach undokumentierte Studierende keinen Anspruch auf bestimmte staatliche Bildungsleistungen haben. Die Regelung bestätigte zudem, dass einige Hochschulprogramme – darunter Pell Grants, eine Form der Unterstützung, die ausschließlich auf finanzieller Bedürftigkeit basiert, sowie staatliche Studienkredite – für undokumentierte Studierende weiterhin unzugänglich sind. Diese Bekanntmachung ist jedoch Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten und wurde noch nicht umgesetzt, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums gegenüber CNBC erklärte.

In Virginia steht derzeit eine Entscheidung eines Richters über eine Klage des US-Justizministeriums gegen die vergünstigten Studiengebühren für undokumentierte Einwanderer aus. Einige Experten sind jedoch zuversichtlich, dass das Landesgesetz bestehen bleibt. Laut Tapia-Hadley sind etwa 87 Prozent der Stipendiaten der betroffenen gemeinnützigen Organisation auf die vergünstigten Studiengebühren angewiesen. Sollten Studierende den Anspruch auf die vergünstigten Sätze verlieren, hätte dies „unmittelbare Auswirkungen", sagte sie.

Studiengebühren UsaDaca DreamerUndokumentierte StudierendeIn-State TuitionTexas Dream ActEinwanderungspolitik UsaBildungspolitik Usa

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.