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USA investieren in australische Rohstofffirmen

Beteiligungen sollen Lieferketten stärken und Abhängigkeit von China verringern

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USA investieren in australische Rohstofffirmen

Die US-Regierung plant den Einstieg in australische Unternehmen für kritische Mineralien, um ihre Versorgung auszubauen und die Abhängigkeit von China zu verringern. Mehrere Unternehmensvertreter, die kürzlich aus Washington zurückgekehrt sind, bestätigten entsprechende Angebote für Kapitalbeteiligungen. Ziel ist der Aufbau alternativer Lieferketten, nachdem China als führender Produzent zahlreicher strategisch wichtiger Rohstoffe auf US-Zölle mit Exportbeschränkungen für Seltene Erden und damit verbundene Magnete reagiert hatte. Diese Maßnahmen trafen insbesondere die US-amerikanische und europäische Autoindustrie.

Zu den kritischen Mineralien zählen Lithium, Kobalt und Seltene Erden, die für zahlreiche Technologien unverzichtbar sind, etwa in der sauberen Energieerzeugung, der Halbleiterindustrie oder in der Rüstungsproduktion. Vertreter der US-Regierung signalisierten australischen Firmen, sie sollten konkrete Vorschläge einreichen, die dann geprüft und über verschiedene staatliche Förderprogramme finanziert werden könnten. Das erklärte Andrew Worland, Vorstandschef von International Graphite, das derzeit in Westaustralien eine Mine und eine Verarbeitungsanlage errichtet.

Eine Delegation von 15 australischen Unternehmen für kritische Mineralien war im vergangenen Monat nach Washington und New York gereist, um dort Gespräche mit hochrangigen Regierungsvertretern zu führen. Beteiligt waren unter anderem David Copley vom Nationalen Sicherheitsrat, der zuvor in der Bergbauindustrie tätig war, sowie Joshua Kroon, stellvertretender Staatssekretär für kritische Mineralien und Metalle beim Handelsministerium.

Bei der Finanzierung kommen verschiedene Modelle infrage, darunter klassische Kreditvergabe, Kombinationen aus Fremd- und Eigenkapital sowie sogenannte Offtake-Vereinbarungen, bei denen die USA Rohstoffe im Voraus bezahlen könnten, um strategische Reserven anzulegen. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorbereitung neuer Projekte bis 2027. Die US-Regierung hatte bereits zuvor Beteiligungen an US-börsennotierten Rohstofffirmen erworben. Dazu zählt ein Anteil von jeweils fünf Prozent an Lithium Americas sowie am Thacker-Pass-Lithiumprojekt, das gemeinsam mit General Motors betrieben wird.

Australien wiederum signalisierte Bereitschaft, Anteile an seiner neuen strategischen Rohstoffreserve an Verbündete wie Großbritannien zu verkaufen, um deren Abhängigkeit von China zu verringern. Diese Reserve dürfte auch bei den anstehenden Gesprächen zwischen Premierminister Anthony Albanese und US-Präsident Trump eine Rolle spielen. Die Regierung in Washington überprüft derzeit das AUKUS-Abkommen, das unter anderem die Lieferung von atomgetriebenen U-Booten an Australien vorsieht.

Laut Andrew Tong, Vorstandschef von Cobalt Blue, zeigt sich die US-Regierung offen für unterschiedliche Finanzierungsinstrumente, abhängig vom jeweiligen Projekt. Cobalt Blue sucht derzeit Kapital für eine Kobaltmine und eine Raffinerie in Westaustralien, die künftig in die US-Lieferkette eingebunden werden sollen. Die bisher schwierige Finanzierung solcher Projekte wird durch staatliche Unterstützung erleichtert und hat das Interesse von Investoren spürbar erhöht.

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